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Porsche – Symbol der deutschen Wirtschaft

Die WerteUnion 23-07-2026, 09:55

„Porsche will 5.000 weitere Jobs streichen“ lautet die Headline einer Meldung in ntv. Eine weitere der ungezählten schlechten Nachrichten der letzten Monate und Jahre. Doch ist sie das wirklich? Unser stv. Bundesvorsitzender Michael M. Schwarzer hat da Zweifel.

Porsche ist zweifelsfrei weitaus mehr als „nur“ ein Autohersteller, Porsche ist eine Ikone des Sportwagenbaus, des Rennsports und der deutschen Ingenieurskunst. Unter Wendelin Wiedeking wurde das Stuttgarter Unternehmen auch noch Synonym für grandioses Wirtschaften und schickte sich 2008 an, als vermeinlich kleiner Sportwagenhersteller den Mutterkonzern Volkswagen zu übernehmen. Verrückt, aber herrlich.

Wie es seine Nachfolger fertigbrachten, innerhalb weniger Jahre aus Milliardengewinnen ebenso hohe Verluste zu machen, ist indes kein Geheimnis: Keinem Autohersteller (außer Tesla natürlich) ist es gelungen, aus der blinden Hinwendung zur planwirtschaftlichen Elektromobilität bei gleichzeitiger Ächtung des Verbrenners schadlos herauszukommen. Volkswagen, Mercedes, Audi, Stellantis – alle taumeln am Abgrund der Insolvenz.

Selbst schuld, keine Frage. Man musste weder Prophet noch Wirtschaftsweiser sein, um das Scheitern einer von Ideologen verordneten Technologie vorherzusagen. Man musste nur naiv oder ignorant genug sein, um alles auf eine Karte zu setzen, die aus dem Tal der Ahnungslosigkeit (aka Kanzleramt) gespielt worden war. Dumm ist nur, dass die Automobilindustrie eine Schlüsselrolle in der deutschen Wirtschaft repräsentiert, von der etwa jeder 7. Arbeitsplatz abhängt. Wie so oft, müssen also alle Bürger die Fehlentscheidungen einiger Weniger ausbaden, die im Falle des Scheiterns zudem schäfchenweich fallen und das Auskehren der Trümmer anderen überlassen; Ihnen und mir zum Beispiel.

Nun will Porsche also wieder 5.000 Jobs streichen. Doch was sich auf den ersten Anschein nur wie eine weitere gleichlautende Meldung anhört, an die wir uns schon gewöhnt haben und als Ausdruck der Agonie der gesamtdeutschen Wirtschaft verstehen, verdient einen genaueren Blick.

Der neue Porsche-Chef Michael Leiters, seit einem guten halben Jahr im Amt, will nämlich die Elektroprojekte des Unternehmens konsequent zurückstellen, hat sogar den elektrischen Panamera auf den St. Nimmerleinstag verschoben. Für mich hört sich das so an, dass Herr Leiters der erste amtierende deutsche Automobil-Boss ist, der wieder wirtschaftlich denkt und vor allem auch so handelt. Ob und wie lange er das durchhält, bleibt abzuwarten, das positive Signal aber ist erst einmal da.

Angesichts der Tatsache, dass die Altlasten nicht einfach wegzubeamen sind (so ist Porsche für laufende Verträge aus dem Elektro-Hype seiner Vorgänger mit geschätzt fast einer Milliarde Euro jährlich in der Pflicht), muss gespart werden; und das geht meist nur effektiv über Stellenabbau.

Aber wenn Porsche wieder mal alles richtig macht und den Markt über sein Portfolio entscheiden lässt und nicht die Politik, wenn Leiters den Turnaround schafft und im Idealfall gar Trendsetter wird mit diesem Kurs, dann gibt es tatsächlich wieder Hoffnung. Und zwar nicht nur für Porsche.

Link zur Originalveröffentlichung.

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