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Der Fall "Kurt Hättasch": Wir sollten Patrioten mehr glauben als linken Medien und Behörden

5-08-2026, 11:14

In der Redaktionssitzung zum 63. Magazin Info-DIREKT hat Chefredakteur Michael Scharfmüller zurecht betont, dass man Solidarität übt, wenn es notwendig ist und nicht erst dann, wenn einem selbst nichts mehr passieren kann. Deshalb will ich nach dem Sonntagsstück mit dem Titel "Hafttagebuch eines „Sächsischen Separatisten“ den Fall von Kurt Hättasch erneut beleuchten.

Ein Kommentar von Karl Sternau

Bei einem Stammtisch mit lieben Freunden habe ich kürzlich festgestellt, dass man mittlerweile auch in Westdeutschland offen über viele Positionen reden kann, beispielsweise, warum der CSD-Attentäter überhaupt einen deutschen Pass hatte und ob man ihm diesen nicht auch wieder entziehen könnte. Im Fall des angeblichen rechten Terroristen von „Kurt Hättasch“ herrscht hingegen schweigen. Einige kennen zwar sein Schicksal, dazu etwas zu sagen, fällt aber trotzdem schwer.

Überdrehter "Kampf gegen Rechts"

Selbst überzeugte Patrioten zögern hier oft, weil sie noch immer an den Rechtsstaat und seine Behörden glauben. Viele meinen, dass die Polizei nicht ohne Grund ein Haus stürmen, auf jemanden schießen und ihn dann in U-Haft stecken würden, wenn an den erhoben Vorwürfen gar nichts dran wäre. Diese Bedenken sind verständlich, in Wahrheit muss jedoch auch darüber nachgedacht werden, ob Politik, Behörden und Medien ihren "Kampf gegen Rechts" nicht manchmal völlig überdrehen und dabei auch unschuldige oder zumindest naive Menschen wegen Lappalien die volle Härte der Staatsgewalt zu spüren bekommen.

Oft nur heiße Luft und Theaterdonner

Freilich, der Terrorismus-Vorwurf wiegt schwer und man will selbst nicht in den Sog der Negativberichterstattung und der Ermittlungen hineingezogen werden und seine eigene Organisation aus dem Fall heraushalten. Die Vergangenheit hat uns jedoch auch gelehrt, dass von den vielen Anschuldigungen, die gegen Patrioten erhoben werden, oft juristisch gar nichts übrig bleibt. Zur Erinnerung: Von den vielen Vorwürfe, mit denen Martin Sellner bereits beworfen wurde, vom Ibiza-Video und vom angeblichen Geheimtreffen in Potsdam ist juristisch nichts übrig geblieben. Auch vom angeblichen Putschversuch der Raviolli-Rollator-Rentnergruppe wurden bislang noch keine handfesten Beweise geliefert, die eine dermaßen lange U-Haft rechtfertigen würden. Im Fall von Kurt Hättasch könnte es ähnlich sein.

Unmenschlich lange U-Haft

Kurt Hättasch, der 27-jähriger Handwerker und Familienvater sitzt seit zwei fast Jahren in Untersuchungshaft. Die Haftbedingungen als U-Häftling sind meist besonders hart, weil man viele Hafterleichterungen nicht bekommt und die Ungewissheit nicht nur einen selbst, sondern auch die gesamte Familie belastet. Eine U-Haft sollte deshalb in Deutschland maximal sechs Monate dauern, aber Hättsch ist seit November 2024 hinter Gittern. Besondere Umstände würden das laut Oberlandesgericht Dresden rechtfertigen. Hättasch wird wohl bis zum voraussichtlichen Ende seines Prozesses, also etwa bis August 2027, in U-Haft bleiben müssen.

Aufruf des Anwalts

Bis dahin gilt auch für ihn die Unschuldsvermutung, wie sein Anwalt betont, der dazu aufruft, die Distanzierungen von Hättasch einzustellen:

„Wenn man allein schon mal diese Distanzierung wegbekommt, wäre das was gut. […] Zwischen sich nicht distanzieren und kritisch auch so den Prozess gegenüberstehen und Terrorismus gutheißen, gibt's halt auch noch mal ein riesiges Spannungsfeld. Ich glaube, das müssen einige auch erstmal lernen.“


Wer Kurt Hättasch und seine Familie unterstützen will, ist dazu eingeladen, sich sein Hafttagebuch „Fangschuß“ zu kaufen. Der Verkaufserlös geht direkt an die Familie.

Mehr über die Hintergründe zu dem Fall in diesem kurzen Video des "Grimbart Studio": Sächsische Separatisten: Der Fall Kurt Hättasch

Link zur Originalveröffentlichung.

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