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Sie wollten seinen Film verbieten – Elon Musk zeigte ihn

25-10-2026, 09:19

Er ist Regisseur, hat über Fernsehserien promoviert und ist Doktor der Literaturwissenschaft. Sein neuer Film erzählt von einem Mann, der migrantische Vergewaltiger tötet, und bekam in Deutschland keine Freigabe fürs Heimkino. Die Begründung der FSK fasst er so zusammen: Der Film „könnte zur Gewalt anregen gegen Migranten“.

Uwe Boll hat mit Hollywood-Stars wie Christian Slater und Ben Kingsley gedreht und zählt sich zu den kommerziell erfolgreichsten deutschen Regisseuren. Mit „Citizen Vigilante“ sorgt er nun für Wirbel wie nie: Fürs Kino ist der Film ab 18 freigegeben, im regulären Handel fehlt er. Dann stellte Elon Musk ihn für 48 Stunden gratis auf X, danach stand er an der Spitze der US-Kaufcharts. Bolls trockener Kommentar: „Muss man schon fast sagen, dank der FSK in Deutschland.“

Sein Protagonist korrigiert „diese Fehler der Regierung, der Politik“, „aber eben leider mit Gewalt“. Boll selbst sagt: „Ich will schon, dass der Rechtsstaat gewinnt, aber ich glaube, so wie wir es jetzt machen, wird der Rechtsstaat verlieren.“ Soziale Marktwirtschaft und Demokratie müsse man erhalten, „aber wir machen alles, um es zu zerstören gerade“. Migration will er „moderat“ stoppen, und wer gewalttätig wird, soll abgeschoben werden.

Über drei Stunden haben wir gesprochen: über die FSK-Entscheidung, die er „wie politische Zensur“ empfindet, über ein Faxgerät, das eine ganze Nacht lang Anlegergeld für seine Filme ausspuckte, über Kevin Costner, der laut Boll fürs Mittagessen seinen Privatjet bezahlt haben wollte, und über den Krieg in der Ukraine: „Wie kann man gegen Frieden sein, nur um zu zeigen, ja, wir haben die dickeren Eier.“
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