Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Augenhöhe für junge Menschen!
Südschleswigsche Wählerverband 26-02-2026, 23:52 Politik, Entwicklung
„Jugendbeteiligung darf aber kein „freiwilliger Zusatz“ oder ein Gnadenakt der jeweiligen Kommunalpolitik sein. Wir als SSW sagen ganz deutlich: Wir müssen weg von dieser Abhängigkeit vom „guten Willen“ vor Ort. Wir brauchen flächendeckende, verbindliche Standards. Denn das Recht auf politische Teilhabe, auch schon vor dem Wahlalter, ist kein Privileg, sondern ein Grundpfeiler unserer Demokratie!“
Christian Dirschauer zu TOP 28 - Leitfaden zur Umsetzung der Jugendbeteiligung in Schleswig-Holstein (Drs. 20/4111)
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen – und vor allem:
Moin an die jungen Menschen, die uns heute zuschauen und zuhören!
Wir debattieren heute darüber, wie wir junge Menschen in unserem Land besser beteiligen können. Die Koalition legt uns dazu einen Antrag vor, der viele richtige Worte findet. Ja, Jugendbeiräte leisten einen unschätzbaren Beitrag zur politischen Bildung. Und ja, es ist gut, wenn ehrenamtliches Engagement im Zeugnis gewürdigt wird.
Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen von CDU und Grünen: Ein „Leitfaden“ und eine „Mustersatzung“ sind am Ende des Tages nur bedrucktes Papier. Wenn wir die Jugendbeteiligung in Schleswig-Holstein wirklich zukunftsfest machen wollen, dann reicht es nicht, den Weg zu beschreiben. Wir müssen ihn auch pflastern und die Hindernisse wegräumen!
Bisher ist es in unserem Land leider so: Ob ein junger Mensch seine Stimme einbringen kann, hängt massiv davon ab, in welcher Gemeinde er lebt. Denn es ist den Kommunen freigestellt, ob sie echte Jugendbeteiligung ermöglichen wollen oder nur ein Placebo. Jugendbeteiligung darf aber kein „freiwilliger Zusatz“ oder ein Gnadenakt der jeweiligen Kommunalpolitik sein.
Wir als SSW sagen ganz deutlich: Wir müssen weg von dieser Abhängigkeit vom „guten Willen“ vor Ort. Wir brauchen flächendeckende, verbindliche Standards. Denn das Recht auf politische Teilhabe, auch schon vor dem Wahlalter, ist kein Privileg, sondern ein Grundpfeiler unserer Demokratie!
In unserem Alternativantrag zeigen wir, wie es richtig geht. Wir fordern eine gesetzliche Verankerung eines echten Landesjugendbeirats. Kein Kaffeeklatsch-Gremium, sondern eine Vertretung mit echten Anhörungsmöglichkeiten bei Gesetzen, einem Initiativrecht und einem eigenen Budget für Projekte.
Wir wollen zudem, dass Kinder- und Jugendbeiräte auf kommunaler Ebene gesetzlich verankert werden – inklusive klarer Rede- und Antragsrechte in den Gremien.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie so oft lohnt auch hier der Blick nach Norden.
In Norwegen ist jede Kommune verpflichtet, einen „Ungdomsråd“ wählen zu lassen und die jungen Menschen zu sie betreffenden Themen anzuhören. Da müssen die Kinder und Jugendlichen nicht hoffen und warten, dass ihre Kommune das Thema für ausreichend wichtig erachtet. Nein, da ist es ein Recht der Kinder und Jugendlichen, an demokratischen Prozessen teilzuhaben.
In Dänemark haben mittlerweile etwa 60 von 98 Kommunen einen Kinder- und Jugendbeirat. Wobei insbesondere die Kommune Kopenhagen vormacht, wie es gehen kann:
Hier hat der gewählte Kinder- und Jugendrat ein hauptamtliches Sekretariat, professionell durchgeführte Wahlen, ein festes Budget, um die Arbeit finanzieren zu können und das Recht, der Kommunalpolitik Themen zur Behandlung vorzulegen. Hier können junge Menschen direkt mit Politik und Verwaltung auf Augenhöhe diskutieren. Das stärkt das Vertrauen in die Demokratie und wirkt der Politikverdrossenheit entgegen.
Ein Leitfaden zur Gründung von Beiräten kann ein Anfang sein, aber er ist keine Lösung für die strukturellen Defizite. Ein Leitfaden ist erstmal nur eine Bauanleitung, er hilft nur, wenn man auch die richtigen Bauteile und das passende Werkzeug dafür hat. Und genau diese Werkzeuge fehlen in Ihrem Antrag. Wenn wir junge Menschen ernst nehmen, dann müssen wir ihnen auch echte Macht und Ressourcen geben. Dazu gehört auch ein landesweites Jugendbeteiligungsbudget, über das die Jugendlichen selbst entscheiden. Das ist gelebte Demokratie!
Lassen Sie uns mutig sein. Geben wir der Jugend in Schleswig-Holstein nicht nur ein Handbuch, sondern eine echte Stimme auf allen Ebenen. Ich werbe um Zustimmung für unseren Alternativantrag.
Verzweiflung und Erschrecken bestimmen inzwischen das Denken der Minderheit, die ihre Augen nicht „weit geschlossen“ hält. Ein Blick in die nähere und fernere Vergangenheit Europas zeigt allerdings, dass nicht Erkenntnis und Ethik, sondern Realitätsverweigerung schon lange der wahre Kern der Europäer ist.
