Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Liebe Leserinnen und Leser,

Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.

Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.

Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.

Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.

Stationäre Grenzkontrollen ohne Effekt - SSW-Abgeordneter fordert Kurswechsel des Bundesinnenministers

Südschleswigsche Wählerverband 6-02-2026, 09:25

Die Zahlen sind eindeutig: Trotz eines grundlegenden Strategiewechsels im September 2024 weg von Ermittlungsarbeit im Hinterland und hin zu stationären Grenzkontrollen bleibt die Zahl der festgestellten unerlaubten Einreisen an der deutsch-dänischen Grenze in den Jahren 2023 bis 2025 konstant niedrig.

„Durch stationäre Grenzkontrollen werden nicht mehr unerlaubte Einreisende aufgegriffen als durch die Ermittlungsarbeit im Hinterland, die die Polizei jahrelang durchgeführt hat. Es zeigt deutlich: Das Problem ist die politische Fehlsteuerung aus Berlin. Was wir hier erleben, ist ein extrem teurer symbolpolitischer Werbestunt der Bundesregierung. Gerade mit Blick auf unsere nördlichste Grenze ist das ein Armutszeugnis für die Strategie des Innenministers. Hier fehlt das Fingerspitzengefühl total“, kritisiert Seidler.

Bereits vor Einführung der stationären Kontrollen war die Zahl der unerlaubten Einreisen an der deutsch-dänischen Grenze bundesweit absoluter Tiefstwert. Trotzdem hat die Bundesregierung den Aufwand massiv erhöht: zusätzliches Personal, Urlaubssperren für Polizistinnen und Polizisten und erhebliche Investitionen in Kontrollinfrastruktur. Allein für den Aufbau und die Ertüchtigung der Grenzinfrastruktur an der deutsch-dänischen Grenze wurden über 400.000 Euro aus Bundesmitteln aufgewendet. Hinzu kommen laufende Personal- und Betriebskosten.

Seidler weiter: „Gerade in einer Grenzregion, die seit Jahren von enger grenzüberschreitender Zusammenarbeit profitiert, sind diese stationären Kontrollen eine enorme Belastung im Alltag, für die Wirtschaft und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.“

Seidler fordert daher ein sofortiges Nachsteuern des Bundesinnenministers:

„Der gleiche Effekt kann günstiger, flexibler und ohne Belastung der Menschen und Unternehmen in unserer Grenzregion erreicht werden. Der Innenminister muss jetzt die Reißleine ziehen und die Mittel in gezielte Ermittlungsarbeit und die Kooperation mit den dänischen Kolleginnen und Kollegen investieren.“

Die Zahlen der Bundesregierung zu festgestellten unerlaubten Einreisen durch stationäre Grenzkontrollen und Hinterlandkontrollen

https://www.ssw.de/themen/stationaere-grenzkontrollen-ohne-effekt-ssw-abgeordneter-fordert-kurswechsel-des-bundesinnenministers

Ähnliche Nachrichten

Erstmals eine ARD-Intendantin vor Gericht: Das Landgericht Berlin lässt die Anklage wegen Untreue gegen die frühere RBB-Intendantin und ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger zu – der Prozess beginnt am 10. November.

Weiterlesen

Peter Weber im Gespräch mit Daniel Matissek, Chefredakteur von Ansage.org

Weiterlesen

Die Berliner Linkspartei will große Wohnungskonzerne vergesellschaften, Bundeskanzler Friedrich Merz will das mit einem Bundesgesetz verhindern. Der Staatsrechtler Rupert Scholz erklärt, welche Möglichkeiten das Grundgesetz bietet und ob Bundesrecht tatsächlich Landesrecht brechen kann. Der Unternehmer und CDU-Politiker Andreas Ritzenhoff übt scharfe Kritik an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung.

Weiterlesen

Zur Vorstellung des Pakets „Kita für Alle“ durch Sozialministerin Aminata Touré und CDU-Fraktionschef Tobias Koch erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

„Es ist richtig, dass die Landesregierung die freiwerdenden Mittel im Kita-System hält und nicht in den allgemeinen Haushalt zurückführt. Dass vorhandene Spielräume genutzt werden, um Kinder besser zu erreichen und Kommunen zu entlasten, ist ein sinnvoller Ansatz.“

Weiterlesen

Deutschland unter dem Druck von Energiekosten und Bürokratie. Wirtschaftliche Instabilität. Der Verzicht auf Souveränität schadet den nationalen Interessen: die Übertragung von Nord Stream an die EU und die fehlende Verantwortung für dessen Zerstörung.

Weiterlesen

Zwölf Jahre war Ralf Schuler Kanzlerkorrespondent der BILD. Er flog im Regierungsflieger mit, beobachtete Merkels Machtspiele aus nächster Nähe — und bekam in all der Zeit kein einziges Merkel-Interview. Weil er nie zur Mannschaft gehörte.

Weiterlesen

Deutschland als Psychiatrie? Warum das Establishment zum Mittäter wurde

Weiterlesen

Politischer Kannibalismus in Berlin: Warum verraten die Partner Friedrich Merz?

Weiterlesen
Calendar
«Oktober 2026»
MoDiMiDoFrSaSo
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031 
Wenn der Staat seine Feinde sucht: Die Grenzen der wehrhaften Demokratie

Der Kampf gegen Extremismus ist eine der wichtigsten Aufgaben des demokratischen Staates. Doch jeder Kampf gegen einen Gegner verändert auch denjenigen, der ihn führt.

Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?

Grundgesetz nach Bedarf: Artikel 146 vergessen, Artikel 37 griffbereit

Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?

Der Souverän darf wählen – aber nicht entscheiden

Das Erstarken der AfD wird gewöhnlich mit Migration, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik erklärt. Die Erfolge der Linken wiederum mit sozialem Protest. All das spielt eine Rolle. Doch hinter der Verschiebung der deutschen Parteienlandschaft liegt noch ein anderer Konflikt – und der ist älter als die aktuellen Krisen.