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Millionen gegen AfD-Erfolge im Osten

12-08-2026, 08:15

von Thomas Oysmüller

Die Grünen und die Partei Die Linke investieren vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6. September 2026) und Mecklenburg-Vorpommern (20. September 2026) Rekordsummen. Das Ziel ist klar: Die AfD von der Macht fernzuhalten.

Aktuelle Umfragen zeigen die AfD klar in Führung. In Sachsen-Anhalt liegt sie laut INSA (Anfang August 2026) bei 42 Prozent, die CDU bei 22 Prozent, die Linke bei 13 Prozent, die SPD bei 6 Prozent und BSW bei 5 Prozent. Grüne und FDP kommen jeweils auf 4 Prozent und drohen an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern. Ähnlich führt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern. Teilweise steht sogar eine AfD-Alleinregierung im Raum.

Die Grünen werben mit dem Slogan „5 Prozent für die Grünen im Landtag – 0 Prozent AfD-Regierung“. Eine Stimme für sie soll die AfD schwächen und „demokratische Mehrheiten“ ohne sie ermöglichen. Ohne Grüne im Landtag bricht die Brandmauer zusammen.

In Sachsen-Anhalt hat die AfD realistische Chancen auf eine absolute Mehrheit oder zumindest die Möglichkeit, über Enthaltungen anderer Parteien den Ministerpräsidenten zu stellen. Die Grünen waren bei den Wahlen 2024 in Thüringen und Brandenburg aus dem Landtag geflogen und in Sachsen nur knapp eingezogen. Nun drohen die nächsten Debakel.

Millionen gegen AfD

In Sachsen-Anhalt verfügt der Grünen-Landesverband über rund 1,5 Millionen Euro – das höchste Budget seiner Geschichte und mehr als das Doppelte des bisherigen Rekords. Etwa 40 Prozent stammen aus Spenden, fast ausschließlich von Privatpersonen. Der Anteil der Kreisverbände liegt bei etwa 300.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde der ursprünglich mit 350.000 Euro geplante Haushalt auf 800.000 Euro mehr als verdoppelt. Beiträge anderer Landesverbände und verstärkte Spendenaufrufe, darunter Aktionen wie „einpunktmehr“, trugen dazu bei. Das berichtet die Welt.

Bei der Linken sieht es ganz ähnlich aus: 562.000 Euro in Sachsen-Anhalt und 600.000 Euro in Mecklenburg-Vorpommern – ebenfalls Rekord. In beiden Ländern verzeichnet die Partei ein gestiegenes Spendenaufkommen von Privatpersonen. Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern bleibt bei 1,1 Millionen Euro (wie 2021), meldet aber höhere Spendenbereitschaft. Die CDU dort liegt bei etwa einer Million Euro.

Die Mittel kommen aus Mitgliedsbeiträgen, staatlichen Zuweisungen, Transfers anderer Parteiebenen, aber vor allem aus privaten Spenden. Die Parteien berichten von einer deutlich gestiegenen Spendenbereitschaft angesichts der Umfragewerte. Diese Meldung könnte aber Teil einer Spendenlukrierungskampagne sein und die Leute zum Spenden erst recht antreiben.

Ergänzend sammelt die Kampagnenorganisation Campact im „NoAfD-Fonds“ Millionenbeträge. Bis Juli 2026 waren über 2,5 Millionen Euro zusammengekommen. Die Hälfte fließt an lokale Initiativen und Vereine, die andere Hälfte in eigene Anti-AfD-Kampagnen. Man zeigt sich stolz auf die „Zivilgesellschaft“.

Bild Valerina Cappuccina, Lautsprecherwagen auf dem CSD Tübingen 2024 03, CC BY-SA 4.0

Link zur Originalveröffentlichung.

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