WeiterlesenFriedrich Merz gibt beim ZDF-Sommerinterview in seinem Heimat-Sauerland eine Vorstellung, die für Gesprächsstoff sorgt: Statt über Reformerfolge zu sprechen, rechtfertigt sich der Bundeskanzler minutenlang und rastet regelrecht aus über die „ewige Nörgelei“ am eigenen Land. Trotz magerer Zustimmungswerten spricht er plötzlich von „viel Zustimmung im Land“.
WeiterlesenDie nationale Antikorruptionsbehörde NABU und die Spezialstaatsanwaltschaft SAPO haben mit der Operation „Forrest Gump“ eine weitere Ebene der Korruption im engsten Umfeld von Präsident Wolodymyr Zelensky aufgedeckt. Durchsuchungen treffen nun auch die Präsidentenkanzlei selbst. Was die EU allerdings nicht daran hindert weiter unser Steuergeld ins Land zu pumpen.
WeiterlesenWer in Bayern ein Ehrenamt ausübt – ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein oder bei der Blaskapelle –, hält unsere Heimat und Gesellschaft zusammen. Und was fällt den Politikern in Berlin ein? Sie wollen das ehrenamtliche Engagement nun auch noch steuerlich gängeln!
WeiterlesenImmer mehr Menschen rutschen in die Wohnungs- oder Obdachlosigkeit, doch in Schleswig-Holstein mangelt es an handfesten Daten und Leitlinien zum Thema. Die SSW-Fraktion möchte Licht ins Dunkel bringen und fordert die Landesregierung auf, einen Bericht über die Situation wohnungs- und obdachloser Menschen in Schleswig-Holstein vorzulegen (Drucksache 20/4001).
WeiterlesenOLANG – Mit einer beeindruckenden Beteiligung und großer Aufmerksamkeit ist am Freitag, den 20. März 2026, im Kongresshaus Olang die Podiumsdiskussion „Pustertaler Straße – Overtourism – und wir“ über die Bühne gegangen. Rund 350 Besucher füllten den Saal bis auf den letzten Platz und machten damit unmissverständlich deutlich: Die Menschen im Pustertal haben genug von Staus, Überlastung und einem schleichenden Ausverkauf ihrer Heimat.
WeiterlesenVera Weidenbach schrieb einen Leitartikel in der israelischen Zeitung Haaretz und erklärt, dass Deutschland siche weigert, die Zwei-Staaten-Lösung aufzugeben, aber zusieht, wie Israel sie vergiftet. Sie begründet das mit Äußerungen des deutschen Außenministers Wadephul, der erklärte neben seinem israelischen Amtskollegen, die Annexion des Westjordanlandes sei „nicht hinnehmbar“. Das Problem mit den Worten des Ministers sei, dass er rote Linien benenne, die längst überschritten wurden.
WeiterlesenDie AfD ist unter den größeren Parteien die einzige, die das migrationspolitische Grundmodell der vergangenen Jahrzehnte grundsätzlich infrage stellt. Demografische Probleme sollen nicht dauerhaft durch Einwanderung gelöst werden, sondern durch Familienpolitik, höhere Produktivität, Automatisierung sowie eine gezielte und begrenzte Zuwanderung tatsächlich benötigter Fachkräfte. Damit erhebt die Partei nationale, kulturelle und demografische Kontinuität wieder ausdrücklich zum politischen Ziel. Im Unterschied zu den übrigen Parteien beantwortet die AfD die Grundfrage eindeutig: Nicht Deutschland soll sich an unbegrenzte Migration anpassen – die Migrationspolitik soll sich daran orientieren, welchen Charakter Deutschland bewahren will.
WeiterlesenWerden Sie Teil unserer Community in den sozialen Netzwerken
Durch wessen Augen sieht Deutschland die Welt – und wer bestimmt, was als deutsches Interesse gilt? Sieben Parteien, eine Frage – und sieben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was deutsche Souveränität heute überhaupt bedeutet. Der Vergleich zeigt: Gestritten wird längst nicht nur darüber, wie selbständig Deutschland ist. Umstritten ist bereits, wer im entscheidenden Augenblick das letzte Wort haben soll – Berlin, Brüssel oder das Bündnis.
Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt zum politischen Testfall für die Bundesrepublik werden. Die AfD liegt in den Umfragen bei über 40 Prozent, und die Möglichkeit einer von ihr geführten Landesregierung ist längst nicht mehr theoretisch. Doch während die Wähler noch nicht abgestimmt haben, bereiten sich Berlin und andere Länder bereits auf genau diesen Fall vor: Wie gehen staatliche Institutionen mit einer demokratisch legitimierten Landesregierung um, der sie politisch und sicherheitspolitisch womöglich nicht zu vertrauen bereit sind?
In Thüringen geht es längst nicht mehr nur um Mario Voigts Doktortitel oder um den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Björn Höcke. Der Konflikt berührt eine grundsätzlichere Frage: Wer bestimmt in einer parlamentarischen Demokratie, welche Mehrheiten politisch zulässig sind – die Wähler oder die Parteizentralen? Im Zentrum stehen vier Akteure, vier Interessen und eine Parteienordnung, die zunehmend mit ihren eigenen Abgrenzungsregeln in Konflikt gerät.