Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Liebe Leserinnen und Leser,

Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.

Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.

Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.

Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.

Geschwister Scholl:Für das Recht, die eigene Meinung in der eigenen Sprache frei zu äußern!

Südtiroler Heimatbund 23-02-2026, 12:50 person, heritage, language

Vor 13 Jahren hat die Gemeinde Bozen den Platz zwischen Romstraße und Triest Straße nach den Geschwistern Hans und Sophie Scholl benannt, die wegen ihrer Tätigkeit in der Widerstandsgruppe Weiße Rose gegen den Nationalsozialismus hingerichtet wurden. 2017 wurde dann endlich auch auf unser Drängen hin eine Stele im Park errichtet, die an die Geschwister Scholl und ihren Einsatz erinnert, so SHB-Obmann Roland Lang.

Die „Weiße Rose“ hat auch einen Tirol-Bezug: Christoph Probst, geboren in Murnau in Bayern, kam im Herbst 1942 zum Medizinstudium nach Innsbruck. Hier wurde der 23-Jährige – seine Frau hatte gerade das dritte Kind geboren – am 19. Februar 1943 als Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ verhaftet.

Die Geschichte der Geschwister Scholl hat für die Jugend in Südtirol eine besondere Relevanz, die über das allgemeine Gedenken hinausgeht. Hier treffen die Werte der Weißen Rose auf eine Region mit einer komplexen eigenen Geschichte zwischen Widerstand und Identität.

Die zentralen Punkte, warum ihr Erbe gerade für Südtirol wichtig ist, sind die Parallelen zum Südtiroler Widerstand. In Südtirol gab es während der NS-Zeit und des Faschismus Widerstandskämpfer, wie zum Beispiel die Mitglieder des Andreas-Hofer-Bundes.

Gemeinsame Werte: Genau wie die Weiße Rose setzten sich Südtiroler Widerstandskämpfer gegen die Unterdrückung der eigenen Kultur und gegen die NS-Ideologie ein.

Das Gewissen: Für junge Südtiroler ist das Beispiel der Scholls eine Brücke, um den Mut der eigenen Vorfahren besser zu verstehen, die sich gegen den Faschismus und die „Option“ (die Umsiedlung unter den Nationalsozialisten) stellten.

Die Bedeutung von Sprache und Freiheit: Die Weiße Rose nutzte das geschriebene Wort (Flugblätter), um Freiheit einzufordern. In der Geschichte Südtirols war die Unterdrückung der deutschen Sprache durch den Faschismus ein zentrales Trauma.

Sophie und Hans Scholl stehen symbolisch für das Recht, die eigene Meinung in der eigenen Sprache frei zu äußern – ein Grundpfeiler der Südtiroler Autonomie heute.

Die Geschwister Scholl lehren, dass Werte wichtiger sind als Grenzen. Sie zeigen, dass man Patriot sein kann (das „andere Deutschland“ liebt), ohne anderen Nationalitäten gegenüber hasserfüllt zu sein. Dies ist ein wichtiges Vorbild für ein friedliches Zusammenleben in einer Grenzregion. Deshalb können wir gewisse verantwortungslose Äußerungen eines Südtiroler Regierungsmitgliedes zu Tirol nur als überholten Nationalismus zurückweisen.

Warum es heute für die Jugend in Südtirol aktuell bleibt: So die Zivilcourage im Alltag. In einer kleinen Gesellschaft wie Südtirol ist der soziale Druck oft hoch. Die Scholls inspirieren dazu, zur eigenen Meinung zu stehen, auch wenn sie unbequem ist.

Der SHB hat wegen anderer Verpflichtungen (Andreas Hofer) bereits am Tag vor der Ermordung von Sophie Scholl, ihres Bruders Hans und Christoph Probst in ehrendem Gedenken an diese tapferen Jugendlichen Blumen an der Stele im Geschwister Scholl Platz in Bozen niedergelegt.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

https://www.suedtiroler-freiheitskampf.net/geschwister-schollfuer-das-recht-die-eigene-meinung-in-der-eigenen-sprache-frei-zu-aeussern/

Ähnliche Nachrichten

Das ist kein Aufruf zur Gewalt, sondern ein Weckruf von Peter Weber an seine Generation.

Weiterlesen

Vor dem Hintergrund der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September äußert sich Stefan Kerth, Landrat für den Landkreis Vorpommern-Rügen und ehemaliges SPD-Mitglied, über Sinn und Unsinn der sogenannten Brandmauer. 

Weiterlesen

Historiker Hubertus Knabe rechnet mit der Aufarbeitung der SED-Diktatur ab: Warum kamen fast alle Täter davon, während die Opfer vergessen wurden? Und welchen Einfluss haben alte Stasi-Netzwerke bis heute auf Politik und Gesellschaft?

Weiterlesen

Neue Stasi-Unterlagen bringen den ehemaligen DDR-Politoffizier und heutigen GdP-Gewerkschafter Sven Hüber in schwere Bedrängnis.

Weiterlesen

In diesem Video spricht Alex über den Umgang mit der AfD.

Weiterlesen

Ein Auftritt, der für Wirbel sorgt: Auf der Wahlkampfbühne von CDU-Ministerpräsident Sven Schulze in Sachsen-Anhalt wirft Komiker Didi Hallervorden Israel offen Völkermord vor und greift dabei sogar die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann an.

Weiterlesen

„Trauerwache Deutschland“ in Frankfurt, wo antifaschistische Fotografen trauernde Familien eingeschüchtert haben, die Angehörige durch rechte Gewalt verloren haben. Diese Aktionen der Linken seien ein Spiegelbild historischer Unterdrückung – auch vonseiten der Mainstream-Parteien.

Weiterlesen

Blackout-Vorsorge: 7 Tipps für Ihre Sicherheit und Ihr Exit-Szenario

Weiterlesen

Die neueste Insa-Umfrage schlägt ein wie eine Bombe: Die CDU stürzt in Mecklenburg-Vorpommern auf sieben Prozent ab. Damit steht plötzlich eine reale Möglichkeit im Raum, die vor Monaten noch undenkbar schien – das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.
 

Weiterlesen
Calendar
«Oktober 2026»
MoDiMiDoFrSaSo
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031 
Wenn der Staat seine Feinde sucht: Die Grenzen der wehrhaften Demokratie

Der Kampf gegen Extremismus ist eine der wichtigsten Aufgaben des demokratischen Staates. Doch jeder Kampf gegen einen Gegner verändert auch denjenigen, der ihn führt.

Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?

Grundgesetz nach Bedarf: Artikel 146 vergessen, Artikel 37 griffbereit

Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?

Der Souverän darf wählen – aber nicht entscheiden

Das Erstarken der AfD wird gewöhnlich mit Migration, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik erklärt. Die Erfolge der Linken wiederum mit sozialem Protest. All das spielt eine Rolle. Doch hinter der Verschiebung der deutschen Parteienlandschaft liegt noch ein anderer Konflikt – und der ist älter als die aktuellen Krisen.