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Bezirkstag der Vinschger Schützen in Taufers im Münstertal
„Wer nit mit dr Zeit geat, geat mit dr Zeit …“
TAUFERS i. M. – In würdigem Rahmen fand am Samstag, dem 21. März 2026, in Taufers im Münstertal der diesjährige Bezirkstag der Vinschger Schützen statt. Neben dem Gedenken, der Kameradschaft und dem Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr standen auch klare Worte zur Verantwortung gegenüber Heimat, Sprache und Gesellschaft im Mittelpunkt.
Nach der Aufstellung und der Frontabschreitung durch Landeskommandant-Stellvertreter Stefan Liensberger, Pater Urs Maria OSB, Prior des Stiftes Marienberg, sowie die Präsidentin der Bezirksgemeinschaft Vinschgau und Bürgermeisterin von Taufers, Roselinde Gunsch, setzte sich der Festzug in Bewegung. Unter den Klängen der Musikkapelle Taufers und des Vinschger Trommlerblocks marschierten die Teilnehmer zur Pfarrkirche.
In seiner Predigt warnte Pater Urs Maria vor einer falsch verstandenen Toleranz, die im christlichen Europa zunehmend um sich greife. Er mahnte zu Klarheit in den eigenen Werten und zu einem glaubwürdigen Bekenntnis zur christlichen Prägung des Landes.
Nach dem Gottesdienst wurden beim Kriegerdenkmal die Namen der im vergangenen Jahr verstorbenen Schützenkameraden verlesen. Es folgten eine Ehrensalve durch die Ehrenkompanie Schluderns unter dem Kommando von Hauptmann Markus Kofler sowie die Kranzniederlegung. Nach dem Abspielen der Landeshymne marschierte man zurück zur Turnhalle, wo die offizielle Versammlung abgehalten wurde.
Bezirksmajor Hansjörg Eberhöfer konnte dazu neben den bereits genannten Ehrengästen auch den Obmann-Stellvertreter des Südtiroler Heimatbundes, Luis Pixner, die Bezirksmajore Hannes Holzner und Thomas Innerhofer, Major Martin Schönherr vom Bezirk Landeck sowie das Ehrenmitglied des Bezirks Vinschgau, Gerhard Telser, willkommen heißen.
Ein stiller, aber spürbarer Gedanke zog sich durch die gesamte Versammlung: Mit dem Tod von Siegfried Steger ist ein bedeutendes Kapitel Südtiroler Zeitgeschichte zu Ende gegangen. In den Berichten und Grußworten war seine Persönlichkeit ebenso gegenwärtig wie sein Wirken. Verbunden damit wurde auch ein herzliches Dankeschön vom Vinschgau ins Pustertal ausgesprochen.
Im Anschluss berichteten die Bataillonskommandanten Simon Stecher und Peter Raffeiner über die vielfältigen Tätigkeiten des vergangenen Jahres. Als besondere Höhepunkte wurden der Tiroler Ball im Wiener Rathaus sowie die Tiroler Messe im Stephansdom genannt. Dabei, so wurde betont, habe sich der Vinschgau von seiner besten Seite gezeigt und das Land Tirol in der Bundeshauptstadt würdig vertreten. Der Dank galt allen Vereinen und Mitwirkenden, die dazu beigetragen haben.
Über die Tätigkeiten der Jungschützen informierte Referentin Esther Tappeiner. Besonders hervorgehoben wurde das Jungschützenzeltlager in Laas, das bei den Teilnehmern großen Anklang fand. Bezirksmarketenderin Sandra Holzknecht berichtete über die Veranstaltungen der Marketenderinnen, die von einem Besuch der Wanderausstellung „Katakombenschule“ mit Eva Klotz bis hin zu einem Haarsteckkurs reichten.
