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Sybilla Nitsch: Jo zu Olympia als Chance für ganz Kiel
Südschleswigsche Wählerverband 6-03-2026, 10:58 social, event Internationale Beziehungen
Anlässlich der heute vorgestellten Olympia-Informationskampagne von Land und Stadt Kiel erklärt die sportpolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
"Es geht hier um mehr als Segelwettbewerbe und olympisches Flair - es geht um eine Entwicklungschance für Kiel, die die Stadt nachhaltig verändern kann. Insofern begrüßen wir als SSW sowohl die Bewerbung an sich als auch die Tatsache, dass die Kielerinnen und Kieler im Rahmen eines Bürgerentscheides selbst darüber bestimmen dürfen. Schließlich geht es hier um ihre Stadt, ihre Steuern und ihre Zukunft.
Uns ist wichtig, dass bei den anstehenden Planungen nicht nur Schilksee, sondern der gesamte Kieler Norden in den Blick genommen wird. Hier würden Olympische Spiele die Möglichkeit eröffnen, endlich die großen Herausforderungen bei Wohnraum und Infrastruktur anzugehen und spürbar zu verbessern. Wenn das olympische Dorf - wie heute dargestellt - mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung unterstützt und anschließend zu bezahlbaren Wohnungen für die Kielerinnen und Kieler umgebaut wird, wäre das ein echter Gewinn für die Stadt. Ebenso könnten Investitionen in Infrastruktur und Sportstätten, die ohnehin notwendig sind, mit zusätzlichem Rückenwind umgesetzt werden.
Doch wie die meisten anderen Kommunen schwimmt Kiel schon jetzt nicht im Geld. Deshalb ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber absolut transparent zu agieren und Kiel mit den Kosten nicht allein zu lassen.
Unter diesen Voraussetzungen sagen wir Jo zu Olympia in Kiel."
https://www.ssw.de/themen/jo-zu-olympia-als-chance-fuer-ganz-kiel
Die FDP betrachtet Migration vor allem durch die Brille des Arbeitsmarktes. Deutschland altert, Fachkräfte fehlen, also soll mehr qualifizierte Einwanderung stattfinden und weniger unkontrollierte oder sozialstaatlich geprägte Migration. Eine besondere Verpflichtung zur Bewahrung der historisch gewachsenen kulturellen Gestalt Deutschlands kennt dieses Modell nicht; eine staatlich definierte Leitkultur lehnt die Partei sogar ab. Ihre zentrale Schwäche liegt darin, dass ein Land nicht nur Arbeitsmarkt und Rechtsordnung ist – und gesellschaftlicher Zusammenhalt sich nicht automatisch aus Beschäftigung, Steuerzahlung und Verwaltungsregeln ergibt.
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Der Kampf gegen Extremismus ist eine der wichtigsten Aufgaben des demokratischen Staates. Doch jeder Kampf gegen einen Gegner verändert auch denjenigen, der ihn führt.
Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?
Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?
Das Erstarken der AfD wird gewöhnlich mit Migration, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik erklärt. Die Erfolge der Linken wiederum mit sozialem Protest. All das spielt eine Rolle. Doch hinter der Verschiebung der deutschen Parteienlandschaft liegt noch ein anderer Konflikt – und der ist älter als die aktuellen Krisen.