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Wüst bringt sich in Stellung: Übernimmt er, wenn Merz stürzt? | NIUS Live

7-08-2026, 08:40

Heute in genau einem Monat ist Wahltag in Sachsen-Anhalt. Sollte die AfD dort wie erwartet stark abschneiden, drohen sowohl SPD als auch CDU handfeste Führungskrisen.

Bei der SPD zittern Parteichef Lars Klingbeil und Bärbel Baas um ihre Posten: Landet die Partei bei der Wahl unter der 5-Prozent-Hürde, rechnen Genossen parteiintern bereits mit Rücktritten an der Spitze. Verschärft wird der Druck durch einen offenen Brandbrief von SPD-Arbeitsgemeinschaften aus Hessen, die der Parteiführung Sozialabbau vorwerfen und einen klaren Kurswechsel fordern. Gleichzeitig kämpft Klingbeil in einem Gastbeitrag für die ZEIT weiter für die „Brandmauer“ gegen die AfD – und für ein Verbotsverfahren.

Auch in der CDU wächst der Unmut über Kanzler Friedrich Merz. Laut einem Bericht des Stern soll es in einer Fraktionssitzung deutliche Kritik an seinem Führungsstil gegeben haben. Merz schiebe die Verantwortung für schlechte Umfragewerte auf die Medien, statt sich selbstkritisch zu zeigen. Hinzu kommen mehrere öffentliche Verwechslungen und Fehler des Kanzlers, die parteiintern für Kopfschütteln sorgen.

Während Merz taumelt, positioniert sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bereits vorsichtig als möglicher Nachfolger. Im Funke-Podcast erklärt er zwar, das Kanzleramt sei „aktuell keine Option“ – lässt sich damit aber alle Türen offen.


Bei NIUS Live die stellv. NIUS-Chefredakteurin Pauline Voss und NIUS-Kolumnist Alexander Kissler mit Moderator Norbert Dobeleit über das Thema.

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