Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Dezernent*innenstellen sind keine parteipolitischen Trophäen

Südschleswigsche Wählerverband 28-01-2026, 16:00

Die Ratsfraktionen von SSW und CDU sowie die FDP im Kieler Rat zeigen sich maximal irritiert über die heute bekannt gewordenen Personalvorschläge der grün-roten Rathauskooperation zur Besetzung der Dezernate III und V. Der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt, erklärt:

„Mit ihren Vorschlägen für die zwei offenen Dezernent*innenstellen macht die grün-rote Rathauskooperation deutlich, welchen Kurs sie einschlägt: Statt auf eine transparente Bestenauslese setzt sie bewusst auf parteipolitische Besetzungen. Mit dem Einlösen ihrer entsprechenden Ankündigung aus dem vergangenen Jahr bricht die Kooperation ihr eigenes Versprechen. Besonders problematisch ist, dass die Arbeit der extern beauftragten Personalagentur, die mit Steuermitteln finanziert wurde, bewusst ignoriert und die Opposition vollständig aus dem Entscheidungsprozess herausgehalten wurde.

Die SSW-Ratsfraktion lehnt diesen Weg grundsätzlich ab. Wir haben bereits in der letzten Ratsversammlung klar gemacht, dass wir politische Besetzungen von Dezernent*innenstellen nicht mehr mittragen werden – unabhängig von den vorgeschlagenen Personen. Kiel steht vor enormen Herausforderungen und gerade deshalb müssen diese Schlüsselpositionen nach Leistung, Qualifikation und Führungskompetenz besetzt werden; nicht nach Parteibuch. Das Setzen dieses machtpolitischen Zeichens hilft der Stadt an dieser Stelle nicht weiter.

Dieser Kurs ist ein denkbar schlechter Start für die neu formierte Dezernent*innenrunde und wirft auch ein ungünstiges Licht auf den Beginn der Amtszeit des neuen Oberbürgermeisters. Wer Vertrauen in Politik und Verwaltung stärken will, muss auf Offenheit, Professionalität und Glaubwürdigkeit setzen. Wir appellieren an die Ratsmehrheit, diesen Weg zu überdenken und künftig wieder das Wohl der Stadt über parteitaktische Interessen zu stellen.“

Der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Carsten Rockstein, erklärt dazu:

„Wir sind ehrlich gesagt schockiert über die Art und Weise, wie diese Personalentscheidungen getroffen wurden und mit welchen Kandidaten SPD und Grüne ins Rennen gehen. Genau diesen Umgang hatten wir befürchtet – und leider fühlen wir uns nun bestätigt. Das müssen wir als Fraktion erst einmal gründlich verdauen.

Aus Sicht der CDU-Ratsfraktion geht es bei der Besetzung von Dezernentenstellen um zentrale Weichenstellungen für die Zukunft der Landeshauptstadt Kiel, die Sorgfalt, Transparenz und Fachwissen erfordern.“

Rockstein weiter: „Diese Posten sind keine parteipolitischen Trophäen, sondern Schlüsselpositionen für das Funktionieren unserer Stadtverwaltung. Wir werden die vorgeschlagenen Personen und ihre Befähigung nun sehr genau prüfen und erst danach eine abschließende Bewertung abgeben.“

Ratsfrau Christina Musculus-Stahnke (FDP) ergänzt:

„Es geschieht nun genau das, was wir mit dem Stichwort politische Besetzung der beiden Dezernentenposten befürchtet haben. Den grünen Bewerber haben wir noch nicht kennen gelernt, und er befindet sich auch nicht unter den von der Personalauswahl Agentur vorgeschlagenen Personen.