Schießreferent Markus Kofler blickte auf den Rundenwettkampf und das Alpenregionsschießen zurück, das in Goldrain ausgetragen wurde. Über die Arbeit der Vinschger Trommler berichtete Referent Erich Bernhart. Dabei konnten drei verdiente Trommler mit dem Abzeichen in Bronze und einer mit jenem in Silber für ihre zahlreichen Ausrückungen ausgezeichnet werden.
Eine besondere Tradition im Vinschgau ist die jährliche Auszeichnung zur „Kompanie des Jahres“. Verbunden mit dem Titel ist die Verleihung eines Wimpels. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an die Schützenkompanie Kortsch, deren Einsatz und Fleiß im vergangenen Jahr in besonderer Weise hervorgehoben wurden.
In seiner Ansprache an die vielen neugewählten Offiziere stellte Bezirksmajor Hansjörg Eberhöfer die Frage: Was ist ein Offizier? Die Antwort darauf fiel klar aus: Charakter, Kompetenz und Verantwortung gegenüber Land und Gesellschaft seien die grundlegenden Voraussetzungen. Ein Offizier müsse nicht nur in Tracht Haltung zeigen, sondern auch im Alltag Vorbild sein. Eine gute Führungsperson bilde sich weiter und gehe mit der Zeit. Oder, wie es der Major treffend formulierte: „Wer nit mit dr Zeit geat, geat mit dr Zeit.“
Die Grußworte des Südtiroler Schützenbundes überbrachte Landeskommandant-Stellvertreter Stefan Liensberger. Er verwies dabei auf die nahe Schweiz, wo allen vier Landessprachen derselbe Stellenwert eingeräumt werde. In Südtirol hingegen habe sich trotz des schweren Opfers der Pusterer Buam in ihrem Einsatz für Sprache und Kultur in mancher Hinsicht noch immer zu wenig bewegt.
Auch der Pusterer Bezirksmajor Thomas Innerhofer und der Burggräfler Bezirksmajor Hannes Holzner richteten eindringliche Worte an die Versammlung. Innerhofer erinnerte daran, dass die Pusterer Buam zwar inzwischen alle zu Grabe getragen worden seien, ihre Gesinnung und ihr Werk aber weiterlebten. Holzner wiederum warnte vor politischen Entwicklungen, die aus seiner Sicht nur durch die Gleichgültigkeit vieler überhaupt möglich geworden seien.
Major Martin Schönherr vom Bezirk Landeck unterstrich schließlich die enge Verbundenheit über die Landesgrenzen hinweg und versicherte dem Bezirk Vinschgau die volle Unterstützung aus dem Tiroler Oberland.
Mit dem Absingen der Landeshymne und einem dreifachen Schützen-Heil fand der Bezirkstag der Vinschger Schützen einen würdigen Abschluss.
Zur heute vom Spiegel veröffentlichten Analyse "An Trumps Gas-Tropf" erklärt die energiepolitische Sprecherin, Sybilla Nitsch:
Der Spiegel bestätigt, wovor wir vom SSW seit Jahren warnen:
Mit der Abkehr von Russland hat Deutschland seine energiepolitische Abhängigkeit nicht beendet, sondern durch eine neue ersetzt. Statt Putin ist es jetzt Donald Trump, der Gaslieferungen als geopolitische Waffe gegen Europa einsetzt.
Zur aktuellen Auswertung der Deutschen Umwelthilfe zu den deutschen LNG-Importen erklärt Sybilla Nitsch, wirtschafts- und energiepolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion:
Die Zahlen sind eindeutig: 96 Prozent der deutschen LNG-Importe stammen inzwischen aus den USA. Im Jahr 2025 wurden rund 101 Terawattstunden US-Gas nach Deutschland geliefert – ein Plus von mehr als 60 Prozent binnen eines Jahres.
Das ist nicht Diversifizierung, sondern neue Abhängigkeit. Die heißt jetzt nur nicht mehr Putin, sondern Donald J. Trump - ein Präsident, der offen mit Strafzöllen droht, Bündnisse infrage stellt und außenpolitische Eskalation als Druckmittel gegen Europa nutzt.
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