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SSW kritisiert fehlenden Überblick über EURES in Schleswig-Holstein
Südschleswigsche Wählerverband 21-05-2026, 10:43
Die Landesregierung kann keine belastbaren Angaben zur tatsächlichen Nutzung und Wirkung des europäischen Arbeitsmarkt-Netzwerks EURES in Schleswig-Holstein machen. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des SSW hervor. Weder liegen Zahlen zur Nutzung der Angebote vor noch können konkrete Vermittlungserfolge benannt werden.
Der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer, sieht darin ein Problem für die Bewertung des Instruments:
„EURES soll einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Gerade für Schleswig-Holstein mit seiner engen Verflechtung zum dänischen Arbeitsmarkt ist das grundsätzlich ein wichtiges Angebot. Umso erstaunlicher ist, wie wenig belastbare Erkenntnisse über die tatsächliche Nutzung und Wirkung vorliegen“.
Aus der Antwort der Landesregierung geht außerdem hervor, dass weder der Landesregierung noch der Regionaldirektion Nord besondere Schwierigkeiten oder Hemmnisse bei der Nutzung der EURES-Angebote bekannt seien.
„Das passt nicht wirklich zusammen. Wenn selbst die tatsächliche Nutzung und die konkreten Vermittlungserfolge kaum nachvollzogen werden können, sollte man bei solchen Entwarnungen vorsichtig sein“, so Dirschauer.
Die Landesregierung verweist in ihrer Antwort mehrfach auf die Zuständigkeit der Bundesagentur für Arbeit. Christian Dirschauer hält das für sehr kurz gegriffen: „Wer EURES als Beitrag zur Fachkräftesicherung bezeichnet, sollte zumindest nachvollziehen können, ob die Angebote in Schleswig-Holstein tatsächlich ankommen und genutzt werden“, so der SSW-Fraktionschef.
Die kleine Anfrage samt Antwort der Landesregierung kann HIER heruntergeladen werden.
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