Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Wohnungslosigkeit darf nicht unter dem Radar laufen

Südschleswigsche Wählerverband 17-01-2026, 11:59

Immer mehr Menschen rutschen in die Wohnungs- oder Obdachlosigkeit, doch in Schleswig-Holstein mangelt es an handfesten Daten und Leitlinien zum Thema. Die SSW-Fraktion möchte Licht ins Dunkel bringen und fordert die Landesregierung auf, einen Bericht über die Situation wohnungs- und obdachloser Menschen in Schleswig-Holstein vorzulegen (Drucksache 20/4001).

Wenn draußen Minusgrade, eiskalter Wind und Schneetreiben herrschen, bricht für die Tausenden Menschen ohne ein Dach über dem Kopf die härteste Zeit des Jahres an. „Wer keinen Platz in einer Notunterkunft ergattern kann, muss hoffen, einen Hauseingang zu erwischen, der zumindest etwas Schutz bietet. Doch das ist kein menschenwürdiges Dasein und kein Zustand, den wir als Gesellschaft so hinnehmen dürfen“, mahnt Christian Dirschauer, Vorsitzender der SSW-Landtagsfraktion.

Er bemängelt, dass es viel zu wenig Wissen über die Situation wohnungs- und obdachloser Menschen im Norden gibt. Deshalb fordert er die Landesregierung auf, einen umfassenden Bericht zu diesem Thema vorzulegen. „Denn wir brauchen dringend ein klareres Bild von der prekären Lage, die immer mehr Menschen erwischt. Wohnungslosigkeit darf nicht unter dem Radar laufen. Wir können uns als Land und Sozialstaat nicht erlauben, bei diesem heiklen Thema nur im Nebel zu stochern.“

Ein großes Problem sei die sehr lückenhafte Datenlage mit hoher Dunkelziffer. Die Erfassung ist in den Studien immer an eine Beratungsstelle gebunden. Jedoch gehen nicht alle Personen, die bei Dritten unterkommen oder sich auf der Straße aufhalten, automatisch in eine Beratungsstelle. Außerdem gibt es immer noch Kommunen, die keine Zahlen melden – ein für Dirschauer „unbegreiflicher Zustand“. Neben den absoluten Zahlen zur Entwicklung Obdach- und Wohnungsloser interessiert Dirschauer auch, wie die Notunterkünfte ausgelastet sind, wie die Hilfs- und Beratungsangebote miteinander vernetzt sind und welche Erkenntnisse es zu Gewaltvorfällen gibt.

Im Übrigen verlangt das Thema auch deshalb mehr Aufmerksamkeit, weil der Bund ein ambitioniertes Ziel verfolgt: Bis 2030 soll die Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Deutschland überwunden werden. So steht es im Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit. Hier erwartet die SSW-Fraktion dringend einen Fahrplan der Landesregierung, wie dieses Ziel erreicht werden soll.

Zum Berichtsantrag:
https://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl20/drucks/04000/drucksache-20-04001.pdf

https://www.ssw.de/themen/wohnungslosigkeit-darf-nicht-unter-dem-radar-laufen

Related News

Zu den heutigen bundesweiten Protesten der Apotheken erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Die flächendeckende Versorgung mit Medikamenten ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Immer weniger Standorte müssen immer mehr Menschen versorgen. Das kann auf Dauer nicht funktionieren - vor allem nicht im ländlichen Raum.

read more..

Während andere in Debatten und Kriegslust versinken, wird Bayern souverän, ruhig und neutral. Eigenverantwortung statt Panik, Vernunft statt Zwang . So geht kluge Politik wie wir Freie Bayern uns das vorstellen.

read more..

Zur Vorstellung des Pakets „Kita für Alle“ durch Sozialministerin Aminata Touré und CDU-Fraktionschef Tobias Koch erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

„Es ist richtig, dass die Landesregierung die freiwerdenden Mittel im Kita-System hält und nicht in den allgemeinen Haushalt zurückführt. Dass vorhandene Spielräume genutzt werden, um Kinder besser zu erreichen und Kommunen zu entlasten, ist ein sinnvoller Ansatz.“

read more..

Landeskommandant Christoph Schmid kritisiert Autonomiereform, Olympia-Darstellung und politische Mutlosigkeit – Ehrenmajore ernannt

Mit deutlichen Worten hat der Südtiroler Schützenbund bei seiner 61. Ordentlichen Bundesversammlung in Bozen mehr politische Führung, mehr Einsatz für die Einheit Tirols und eine unmissverständliche Verteidigung der Autonomie eingefordert. Landeskommandant Christoph Schmid sprach von einem Land, das zunehmend führungs- und orientierungslos wirke, während Bundesgeschäftsführer Egon Zemmer eine kämpferische Bilanz eines arbeitsreichen Schützenjahres zog.

read more..

Elon Musk will uns zu Cyborgs machen, Ray Kurzweil träumt vom Supermenschen, Nick Bostrom philosophiert über KI‑Herrschaft, Max More propagiert Unsterblichkeit, Mark Zuckerberg bohrt unser Gehirn digital auf, Jeff Bezos will uns ins All katapultieren und Bill Gates experimentiert still mit Biotech: Willkommen im Zeitalter der Tech‑Götter. Und wir finanzieren diese Typen auch noch.

read more..

Die Landtagsabgeordnete Sybilla Nitsch sieht Licht und Schatten mit Blick auf die Sanierung der Eiderbrücke in Tönning.

read more..

El president d’Esquerra Republicana valora positivament que el Govern retiri els pressupostos, aprovi un suplement de crèdit i doni temps a la negociació: “Volem donar a Catalunya més eines, més recursos i més competències”

read more..

Zur Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage zur Aufgabenkritik in der Landesverwaltung (Drucksache 20/4120) erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

„Die Landesregierung hat eine Geschäftsstelle zur Aufgabenkritik eingerichtet, diese inzwischen aber schon wieder aufgelöst. Welche konkreten Einsparungen oder strukturellen Veränderungen daraus entstanden sind, bleibt offen. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist laut Landesregierung ausdrücklich nicht geplant.
Das heißt im Klartext: Der Landtag soll glauben, dass optimiert wird – überprüfen darf er es nicht.

read more..

Der Kölner Medienanwalt Carsten Brennecke meldet einen weiteren juristischen Sieg gegen das Potsdam-Märchen von Correctiv. Diesmal ist die extrem linke Kampagnenplattform Campact betroffen, die nun verurteilt wurde, weil sie die Schaudergeschichten von Correctiv weiterverbreitet hat.

read more..
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission

Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.

Weiterlesen
Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt

Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Weiterlesen
Armut als Herrschaftsinstrument – von Rom bis Radermacher

Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.

Weiterlesen