Wir halten dieses Vorgehen für hochgradig fragwürdig und spüren hier die volle Ignoranz von Grünen und SPD, die uns heute Morgen über diese Vorschläge in Kenntnis gesetzt haben.“

https://republics.blog/194-dezernentinnenstellen-sind-keine-parteipolitischen-trophaen.html

Related News

Die WerteUnion kritisiert die Berichterstattung über das Urteil des Hamburger Landesarbeitsgerichts im Fall der Mitarbeiterin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie scharf. Der zugrunde liegende arbeitsrechtliche Sachverhalt wird medial nicht sachlich aufgearbeitet, sondern gezielt politisch und moralisch aufgeladen.

read more..

Zur aktuellen Diskussion um die Besetzung der Dezernentenstellen erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Die vergangene Ratsversammlung hat gezeigt, wie sehr das Verfahren zur Besetzung der offenen Dezernentenstellen die politische Kultur belastet. Noch immer stehen zwei zentrale Verwaltungsposten mit großer Bedeutung für Kiel zur Entscheidung an – in einer Phase angespannter Haushaltslage und großer struktureller Herausforderungen. Statt Vertrauen in ein transparentes und faires Auswahlverfahren zu stärken, ist der Eindruck entstanden, dass parteipolitische Erwägungen eine zu große Rolle spielen. Genau das darf bei der Besetzung von Spitzenämtern einer Stadtverwaltung nicht passieren.

read more..

Zum Vandalismus am Mahnmal der Synagoge in Kiel erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Wer ein Mahnmal für eine zerstörte Synagoge schändet, tritt nicht nur Kerzen und Gedenkzeichen mit Füßen, sondern das Andenken an die jüdischen Menschen, die hier aus dem Stadtbild und aus dem Leben gelöscht wurden. Das ist nicht nur Sachbeschädigung, sondern ein Angriff auf unsere Erinnerungskultur und auf das Selbstverständnis unserer Gesellschaft.

read more..

Nur noch wenige Wochen trennen uns von der Eröffnung der Olympischen Spiele am Freitag, den 6. Februar 2026, in Mailand und Cortina d’Ampezzo (ladinisch: Ampezo).

read more..

BOZEN – Am Samstag, den 18. April 2026, mit Beginn um 17:00 Uhr, findet die 61. Ordentliche Bundesversammlung des Südtiroler Schützenbundes im Waltherhaus in Bozen statt. Zuvor, um 14:00 Uhr, stellen sich die Teilnehmer und Ehrengäste in der Laurinstraße auf. Anschließend marschieren sie zum Bozner Dom, wo ein Gottesdienst gefeiert wird. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Musikkapelle Mareit. Zum Gedenken an die verstorbenen Schützen und Marketenderinnen feuert die Ehrenformation des Schützenbezirkes Südliches Wipptal am Peter-Mayr-Denkmal eine Ehrensalve ab.

read more..

In einem Brief hat der Südtiroler Heimatbund den Bürgermeister der Marktgemeinde Naturns, Herrn Zeno Christanell, über die mit Regionalgesetz vorgesehenen Gebrauch der Trikoloreschleife bzw. des Bürgermeisterkette aufgeklärt. Denn mit der Trikoloreschleife vertretet ein Bürgermeister die römische Regierung, mit dem Medaillon die Gemeindeverwaltung.

read more..

STEGEN/BRUNECK – Die Kehrerbrücke in Stegen wird derzeit neu errichtet. An der bisherigen Brücke befanden sich faschistische Liktorenbündel – das zentrale Machtsymbol des italienischen Faschismus. Nun steht im Raum, dass dieses Symbol an der neuen Brücke erneut angebracht werden soll.

read more..

Auf Landesebene kooperiert die CDU längst mit der Linken, ab Herbst will man noch enger zusammenarbeiten. Da kommt der Faschismus-Vorwurf vom neuen Parteichef ungelegen. Die CDU-Spitze schweigt, Daniel Günther zeigt sich getroffen.

read more..
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission

Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.

Weiterlesen
Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt

Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Weiterlesen
Armut als Herrschaftsinstrument – von Rom bis Radermacher

Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.

Weiterlesen