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Sind wir souverän - Maximilian Krah - Ohne Skript und Skrupel
29-09-2026, 11:05
Eine Stunde und zwanzig Minuten mit Maximilian Krah, ungeschnitten. Und ich habe ihm nicht nach dem Mund geredet.
Souveränität. Ich lege ihm meine Recherche hin: dass Amerika im Ersten und Zweiten Weltkrieg nicht der unbeteiligte Retter war, dass wir bei neun von zehn Punkten durchs Raster fallen, dass unsere Pipeline gesprengt wurde. Er widerspricht in keinem Punkt – er sagt selbst, Nord Stream sei mit Wissen und Wollen der Amerikaner gesprengt worden. Und trotzdem will er Amerikas bester Freund werden. Seine Begründung ist die Künstliche Intelligenz: Nur zwei Länder der Welt haben sie, und die Amerikaner haben klargemacht, dass es kein Rosinenpicken gibt. Ich frage ihn, warum dann nicht China. Seine Antwort darauf hat er, wie er sagt, sehr teuer bezahlt.
Der Ukraine-Scam. Wer verliert bei diesem Krieg am meisten? Seine Rechnung: Die Ukrainer verlieren ihre Jungs, während ihre Oberschicht an der Korruption reich wird. Die Amerikaner verkaufen ihre Waffen an uns, wir bezahlen sie für die Ukraine, und nach dem Krieg machen sie die Wiederaufbau- und Rohstoffdeals. Am meisten verliert Deutschland. Ich halte dagegen: 275 Millionen aus Washington, elf Milliarden von uns – und der Rohstofffonds gehört den Amerikanern allein. Dann nennt er die drei Theorien, die in Berlin über Friedrich Merz kursieren. Die dritte kommt aus amerikanischen Regierungskreisen und läuft darauf hinaus, dass die Altparteien auf die Abwahl Trumps hoffen, weil eine andere Regierung in Washington ihnen erlauben würde, was diese ihnen verweigert.
Amthor und der Strandkorb. Warum dieses Video für ihn das erste Mal ist, dass er seinen Rundfunkbeitrag bei guter Arbeit sieht. Und warum aus dem CDU-Tanzvideo kein Ausrutscher wird, sondern eine Diagnose: Leute, die seit dem 17. Lebensjahr nichts anderes kennen, die nirgendwo sonst unterkämen und deshalb bleiben müssen, egal was passiert. Dazu seine Beschreibung der Falle, in der die CDU sitzt – und warum er glaubt, dass sie da nicht mehr herauskommt.
Außerdem: warum er sagt, dass Staatsbürger Staatsbürger bleiben. Was er über das Vorfeld sagt, das ihn dafür angreift. Der Bruch mit Kubitschek und Sellner. Gaza, der Mossad und der 7. Oktober. Und was er als Erstes ändern würde, wenn er eine Woche lang König wäre.
Wieder einmal verkünden westliche Medien und Politiker den großen Umschwung im Ukraine-Krieg. Diesmal sollen es die ukrainischen Drohnenangriffe tief im russischen Hinterland sein, die Russland in die Knie zwingen und den Krieg drehen sollen.
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WeiterlesenWas als Angriff gedacht war, entwickelt sich für die AfD zur Werbeaktion.
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WeiterlesenVor dem Hintergrund des militant-islamischen Anschlags in Berlin, wie groß ist die Gefahr einer religiösen Indoktrination junger Menschen? Antworten gibt die Publizistin und Islamismus-Expertin Sigrid Hermann.
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Der Kampf gegen Extremismus ist eine der wichtigsten Aufgaben des demokratischen Staates. Doch jeder Kampf gegen einen Gegner verändert auch denjenigen, der ihn führt.
Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?
Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?
Das Erstarken der AfD wird gewöhnlich mit Migration, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik erklärt. Die Erfolge der Linken wiederum mit sozialem Protest. All das spielt eine Rolle. Doch hinter der Verschiebung der deutschen Parteienlandschaft liegt noch ein anderer Konflikt – und der ist älter als die aktuellen Krisen.