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Bösartig: Stadtregierung plant Windräder in Berlin

13-08-2026, 12:30

von Dr. Peter F. Mayer

Der Berliner Senat treibt Vorbereitung zum Bau von Windparks in den Randbereichen der Stadt voran – und nimmt gesundheitliche Schäden für die Bevölkerung in Kauf. Gebaut werden sie in Wälder, Landschaftsschutzgebiete und Naherholungsflächen.

Was als „Erfüllung gesetzlicher Vorgaben“ verkauft wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Angriff auf die letzten intakten Naturräume der Hauptstadt. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen führt das Verfahren. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung fand vom 10. Juni bis 11. Juli 2025 statt. Derzeit werden die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet. Ein zweiter Beteiligungsschritt ist noch 2026 vorgesehen, der Senatsbeschluss für Mitte 2027. Offizielle Unterlagen und Karten finden sich auf den Seiten der Senatsverwaltung.


Die acht geplanten Windenergiegebiete

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat eine Vorzugskulisse von insgesamt rund 596 Hektar identifiziert, die im weiteren Verfahren auf den gesetzlich geforderten Flächenbeitragswert von etwa 446 Hektar reduziert werden soll. Die Kulisse besteht aus acht Windenergiegebieten mit insgesamt 15 Teilflächen in sieben Bezirken:

  • Blankenfelde/Arkenberge (Bezirk Pankow)
  • Buchholz Nord (Bezirk Pankow)
  • Landschaftsraum Wartenberg/Falkenberg (Bezirk Lichtenberg)
  • Krummendammer Heide (Bezirk Treptow-Köpenick)
  • Rieselfelder Gatow in Spandau
  • Jungfernheide/Tegel in Reinickendorf
  • Teufelsberg im Grunewald (Charlottenburg-Wilmersdorf)
  • Südlicher Grunewald entlang der Avus (Steglitz-Zehlendorf)

Die offiziellen Dokumente und Details zum Verfahren stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Verfügung.

Der Zwang von oben

Rechtlich beruft sich der Senat auf das Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) des Bundes, das Berlin als Stadtstaat verpflichtet, bis Ende 2027 mindestens 0,25 Prozent und bis Ende 2032 0,5 Prozent der Landesfläche als Windenergiegebiete auszuweisen. Das entspricht der Größe des ehemaligen Flughafens Tegel.

Doch der Teufel steckt im Detail: Die vom Senat beauftragte Potenzialstudie von Bosch & Partner und dem Fraunhofer-Institut kam selbst zu dem Ergebnis, dass keine einzige der untersuchten Flächen ein geringes Konfliktrisiko aufweist. Rund 4.000 Hektar – also der allergrößte Teil der Potenzialflächen – wurden mit dem höchsten Konfliktrisikowert 5 oder 6 bewertet. Mit anderen Worten: Es gibt in Berlin schlicht keinen geeigneten Standort, der ohne massive Eingriffe in Natur, Landschaft und Wohnumfeld auskäme. Und genau deshalb greift man nun zu den umstrittensten Flächen überhaupt.

Grunewald, Teufelsberg & Co.: Naturzerstörung im Namen des Klimaschutzes

Obwohl laut rbb24 alle Berliner Waldflächen laut Landeswaldgesetz der bundesweit höchsten Schutzkategorie als Schutz- und Erholungswald unterliegen, hält Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) ausdrücklich am Grunewald als Potenzialfläche fest. Rund 72 Hektar entlang der Avus sowie der Teufelsberg stehen weiterhin in der Planung – trotz massiver Proteste.

Selbst der NABU Berlin, der den Windkraftausbau grundsätzlich unterstützt, warnt unmissverständlich: Windenergieanlagen im Grunewald, in der Tegeler Stadtheide oder der Krummendammer Heide würden den ohnehin stark beanspruchten Berliner Wäldern „massiv schaden“. Auch die ehemaligen Gatower Rieselfelder – ein Landschaftsschutzgebiet von enormer Bedeutung für Artenvielfalt und Erholung – sollen geopfert werden, obwohl der Bezirk Spandau den Standort bereits kategorisch abgelehnt hat.

Die unsichtbare Waffe gegen die Berliner Bevölkerung

Wer glaubt, Windräder seien harmlose „saubere Energie“, irrt gewaltig. Die geplanten Anlagen in den Berliner Randgebieten – bis zu 230 Meter hoch – sind nicht nur eine Naturzerstörung, sondern auch ein direkter Angriff auf die Gesundheit der Anwohner. Die Wirkmechanismen sind inzwischen wissenschaftlich dokumentiert.

Die Schäden sind nicht irgendwelche unbeweisbaren Behauptungen, sondern sogar von Studien deutscher Universitäten (TU Dresden, Universitätsklinikum Mainz)erforscht und bewiesen.

