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Heimatbund traf sich zur 48. Bundesversammlung

Südtiroler Heimatbund 14-04-2026, 17:06 event

Am vergangenen Samstag trafen sich Mitglieder und Freunde des Südtiroler Heimatbundes in St. Pauls zur 48. Bundesversammlung. Obmann Roland Lang eröffnete die Versammlung und begrüßt die Freiheitskämpfer, die Referenten sowie Hans Moser (Kassier des Andreas Hofer Bundes Tirol) und die Vertretung des AHB Deutschland.

Bei der Gedenkminute erwähnt der Obmann namentlich die Freiheitskämpfer Andreas Ladurner und den beiden Puschtra Buibm Sepp Forer und Siegfried Steger, an deren Verabschiedung eine große Abordnung des Südtiroler Heimatbundes teilgenommen hat. Auch des Eucharestinerpaters Dr. Dr. Walter Marzari wurde wegen seiner Tiroler Einstellung gedacht.

„Werte Bundesversammlung! 1969 kam es nach dem Widerstand der Südtiroler Freiheitskämpfer zum Südtirolpaket. Ohne die Freiheitskämpfer wäre es nie zustande gekommen. Auch Magnago erkannte auf der SVP-Landesversammlung von 1976 an, dass es ohne die Taten der Südtiroler Freiheitskämpfer nicht zu einem politischen Lösungsversuch durch das Südtirol-Paket gekommen wäre, erinnerte Lang an den Ursprung des Paketes.

Hart ins Gericht ging Lang mit der sogenannte Autonomiereform, die Schutzbestimmungen für die österreichische Minderheit abbaut. Wenn schon hätten in einer Reform wichtige Themen wie der Schutz unserer Orts- und Flurnamen, Kompetenzen wie die Steuer- und Finanzhoheit, eine eigene Energie-Regulierungsbehörde oder autonome Befugnisse in relevanten Bereichen wie dem Rentensystem, sowie die Stärkung der Rechte unserer Volksgruppen verwirklicht werden müssen.

Es wird nicht einmal versucht, Südtirol stärker abzusichern oder sinnvoll weiterzuentwickeln. Eine Reform, die uns geraubte Kompetenzen wiederherstellen soll, opfert Grundlagen des Minderheitenschutzes und tauscht sie gegen zweitrangige Scheinzuständigkeiten.

Sprachwissenschaftler Dr. Cristian Kollmann begann sein Referat über den Talferpark mit den Ergebnissen seiner Recherche in verschiedenen Archiven, um Nachweise, Pläne, Zeichnungen und Fotos über der Entstehung des Parkes und geht bis ins 15. Jahrhundert zurück, wo er erste Zeichnungen über das Gebiet entlang des Flusses bei der Talferbrücke gefunden hat.

Interessanterweise gibt es über die Errichtung des vielfach genannten „Glyzinientores“ keine Hinweise oder Fotografien, sehr wohl aber Nachweise über das errichtete Bauwerk, dem allmählichen Verfall nach dem 1. Weltkrieg bis hin zur Zerstörung des Tores im Zuge der faschistischen Umgestaltung des gesamten Bereiches um den Talferpark und den Abriss der historischen Gebäude.
Die Faschisten löschten alles Historische um den Park aus, errichteten das Siegesdenkmal und verlegten neue Straßen, entlang derer sie dann Gebäude im sogenannten neoklassizistischem Stil errichteten, welche heute noch das Bild des Bozner Stadtgebietes kennzeichnet, so Kollmann.

Der Andreas Hofer Bund Deutschland wurde 1979 in München gegründet. Der heuer im März wieder bestätigte Obmann Hermann Unterkircher geht in seinem Referat auch auf die Vorgeschichte zur Gründung ein, von der „Volksbewegung Südtirol“ bis hin zum AHB Deutschland.

Der AHB Deutschland finanziert sich vorwiegend aus Spenden und ist Herausgeber der Vereinszeitung „Bergfeuer“, die weltweit verschickt wird. Abschließend äußerte Obmann Unterkircher die Ansicht, dass es sehr wichtig ist, dass die Menschen in Bayern und in Deutschland über die eigentliche politische Situation in Südtirol aufgeklärt und informiert werden.

Breite Zustimmung fand die Ehrung von Maya Mair. Sie wurde 1945 geboren und ist Zeugin einer für Südtirol äußerst sensiblen Zeit. So erlebte sie damals hautnah die 1945 vom italienischen Staat betriebene kolonialistische Einschüchterungspolitik des ‚Siamo in Italia!‘. Nach Sigmundskron 1957 engagierte sie sich für die Familien der Südtiroler Freiheitskämpfer. Sie pflegte Verbindungen zum BAS, wurde verhaftet und entwürdigenden Verhören durch Staatsanwalt Mario Martin in Bozen unterzogen. Ihre einjährige Haftzeit verbrachte sie mit Rosa Klotz und Lina Steger im Gefängnis von Bozen. Obmann Roland Lang und seine beiden Stellvertreter Meinrad Berger und Luis Pixner überreichten Maya für ihre Verdienste ein Geschenk. (Bild).

Stefan Zelger ist Leitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit. In seinem Referat beginnt er mit dem Ziel der Südtiroler Freiheitskämpfer der 60er Jahre, die das „Los von Rom“ erreichen wollten und keine Autonomie. Leider werden die authentischen Stimmen der Freiheitskämpfer immer weniger.

Aber die Beerdigung von Siegfried Steger war eine gewaltige Demonstration, dass nicht allen Südtirolern ihre Heimat und der Einsatz der Freiheitskämpfer egal ist und die Politik die SVP und Kompatscher betreiben, ein Verrat an den Männern ist, die damals ihr Leben für die Heimat eingesetzt haben.
Die Autonomie war damals ein Trostpflaster für Südtirol und gleichzeitig eine Versicherung, die nun leichtfertig von den regierenden Politikern aufgegeben und verkauft wird. Dass es um die angeblich weltbeste Autonomie nicht bestens bestellt ist, macht Stefan Zelger an 5 Punkten fest:

Dem Gebrauch der deutschen Sprache in öffentlichen Ämtern, dem Sprachgruppenproporz im Gesundheitswesen, dem Zuzug von italienischen Ärzten, die Forderung nach einer gemischtsprachigen Schule und die Zuwanderung aus Italien und dem Ausland.

Die Landesregierung von SVP und faschistischen Parteien sind keine Lösung sondern Teil des Problems für Südtirol. Trotzdem wird sich die Süd-Tiroler Freiheit weiter für das Land und seine Leute einsetzen. Sie ist besonders in den sozialen Medien präsent und erreicht so eine sehr große Reichweite und erhält ständig Rückmeldungen und Anregungen. Der Kampf um die Heimat geht weiter und soll im Sinne der Freiheitskämpfer weitergeführt werden, so Zelger abschließend.

Nach einer regen Diskussion dankte der Obmann den Referenten für ihre Vorträge, den Anwesenden für die Teilnahme und mit der Landeshymne endete die 48. Bundesversammlung des SHB.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

https://www.suedtiroler-freiheitskampf.net/heimatbund-traf-sich-zur-48-bundesversammlung/

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