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Grüner Stahl, rote Zahlen: Deutsche Stahlindustrie steht vor dem Aus | NIUS Live
5-08-2026, 23:43
Die deutsche Stahlindustrie steht vor einer ungewissen Zukunft. Eine neue Analyse der internationalen Beratungsgesellschaft PwC zeichnet ein dramatisches Bild. Droht einer der wichtigsten Industriezweige Deutschlands tatsächlich zu verschwinden? Millionen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an der Stahlbranche, doch steigende Energiepreise, der CO2-Preis und der internationale Wettbewerb setzen die Unternehmen zunehmend unter Druck.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Vision vom „grünen Stahl“, die mit Milliarden an Steuergeldern gefördert wurde, unter den aktuellen Rahmenbedingungen überhaupt realistisch ist. Die PwC-Studie kommt zu dem Schluss, dass Deutschland und große Teile Europas bei der Primärstahlproduktion langfristig kaum noch wettbewerbsfähig sein könnten. Stattdessen sehen die Autoren die besten Voraussetzungen für eine klimafreundliche Stahlproduktion in Regionen mit deutlich günstigeren Energie- und Wasserstoffkosten – etwa in den Golfstaaten oder in Indien.
Wir sprechen über die verschiedenen Zukunftsszenarien der Studie, die Auswirkungen des europäischen CO₂-Preises und des CO₂-Grenzausgleichs sowie die Frage, warum Deutschland selbst im optimistischsten Szenario seine führende Rolle in der klassischen Stahlproduktion verlieren könnte.
Bleibt am Ende tatsächlich nur noch das Recycling von Schrottstahl als bedeutender Teil der heimischen Stahlindustrie?
Bei NIUS Live NIUS-Reporter Julius Böhm und Autor Wolfgang Herles mit Moderator Alexander Kissler über das Thema.
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