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Sicherheitspartnerschaft Gaarden: Menschen vor Ort müssen Veränderungen spüren
Südschleswigsche Wählerverband 21-03-2026, 10:26
Zur Beantwortung unserer Kleinen Anfrage in Bezug auf den Sachstand der Maßnahmenumsetzung im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Land in Kiel-Gaarden erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SSW-Ratsfraktion, Ratsmitglied Jaqueline Hörlöck:
„Die Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Land soll helfen, die Drogenproblematik in Gaarden besser zu bewältigen. Wir danken der Stadtverwaltung für die Antwort auf die Kleine Anfrage und nehmen die bisher umgesetzten Maßnahmen wohlwollend zur Kenntnis. Gleichwohl konzentrieren sich viele der bislang umgesetzten Maßnahmen jedoch stark auf den Bereich rund um das Karlstal – etwa durch bessere Beleuchtung, häufigere Reinigung oder verstärkte Kontrollen. Diese Schritte sind grundsätzlich zu begrüßen, dennoch bleibt für viele Menschen im Stadtteil unklar, welche konkreten Veränderungen die Sicherheitspartnerschaft insgesamt bewirken soll. Gleichzeitig darf der Blick nicht nur auf einen einzelnen Bereich fallen: Auch in anderen Teilen Gaardens gibt es Angsträume und Herausforderungen, etwa im Umfeld der Werft oder in weiteren Bereichen des Stadtteils.
Es ist positiv, dass Bewegung in das Thema gekommen ist. Einzelne Anpassungen zeigen, dass Maßnahmen wirken können. Die erweiterten Arbeitszeiten der Sozialarbeit, die sich stärker an der tatsächlichen Situation vor Ort orientieren, sind eine gelungene Anpassung. Hier muss konsequent weitergearbeitet werden. Gleichzeitig darf sich die Stadt nicht allein auf die Sicherheitspartnerschaft verlassen, sondern muss auch darüber hinaus Verantwortung übernehmen. Dazu gehört, den Drogenkonsumraum auf dem Ostufer endlich umzusetzen und insgesamt stärker an Lösungen zu arbeiten, anstatt Probleme nur zu verdrängen. Ebenso wichtig ist es, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen im Stadtteil zu stärken. Businesstreffs für Gewerbetreibende sowie eine bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum können als beispielhafte Maßnahmen einen neuen Fokus schaffen.
Entscheidend ist nun mehr Transparenz über Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse der Sicherheitspartnerschaft. Die Menschen in Gaarden müssen nachvollziehen können, was konkret passiert und welche Verbesserungen angestrebt werden. Gleichzeitig braucht der Stadtteil eine ganzheitliche Entwicklung: Sicherheit, soziale Hilfen, wirtschaftliche Perspektiven und attraktive öffentliche Räume gehören zusammen. Der Drogenkonsumraum und ein Kontaktladen auf dem Ostufer sind nach unserer Auffassung notwendige Einrichtungen, um den Konsumierenden einen sicheren und hygienischen Ort mitsamt Beratungsangeboten zu schaffen und so auch das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken. Nur so kann Gaarden langfristig für alle lebenswerter werden.“
https://www.ssw.de/themen/default-77c0e1d327de596df18becf34a713597
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