Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Förderprogramme ersetzen kein Pflegepersonal
Südschleswigsche Wählerverband 6-02-2026, 17:58
Auf eine arbeitslos gemeldete Pflegekraft kommen in Flensburg fast vier offene Stellen. Das zeigt die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des SSW zur Pflegeversorgung in der Stadt Flensburg (Drucksache 20/3936). Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, der Flensburger Abgeordnete Christian Dirschauer:
„Die Zahlen aus der Antwort der Landesregierung zeigen ein bekanntes, aber zunehmend brisantes Bild: In Flensburg wächst die Zahl der Pflegebedürftigen weiter, während die Versorgungsstrukturen nur sehr begrenzt Schritt halten. Besonders deutlich wird das beim Personal. Auf eine arbeitslos gemeldete Pflegekraft kamen zuletzt fast vier offene Stellen. Das ist kein kurzfristiger Engpass, sondern ein strukturelles Warnsignal.“
Zwar habe es in einzelnen Bereichen Fortschritte gegeben – etwa beim Ausbau der Tagespflegeplätze oder bei der finanziellen Förderung. Doch diese Entwicklungen reichten nicht aus, um die wachsenden Bedarfe aufzufangen, so Dirschauer:
„Wenn trotz zusätzlicher Angebote die Zahl der ambulant versorgten Pflegebedürftigen sinkt, zeigt das: Es fehlt nicht an Konzepten, sondern an der notwendigen Dynamik im System.“
Besonders kritisch sei, dass Pflegekräfte in Flensburg laut Landesregierung stark ortsgebunden seien:
„Wer Pflegepersonal gewinnen will, muss die Arbeitsbedingungen vor Ort verbessern. Pendelreserven gibt es hier kaum. Umso problematischer ist es, dass Flensburg im landesweiten Vergleich eine geringe Ausbildungsaktivität aufweist.“
Dirschauer warnt davor, die Folgen dieser Entwicklung stillschweigend auf die Familien abzuwälzen. „Fehlendes Pflegepersonal darf nicht dazu führen, dass Menschen ihren steigenden Pflegebedarf zunehmend durch pflegende Angehörige abdecken müssen. Das ist weder sozial noch nachhaltig – und am Ende ein stiller Rückzug des Staates aus seiner Verantwortung.“
Es brauche deshalb mehr als einzelne Förderprogramme und Modellprojekte, mahnt der Flensburger SSW-Politiker:
„Was Flensburg braucht, ist eine verbindliche, regionale Gesamtstrategie für Pflegepersonal, Ausbildung und Versorgungsstrukturen. Solange Maßnahmen nebeneinander stehen, aber keine spürbare Entlastung erzeugen, verschärft sich das Problem weiter.“
Die kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung: (Drucksache 20/3936)
https://www.ssw.de/themen/foerderprogramme-ersetzen-kein-pflegepersonal
In den letzten 25 Jahren hat sich die Kinderarmut verdreifacht.
Aber nicht etwa in den Entwicklungsländern, nein. Bernd Siggelkow spricht von einem der wohlhabendsten Ländern der Erde: Deutschland.
Weiterlesen„Der gefährlichste Mann Deutschlands“, titelt der Spiegel über Ulrich Siegmund – dabei kann so etwas dem AfD-Shootingstar längst nichts mehr anhaben.
WeiterlesenMERAN – Die große Landesfeier zum Todestag Andreas Hofers, ausgerichtet vom Südtiroler Schützenbund, fand am Sonntag, 22. Februar 2026, traditionsgemäß in Meran statt. Jahr für Jahr wird hier des Tiroler Freiheitshelden gedacht – und auch heuer vereinte sich ganz Tirol in der Kurstadt.
WeiterlesenDie Wirtschaftspolitik der letzten 20 Jahre ignoriert die Fakten
WeiterlesenNoch 26 Tage bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Nun sorgt ein führender Polizeigewerkschafter mit brisanten Aussagen für Aufsehen.
WeiterlesenEr war Politoffizier bei den DDR-Grenztruppen, unterrichtete junge Grenzsoldaten im Sinne der SED-Ideologie und stieg nach der Wiedervereinigung nahtlos in den Bundesgrenzschutz auf. Nach seinen aktuellen Aussagen wirft seine Vergangenheit aber viele Fragen auf.
WeiterlesenNach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner Christopher Street Day stehen Sicherheitspolitik und Verfassungsrecht im Mittelpunkt.
WeiterlesenWer den Ukraine-Krieg verstehen will, darf nicht erst am 24. Februar 2022 beginnen. Man muss zurückgehen: zu den gebrochenen Versprechen der frühen 1990er Jahre, zur NATO-Osterweiterung, zu Maidan, Minsk, Donbass und Istanbul – zu jener Kette von Entscheidungen, die Schritt für Schritt aus einem regionalen Konflikt einen geopolitischen Großbrand gemacht hat.
WeiterlesenNiemals hätte ich mir vorstellen können, dass der Staat BRD so brutal und schonungslos durch seine Justiz seine eigenen Bürger verfolgt, nur weil sie vielleicht Gedanken über eine neue Form des Zusammenlebens austauschten oder wie man sich auf Krisen vorbereitet oder weil sie die Corona-Zwangsmaßnahmen ablehnten oder, oder…
WeiterlesenWerden Sie Teil unserer Community in den sozialen Netzwerken
Durch wessen Augen sieht Deutschland die Welt – und wer bestimmt, was als deutsches Interesse gilt? Sieben Parteien, eine Frage – und sieben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was deutsche Souveränität heute überhaupt bedeutet. Der Vergleich zeigt: Gestritten wird längst nicht nur darüber, wie selbständig Deutschland ist. Umstritten ist bereits, wer im entscheidenden Augenblick das letzte Wort haben soll – Berlin, Brüssel oder das Bündnis.
Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt zum politischen Testfall für die Bundesrepublik werden. Die AfD liegt in den Umfragen bei über 40 Prozent, und die Möglichkeit einer von ihr geführten Landesregierung ist längst nicht mehr theoretisch. Doch während die Wähler noch nicht abgestimmt haben, bereiten sich Berlin und andere Länder bereits auf genau diesen Fall vor: Wie gehen staatliche Institutionen mit einer demokratisch legitimierten Landesregierung um, der sie politisch und sicherheitspolitisch womöglich nicht zu vertrauen bereit sind?
In Thüringen geht es längst nicht mehr nur um Mario Voigts Doktortitel oder um den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Björn Höcke. Der Konflikt berührt eine grundsätzlichere Frage: Wer bestimmt in einer parlamentarischen Demokratie, welche Mehrheiten politisch zulässig sind – die Wähler oder die Parteizentralen? Im Zentrum stehen vier Akteure, vier Interessen und eine Parteienordnung, die zunehmend mit ihren eigenen Abgrenzungsregeln in Konflikt gerät.