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SSW nach Generationswechsel auf historisch starkem Niveau
Südschleswigsche Wählerverband 17-04-2026, 15:55 Wahlen
Zur heutigen NDR-Wahlumfrage erklärt die Landesvorsitzende des SSW, Sybilla Nitsch:

„Mit 5 Prozent behauptet sich der SSW weiter auf dem hohen Niveau der letzten Landtagswahl. Das ist für uns eine starke Ausgangslage auf dem Weg zur Landtagswahl 2027.
Das Ergebnis zeigt zugleich: Der SSW ist nach dem Generationswechsel an der Spitze von Partei und Fraktion geschlossen, fest verankert und bereit für die kommende Wahl. Als Minderheitenpartei haben wir ganz natürlich auch all jene im Blick, die sich von der Politik abgehängt fühlen.
Diese Umfrage steht im Schatten der bundespolitischen Lage. Der Einbruch von SPD und FDP, die Erstarkung der politischen Ränder und die wachsende Zersplitterung des Parteiensystems zeigen, wie tief die Verunsicherung inzwischen reicht.
Die Verluste der CDU lassen sich nicht nach Berlin wegdelegieren. Sie sind vor allem hausgemacht. Landesmillionen verschwinden bei Northvolt, während der Mittelstand im Land um Luft ringt. Pendler sitzen weiter im Marschbahn-Chaos fest, und Missunde III steht längst für einen Staat, der selbst einfache Projekte nicht mehr sauber auf die Reihe bekommt. Schulen kämpfen mit den Folgen der G9-Rückkehr. Viele Menschen wissen kaum noch, wie sie ihren Alltag finanzieren sollen. Statt zu entlasten, bürdet die Landesregierung ausgerechnet den Studierenden neue Gebühren auf. Wer mit offenen Augen durchs Land fährt, sieht zudem so viele Schlaglöcher wie noch nie. Auch das gehört zur Bilanz nach neun Jahren Daniel Günther.
Viele Menschen haben den Eindruck, dass Politik zu oft für Pressekonferenzen gemacht wird - aber nicht für ihren Küchentisch. Genau daraus wächst Frust. Wenn dann auch noch das Vertrauen in die Fähigkeit sinkt, die wichtigsten Probleme im Land zu lösen, ist das ein ernstes Warnsignal für die Landesregierung.
Der SSW wird bewusst nicht in einen verfrühten Wahlkampfmodus schalten. Die Menschen erwarten zu Recht, dass wir uns jetzt um ihre Probleme kümmern - nicht um Kandidatenküren und Selbstbeschäftigung.
Der SSW steht für einen anderen Kurs: bodenständig, transparent und nah an den Menschen. Wir wollen Politik, die im Alltag funktioniert, statt nur verwaltet zu werden.“
https://www.ssw.de/themen/ssw-nach-generationswechsel-auf-historisch-starkem-niveau
Bei den britischen Kommunalwahlen konnten, die mit der Bayernpartei in der Europäischen Freien Allianz (EFA) verbundenen Partnerparteien SNP und Plaid Cymru hervorragende Gewinne verbuchen.
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Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?
Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?
Das Erstarken der AfD wird gewöhnlich mit Migration, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik erklärt. Die Erfolge der Linken wiederum mit sozialem Protest. All das spielt eine Rolle. Doch hinter der Verschiebung der deutschen Parteienlandschaft liegt noch ein anderer Konflikt – und der ist älter als die aktuellen Krisen.