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Heimatbund und Risveglio Tirolese, Gedankenaustausch in Bozen
Südtiroler Heimatbund 14-05-2026, 14:03 event
Auf Einladung des Südtiroler Heimatbundes reiste eine Delegation von Risveglio Tirolese am Samstag, den 9. Mai, nach Bozen, um die BAS-Ausstellung über die sechziger Jahre in der Laubengasse zu besuchen und um Gespräche mit dem SHB zu führen.
SHB-Obmann Roland Lang stellte den Heimatbund vor: Der Südtiroler Heimatbund (SHB) ist eine Unabhängigkeitsorganisation, die sich für das Selbstbestimmungsrecht Südtirols und engere Beziehungen zu Österreich einsetzt. Aktivitäten: Er engagiert sich aktiv für ehemalige Aktivisten der 1950er und 1960er Jahre und organisiert Gedenkveranstaltungen, beispielsweise für Sepp Kerschbaumer. Kampagnen: Der Verein macht durch Plakataktionen auf historische Ereignisse aufmerksam, darunter die Teilung Tirols und die Forderung nach doppelter Staatsbürgerschaft. Zuletzt wandte er sich auch gegen die Reform des Pakets, die er als Verlust von Rechten für die Südtiroler ansieht.
Ein Zusammenschluss identitätsbewußter und heimatverbundener Denker und Akteure für die Wiedergeburt Trentino/Südtirols ist Risveglio Tirolese (RT). Wir Mitglieder von Risveglio Tirolese, so der Präsident Franco Beber, sind eine Gruppe von Menschen aus verschiedenen Teilen von Trentino/Südtirols mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen, denen der Erhalt unserer Heimat zwischen Salurn und Ala sehr am Herzen liegt. Wir glauben fest an die Möglichkeit, unsere Heimat im Tiroler Geist wiederzubeleben – für eine bessere Zukunft unserer Kinder und der kommenden Generationen. Wir möchten auch die weitere Aufwertung der Minderheitensprachen Zimbrisch in Lusern, Fersentalerisch im Fersental sowie Ladinisch im Fassatal und deren Verbreitung erreichen.
Historischer Kontext der BAS-Ausstellung: Sie konzentriert sich auf die Ereignisse ab 1918 und insbesondere auf die Feuernacht, die Opfer und Folter der 1960er Jahre bis hin zum zweiten Autonomiestatut und erinnert an alle am Konflikt Beteiligten, der mit der Zerreißung des historischen Tirols und der damit verbundenen unfreiwilligen Angliederung des Gebietes vom Brenner bis Ala an Italien begann.
Die Gäste lauschten aufmerksam den Ausführungen von Dr. Cristian Kollmann, stellten Fragen und zeigten großes Interesse an den historischen Fakten. Dabei fiel auch der Name von Livio Pergol aus Lavis, der damals von den Carabinieri schwer gefoltert wurde.
Nach der Führung tauschten die Beteiligten aus verschiedenen Perspektiven Gedanken über die mögliche Zukunft der Beziehungen zwischen Trient und Bozen aus, die durch eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte verbunden, aber durch die Nationalismen des letzten Jahrhunderts tief gespalten sind.
Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes
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