Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Mantua 2026

Südtiroler Schützenbund 22-02-2026, 18:55 person, heritage

Rund 400 Schützen setzten in Mantua ein starkes Zeichen für den Tiroler Freiheitskämpfer

MANTUA – In ehrendem Gedenken an den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer richtete heuer der Schützenbezirk Brixen im Auftrag des Südtiroler Schützenbundes die traditionelle Gedenkfeier am Sterbeort des Sandwirts aus. Rund 400 Schützen und Marketenderinnen aus allen Tiroler Landesteilen waren nach Mantua gereist, um am 20. Februar, dem Todestag des Tiroler Freiheitskämpfers, am Andreas-Hofer-Denkmal ein sichtbares Zeichen der Treue zu Glaube, Heimat und Tiroler Identität zu setzen.

Der Einladung von Bezirksmajor Florian Lechner waren zahlreiche Abordnungen sowie Ehrengäste aus Politik und öffentlichem Leben gefolgt. Als Ehrengäste nahmen unter anderem der Landtagsabgeordnete Hannes Rabensteiner, die Bürgermeisterin der Gemeinde Lüsen, Carmen Plaseller, sowie der Präsident des Gemeinderates der Stadt Mantua, Massimo Allegretti, an der Feier teil.

Nach der Ankunft in Mantua erfolgte die gemeinsame Fahrt zur Piazza Porta Giulia, wo sich die Formationen und Ehrengäste aufstellten. Nach der Meldung an den Höchstanwesenden und der Frontabschreitung marschierten die Schützen geschlossen zum Andreas-Hofer-Denkmal im Andreas-Hofer-Park. Die Ehrenformation wurde heuer vom Schützenbezirk Brixen selbst gestellt.

Bezirksmajor Florian Lechner begrüßte im Namen des Bezirkes Brixen und des Südtiroler Schützenbundes die Delegationen sowie die politischen und geistlichen Vertreter. Anschließend zelebrierte Pfarrer Michael Lezuo die Gedenkmesse. Für die würdige musikalische Gestaltung sorgten eine Abordnung der Musikkapelle Latzfons sowie die Musikkapelle Neustift.




Die Gedenkrede hielt der Landtagsabgeordnete Hannes Rabensteiner. In eindringlichen Worten stellte er die Haltung und Standhaftigkeit Andreas Hofers in den Mittelpunkt:

„Ein Mensch kann gefesselt werden. Ein Körper kann fallen. Aber eine Haltung lässt sich nicht erschießen.“ Hofer sei fern seiner Heimat erschossen worden – „nicht als Verbrecher, sondern weil er sich geweigert hatte, sich zu beugen“. Freiheit verschwinde nicht mit einem Knall, sondern mit einem Schweigen. Es gelte daher, wachsam zu bleiben, Identität und Geschichtsbewusstsein zu bewahren und Verantwortung für die eigene Heimat zu übernehmen. „Heimat lebt nicht von Mauern und Geld, sondern von Menschen, die bereit sind, für sie einzustehen“, betonte Rabensteiner.

Im Gedenken an den Sandwirt wurde am Denkmal ein Kranz niedergelegt. Zu seinen Ehren feuerte die Ehrenformation des Bezirkes Brixen eine Ehrensalve ab.

Anschließend begab sich die Delegation zum Palazzo d’Arco, wo Andreas Hofer im Jahr 1810 von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt worden war. Nach den Grußworten der Behördenvertreter folgten die Dankesworte des Bezirksmajors. Auch dort wurde ein Kranz niedergelegt, ehe die Gedenkfeier mit dem Abspielen der Tiroler Landeshymne ihren würdigen Abschluss fand.

Mit der starken Beteiligung von rund 400 Schützen und Marketenderinnen aus allen Landesteilen unterstrich der Schützenbezirk Brixen die lebendige Traditionspflege und das klare Bekenntnis zu jenen Werten, für die Andreas Hofer einst eingestanden war: Glaube, Heimat, Freiheit und Standhaftigkeit.


Ähnliche Nachrichten

Neuer Skandal beim ZDF: Ausgerechnet im eigenen Kabarettformat „Die Anstalt“ sorgt die Jubiläums-Ausgabe zum 100. Mal für einen handfesten Eklat!

