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Glücksspiel eindämmen: SSW fordert konsequenteres Vorgehen
Südschleswigsche Wählerverband 17-01-2026, 11:56
Die SSW-Ratsfraktion Kiel setzt sich für eine deutliche Reduzierung von Glücksspieleinrichtungen und eine höhere Vergnügungssteuer für Wettbüros und Spielhallen ein. Zu der Diskussion in der gestrigen Ratsversammlung erklärt Ratsherr Pascal Schmidt, finanzpolitischer Sprecher der SSW-Ratsfraktion Kiel:
„Die SSW-Ratsfraktion hat zur Ratsversammlung am 15.01.26 die Anträge ‚Glücksspielautomaten: Erhöhung der Vergnügungssteuer‘ (Drs. 1109/2025) und ‚Bekämpfung des Glücksspiels‘ (Drs. 1398/2025) eingebracht. Darin wollten wir die Dichte von Glücksspieleinrichtungen in Kiel nachhaltig und deutlich reduzieren sowie die Vergnügungssteuer für Betreiber von Wettbüros und Spielhallen anheben.

Besonderen Fokus haben wir dabei auf den Stadtteil Gaarden gelegt, da mit 207 von 653 rund ein Drittel der gemeldeten Geldspielgeräte im gesamten Stadtgebiet dort zu finden sind. Darüber hinaus ist Gaarden als Schwerpunkt des illegalen Glücksspiels bekannt: Im Dezember 2023 in durchsuchten 170 Polizeibeamt*innen Cafés und Bars in Kiel-Gaarden und beschlagnahmten dabei 58 Spielautomaten.
Wir nehmen die Sorgen und Nöte in Gaarden und in den strukturschwachen Stadtteilen ernst und verschließen unsere Augen nicht. Beim Glücksspiel gewinnt immer die Bank und nutzt Suchterkrankungen aus. Gerade in strukturschwachen Gebieten gefährdet dies Existenzen und schadet unserer Stadt. Wir bedauern daher die Ablehnung unseres Antrages und werden uns im Polizeibeirat für einen aktiveren Kurs gegen das illegale Glücksspiel einsetzen. Wir stehen für ein vielfältiges und lebendiges Kiel ein und werden weiterhin für die Aufwertung Gaardens sowie des Ostufers einstehen.“
https://www.ssw.de/themen/default-3f91a39130de02cf9a9fc1c7cd12b281
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