Windparks heizen nachts auf und trocknen Böden aus

Eine im Juli 2026 im renommierten Fachjournal Boundary-Layer Meteorology (Springer Nature) erschienene Studie von Matthias Mauder (TU Dresden) hat systematisch untersucht, wie Windturbinen auf Temperatur, Bodenfeuchte und Energieflüsse einwirken. Die Ergebnisse sind ein Paukenschlag – hier im Detail auf TKP:

  • Nächtliche Erwärmung: Unter stabilen Nachtbedingungen heizen die Turbinen die bodennahe Luft in 2 Metern Höhe um 0,695 K auf, die Oberflächentemperatur stieg sogar um 0,76 K.
  • Bodenaustrocknung: Die Bodenfeuchte sank messbar, bei gesteigertem latentem Wärmefluss von 1,72 W/m² – das bedeutet verstärkte Verdunstung und damit schnellere Austrocknung.
  • Kumulative Folgen: Die Forscher warnen ausdrücklich, dass über längere Trockenperioden der Welkpunkt schneller erreicht wird – mit direkten Folgen für Pflanzenentwicklung, Ernteerträge und Grundwasserneubildung.

Für Berlin, wo die geplanten Standorte ausgerechnet in den klimaregulierenden Wald- und Feuchtgebieten wie Grunewald, Gatower Rieselfeldern und Krummendammer Heide liegen, ist das eine katastrophale Nachricht. Die letzten natürlichen „Klimaanlagen“ der Stadt sollen durch Anlagen ersetzt werden, die nachts nachweislich aufheizen und den Boden austrocknen.

Herzinfarkt vom Windrad: Die Infraschall-Mechanismen

Der zweite Angriff ist unsichtbar und dringt durch Wände: Infraschall – Schallwellen unterhalb von 20 Hz, die das menschliche Ohr nicht hört, die aber als mechanische Druckschwankung auf den gesamten Körper wirken. Die Wirkmechanismen im Überblick sind beängstigend konkret:

Zelluläre Mechanismen

  • Infraschall aktiviert mechanosensitive Ionenkanäle wie PIEZO1 und TRPV4, wodurch vermehrt Kalzium (Ca²⁺) in die Zellen strömt.
  • Erhöhtes intrazelluläres Kalzium führt zu Mitochondrienschwellung, reduzierter ATP-Produktion und der Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) – also oxidativem Stress.

Wirkung auf das Herz

Die experimentellen Daten der Universitätsmedizin Mainz (Arbeitsgruppe Infraschall) sind eindeutig: Auf isoliertes menschliches Herzmuskelgewebe applizierter Infraschall verursachte eine direkte Krafthemmung des vollständig aktivierten Myokards:

  • Bei 10 Hz und 5 % Gewebslänge: Krafthemmung von 18,8 ± 2 %
  • Bei 20 Hz und 10 % Gewebslänge: Krafthemmung von bis zu 32 ± 4 % (p < 0,01)
  • Nach Ende der Beschallung erholte sich die Kraft nur unvollständig – sie erreichte nicht den Ausgangswert.

Der biologische Mechanismus dahinter: Infraschall stört das Calcium-Gleichgewicht im Herzmuskel, hemmt die SERCA2-Pumpe und erhöht dadurch die Bereitschaft zu Arrhythmien durch spontane Kalzium-Freisetzungen und Nachdepolarisationen. Tierstudien bestätigen zeitabhängige Herzfunktionsstörungen, Fibrose und Apoptose von Kardiomyozyten.

Was das für Anwohner bedeutet

Menschen in der Nähe von Windparks berichten seit Jahren über unspezifische Symptome: Herzklopfen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen. Die Mainzer Experimente liefern nun den plausiblen biologischen Mechanismus dafür. Der entscheidende Punkt: Der Mensch kann sich vor Infraschall nicht schützen. Er durchdringt Wände, Gebäude und Gewebe. Es gibt keine Schalldämmung dagegen – anders als bei hörbarem Lärm.

Fazit: Ein Experiment an der Berliner Bevölkerung

Die Berliner Windkraftpläne sind damit nicht nur ein Angriff auf Wälder, Schutzgebiete und das Stadtklima – sie sind ein medizinisches Experiment an den Anwohnern. Die Kombination aus nächtlicher Aufheizung, Bodenaustrocknung und Infraschall-Belastung des Herzmuskels macht die geplanten Standorte in den dicht besiedelten Randbezirken zu einer gesundheitlichen Zeitbombe.

Dass die politische Klasse, die Energiekonzerne und die gleichgeschalteten Medien kein Interesse daran haben, diese Risiken zu thematisieren, liegt auf der Hand: Windkraft ist ein Milliardengeschäft aus Subventionen, Einspeisevorrang und grünen Fonds. Dass dabei die Gesundheit der Berliner Bevölkerung aufs Spiel gesetzt wird, passt nicht ins Narrativ der „sauberen, harmlosen“ Energie.

Link zur Originalveröffentlichung.

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