Auf unserer Website gibt es keine eigenen Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.
Ausnahme: Bei den eingebetteten YouTube-Videos entscheiden Sie
selbst per Klick, ob Sie Daten freigeben möchten.
Details hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Merz bei Wahlkampf-Termin beschimpft und ausgepfiffen! | NIUS Live

1-09-2026, 21:01

Die Schicksalswoche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September hat für Bundeskanzler Friedrich Merz denkbar ungemütlich begonnen. Gestern Abend stand der CDU-Chef in Quedlinburg an der Seite von Ministerpräsident Sven Schulze auf der Bühne und warnte mit erhobenem Zeigefinger: Sachsen-Anhalt dürfe „kein Experimentierfeld für Wutbürger“ werden.

Kurz zuvor war Merz bereits in Kühlungsborn auf der Strandpromenade ausgepfiffen und beschimpft worden. „Kriegstreiber“ und „Pinocchio“ hallte es ihm entgegen, Rücktrittsrufe wurden laut. Der Kanzler wirkt in diesen Tagen weniger wie ein werbender Wahlkämpfer, der eine Vision präsentiert, sondern wie ein distanzierter CEO oder politischer Professor, der über den Wahlkampf dozierte, statt ihn selbst zu führen. Mit dem Tross aus Hauptstadtjournalisten rauschte er in Quedlinburg auf den Berg, sprach mit ausgewählten Leuten, gab ein knappes Statement und beschimpfte die Bürger gleich zweimal. Die CDU selbst scheint ihren eigenen Kanzler lieber zu verstecken – selbst im Heimatverband von Sven Schulze, der einer möglichen krachenden Niederlage entgegenläuft. Friedrich Merz zieht die Union runter, das hat man in der Partei offenbar begriffen.

Dann kommt Nikolaus Blome, Politikchef bei RTL und ntv, ins Spiel. Sein Kommentar klingt wie eine offene Drohung: Wenn die AfD in Sachsen-Anhalt regiert, gehen in Deutschland alle Uhren anders. Westdeutsche Länder sollen ein „rechtsextremistisches Regierungsexperiment“ nicht finanzieren, der Finanzausgleich könnte wegfallen, „Wessi-Wut“ droht. Jeder dürfe wählen, was er wolle – aber dann bitte mit den Folgen leben.

Merz und Blome wirken wie das letzte Gefecht eines Milieus, das seine mediale und politische Hegemonie schwinden sieht und nun mit Einschüchterung und Belehrung reagiert.

Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt die NIUS-Reporter Alexander Kissler und Julius Böhm und Fußball-Legende Mario Basler mit Moderator Alex Purrucker über das Thema.
Ähnliche Nachrichten

„Millionen verschleudert, Merkel ausgezeichnet und Respektlosigkeit im EP“. Der AfD-Europaabgeordnete Arno Bausemer ist nach Wolfen gekommen, um den Bürgern zu erzählen, was wirklich in Brüssel und Straßburg passiert. 

Weiterlesen

In seinem „Abwasch der Woche“ beklagt Oliver Brendel die Blockwartmaßnahmen, mit denen die Justiz gegen Satiriker in Deutschland vorgeht.

Weiterlesen

Über den Kampf gegen die Meinungsfreiheit hat sich AUF1-Nachrichtenleiter Martin Müller-Mertens am Rande des AfD-Demokratiekongresses im Deutschen Bundestag mit dem unabhängigen Journalisten Patrik Baab unterhalten. Er hat im Ukraine-Krieg auf beiden Seiten recherchiert.

Weiterlesen

Der Strukturausbau geht weiter: Am Freitagabend (16. Januar 2026) wurde nun auch im Landkreis Zwickau ein eigener Kreisverband der FREIEN SACHSEN gegründet.

Weiterlesen

Über Eigentum, den neuen Zehnten und die Frage, wem Bayern gehört.

Freie Bayern Mai 2026

Es gibt einen Satz, den Bayern kennt, auch wenn er nicht mehr laut ausgesprochen wird: Meins ist meins. Nicht arrogant gemeint. Nicht egoistisch. Nur: klar.

Weiterlesen

In seiner Rede kommentiert Abgeordneter Stephan Brandner (AfD) die Geschehnisse rund um den Bundesparteitag in Erfurt, die seiner Ansicht nach nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt seien

Weiterlesen

Anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März erklärt die frauen-und gleichstellungspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Jette Waldinger-Thiering:

Solange wir nicht 100 Prozent Gleichstellung von Mann und Frau in unserer Gesellschaft erreicht haben, erfüllt der 8. März weiterhin seine wichtige Aufgabe – nämlich aufzuzeigen, wo es warum noch hakt mit den Frauenrechten, der Gleichberechtigung, dem Gewaltschutz. Und die Liste ist leider auch im Jahr 2026 immer noch viel zu lang.

Weiterlesen

Während Politiker sich selbst dafür loben, die AfD „eingedämmt“ zu haben, versinken deutsche Städte im Müll und die Budgets ächzen unter den Migrationskosten. 

Weiterlesen

In der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die Verwaltung vor Ort spricht inzwischen offen vom nationalen Notstand, spanische Medien nennen es eine „Invasion“.

Weiterlesen
Calendar
«September 2026»
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930 
Wenn der Wähler die „Falschen“ wählt: Sachsen-Anhalt und die Grenzen der Demokratie

Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt zum politischen Testfall für die Bundesrepublik werden. Die AfD liegt in den Umfragen bei über 40 Prozent, und die Möglichkeit einer von ihr geführten Landesregierung ist längst nicht mehr theoretisch. Doch während die Wähler noch nicht abgestimmt haben, bereiten sich Berlin und andere Länder bereits auf genau diesen Fall vor: Wie gehen staatliche Institutionen mit einer demokratisch legitimierten Landesregierung um, der sie politisch und sicherheitspolitisch womöglich nicht zu vertrauen bereit sind?

Der Thüringer Knoten: Vier Akteure und die Grenzen der Brandmauer

In Thüringen geht es längst nicht mehr nur um Mario Voigts Doktortitel oder um den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Björn Höcke. Der Konflikt berührt eine grundsätzlichere Frage: Wer bestimmt in einer parlamentarischen Demokratie, welche Mehrheiten politisch zulässig sind – die Wähler oder die Parteizentralen? Im Zentrum stehen vier Akteure, vier Interessen und eine Parteienordnung, die zunehmend mit ihren eigenen Abgrenzungsregeln in Konflikt gerät.

Welches Deutschland wollen wir bleiben?

Migrationspolitik entscheidet nicht nur darüber, wie viele Menschen im kommenden Jahr die deutsche Grenze überschreiten. Sie entscheidet darüber, wie Deutschland in zwanzig oder dreißig Jahren aussehen wird – in unseren Schulen und Städten, auf dem Arbeitsmarkt, im Sozialstaat, bei der inneren Sicherheit und letztlich in unserem Verständnis davon, wer wir als politische und historische Gemeinschaft sind. Sieben deutsche Parteien geben darauf unterschiedliche Antworten. Entscheidend ist jedoch nicht allein, was in ihren Programmen steht. Entscheidend ist, ob Worte und Wirklichkeit zusammenpassen – und ob die politisch Verantwortlichen bereit sind, auch für die langfristigen Folgen ihrer Entscheidungen einzustehen.