Weiterlesen

Eigentlich müssen die Hochschulen so vielen Ansprüchen gerecht werden, dass sie an Attraktivität verlieren, sobald sie versuchen zu sparen.

Weiterlesen

Höcke bietet Wagenknecht das Ministerpräsidentenamt an: Genialer Schachzug oder politischer Fehltritt?

Weiterlesen

Ingeborg Bachmann stellte 1959 fest, dass die Wahrheit dem Menschen zumutbar sei. Heute scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein. Der kollektive Westen, seine Politiker und vor allem seine Medien verweigern der Bevölkerung systematisch die Wahrheit – und zwar nicht nur in Einzelfragen, sondern in den großen geopolitischen Zusammenhängen unserer Zeit.

Weiterlesen

Bundesregierung beschließt neuen Schuldenhaushalt
Zigaretten sollen künftig elf Euro kosten
Antifa-Bündnis rechtfertigt Hetzjagd auf Journaliste.
Opec will den Markt mit Öl fluten
Und: Was heute der „Internationale Tag des Kusses“ bedeutet.

Weiterlesen

Man erzählt uns seit Jahrzehnten, die Vereinigten Staaten seien unser „befreundetes“ Land, unser „Partner“ und „Schutzgarant“. Doch wie kann man jemanden als Freund anerkennen, mit dem wir im Zweiten Weltkrieg in einem erbarmungslosen Krieg standen – und der seit 1945 in zentralen Fragen unsere Handlungsfreiheit einschränkt?

Weiterlesen

Der Wahlerfolg von Stefan Hartung (Freie Sachsen) in Aue-Bad Schlema zeigt neue strategische Möglichkeiten – auch für die AfD – auf, wirft aber zugleich die Frage auf, ob er sein Amt im Falle eines Wahlsiegs überhaupt antreten dürfte. Kritiker befürchten bereits einen weiteren undemokratischen Taschenspielertrick.

Weiterlesen

Kartell-Parteien am Ende - Linkes System austrocknen. Peter Weber im Gespräch mit Stephan Brandner, MdB, AfD

Weiterlesen

Auf Einladung des Südtiroler Heimatbundes reiste eine Delegation von Risveglio Tirolese am Samstag, den 9. Mai, nach Bozen, um die BAS-Ausstellung über die sechziger Jahre in der Laubengasse zu besuchen und um Gespräche mit dem SHB zu führen.

Weiterlesen
Souveränität beginnt mit der Fähigkeit, Nein zu sagen

Durch wessen Augen sieht Deutschland die Welt – und wer bestimmt, was als deutsches Interesse gilt? Sieben Parteien, eine Frage – und sieben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was deutsche Souveränität heute überhaupt bedeutet. Der Vergleich zeigt: Gestritten wird längst nicht nur darüber, wie selbständig Deutschland ist. Umstritten ist bereits, wer im entscheidenden Augenblick das letzte Wort haben soll – Berlin, Brüssel oder das Bündnis.

Wenn der Wähler die „Falschen“ wählt: Sachsen-Anhalt und die Grenzen der Demokratie

Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt zum politischen Testfall für die Bundesrepublik werden. Die AfD liegt in den Umfragen bei über 40 Prozent, und die Möglichkeit einer von ihr geführten Landesregierung ist längst nicht mehr theoretisch. Doch während die Wähler noch nicht abgestimmt haben, bereiten sich Berlin und andere Länder bereits auf genau diesen Fall vor: Wie gehen staatliche Institutionen mit einer demokratisch legitimierten Landesregierung um, der sie politisch und sicherheitspolitisch womöglich nicht zu vertrauen bereit sind?

Der Thüringer Knoten: Vier Akteure und die Grenzen der Brandmauer

In Thüringen geht es längst nicht mehr nur um Mario Voigts Doktortitel oder um den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Björn Höcke. Der Konflikt berührt eine grundsätzlichere Frage: Wer bestimmt in einer parlamentarischen Demokratie, welche Mehrheiten politisch zulässig sind – die Wähler oder die Parteizentralen? Im Zentrum stehen vier Akteure, vier Interessen und eine Parteienordnung, die zunehmend mit ihren eigenen Abgrenzungsregeln in Konflikt gerät.