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Andreas-Hofer-Landesfeier in Meran: Tirol lebt
MERAN – Die große Landesfeier zum Todestag Andreas Hofers, ausgerichtet vom Südtiroler Schützenbund, fand am Sonntag, 22. Februar 2026, traditionsgemäß in Meran statt. Jahr für Jahr wird hier des Tiroler Freiheitshelden gedacht – und auch heuer vereinte sich ganz Tirol in der Kurstadt.
Nach der Aufstellung der Schützenkompanien, Abordnungen und Ehrengäste sowie der Bauernkapelle Völlan in der Freiheitsstraße erfolgten die Frontabschreitung und der feierliche Abmarsch durch die würdevollen Meraner Gassen zum Andreas-Hofer-Denkmal im Bahnhofspark.
Landeskommandant Christoph Schmid begrüßte die zahlreichen anwesenden Tiroler, Schützen aus allen Landesteilen Tirols sowie die bayrischen Gebirgsschützen. Unter den Ehrengästen befanden sich Abt Philipp Kuschmann OSB, Gedenkredner Christofer Ranzmaier, Landeshauptmann Martin Haberfellner, die Landeskommandanten Thomas Saurer und Enzo Cestari, die Landtagsabgeordneten Myriam Atz, Sven Knoll und Andreas Leiter-Reber, Bürgermeisterin Sonja Plank und Bürgermeister Robert Tschöll, Roland Lang vom Südtiroler Heimatbund, Gemeinderat Reinhard Bauer sowie Ehrenmajor Hubert Straudi.
In seiner Ansprache ging Landeskommandant Schmid auch auf die aktuelle volkstumspolitische Lage ein. Am selben Abend gingen die Olympischen Spiele zu Ende – Wochen, in denen unser Land im Blickpunkt der Welt stand. Millionen Menschen haben auf Tirol geschaut.
„Wir haben diese Gelegenheit genutzt“, so Schmid. „Mit unserer landesweiten Plakataktion ‚Grüß Gott in Tirol‘, mit den großen ‚TIROL‘-Schriftzügen entlang der Hauptverkehrsachsen und mit hunderten Tiroler Fahnen haben wir ein sichtbares, selbstbewusstes und friedliches Zeichen gesetzt.“
Nicht alle hätten diese Botschaft verstanden oder verstehen wollen. Manche hätten versucht, den Südtirolern ihre Tiroler Identität abzusprechen. Doch hoch über Meran thront das Stammschloss Tirol – jenes Schloss, von dem das Land seinen Namen trägt. Und im Bahnhofspark steht das Denkmal Andreas Hofers, jenes Mannes, der für Tirol sein Leben ließ.
„Tirol ist keine Erfindung. Tirol ist keine Marketingidee. Tirol ist gewachsene Geschichte – und wir sind Teil dieser Geschichte“, betonte Schmid. „Niemand wird uns unsere Identität nehmen oder kleinreden. Wir sind Südtiroler und wir sind Tiroler. Beides gehört unzertrennlich zusammen – nicht aus Trotz, sondern aus Überzeugung.“
Den feierlichen Wortgottesdienst zelebrierte P. Philipp Kuschmann OSB, Abt des Stiftes Marienberg. Die musikalische Gestaltung übernahm die Bauernkapelle Völlan.
Die Gedenkansprache hielt Nationalratsabgeordneter Christofer Ranzmaier. In eindringlichen Worten spannte er den Bogen von 1809 in die Gegenwart – und stellte die Frage nach unserer heutigen Verantwortung.
„Andreas Hofer ist nicht nur eine Figur aus Bronze. Er ist eine lebendige Frage an uns alle“, betonte Ranzmaier. Mantua sei kein Sieg gewesen, „aber ein Zeugnis dafür, dass Würde nicht erschossen werden kann“.
Deutliche Worte fand er zur politischen Verantwortung unserer Zeit: „Wer in Österreich Südtirol auf Folklore reduziert, hat weder die Geschichte verstanden noch die Gegenwart begriffen.“ Südtirol sei „kein touristisches Schlagwort“, sondern „gewachsene Heimat – errungen durch Opfer, verteidigt durch Standhaftigkeit und gestaltet mit politischem Mut“.
Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen mahnte er: „Wenn das Aussprechen der simplen Wahrheit, dass Südtirol Tirol ist, als Provokation missverstanden wird, dürfen wir nicht schweigen.“ Identität sei nichts Aggressives, sondern „ein innerer Halt, der verpflichtet – zur Klarheit in der Gegenwart und zum Mut für die Zukunft“.
Abschließend erinnerte Ranzmaier daran, dass Gedenken niemals nur Rückblick sein dürfe: Es sei Auftrag. Oder, wie er in Anlehnung an den Tiroler Landeshelden formulierte: „Mander, s’isch Zeit.“
Die Schützenkompanie Meran feuerte die Ehrensalve ab, ehe die Tiroler Landeshymne erklang und die Kränze niedergelegt wurden. Damit erwiesen die anwesenden Schützen Andreas Hofer und seinen Mitstreitern die höchste Ehrerweisung.
Im Anschluss wurden im Pavillon des Fleurs des Meraner Kurhauses verdiente Schützenkameraden mit den Verdienstmedaillen in Bronze und Silber ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung stellt der Südtiroler Schützenbund jene Persönlichkeiten in den Mittelpunkt, die über viele Jahre hinweg im Sinne des Tiroler Schützenwesens federführend und mit besonderem Einsatz gewirkt haben. Die Laudationes hielten die jeweiligen Bezirksmajore.
Verdienstmedaille in Bronze
- Josef Kirchler, Ahornach
- Werner Kirchler, Ahornach
- Ivan Lezuo, Buchenstein
- Hanskarl Gatterer, Onach
- Hermann Liensberger, Onach
- Leonhard Hochgruber, St. Lorenzen
- Anton Schuster, Olang
- Herbert Eppacher, Rein
- Heinrich Tasser, Rein
- Christian Oberleiter, Uttenheim
- Harald Boscheri, Laag
- Norbert Boscheri, Laag
- Günther Haas, Montan
- Kurt Puintner, Laas
Verdienstmedaille in Silber
- Uwe Frank, Schlanders
- Hubert Frank, Tartsch
- Franz Kammerer, St. Lorenzen
- Josef Wachtler, Pfalzen
- Josef Gruber, St. Pankraz
- Heinrich Pöder, St. Pankraz
https://schuetzen.com/2026/02/22/andreas-hofer-landesfeier-2026/
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