Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Steuersystem endlich ins 21. Jahrhundert bringen!

Südschleswigsche Wählerverband 27-02-2026, 08:57 social, reform

„Familiensplitting statt Ehegattensplitting: Als SSW stehen wir für ein Modell, das nicht den Trauschein, sondern die verschiedenen Familienkonstellationen und vor allem die Kinder ins Zentrum rückt.“

Christian Dirschauer zu TOP 22 - Die Einkommensteuer moderner und familienfreundlicher gestalten: Einführung eines gerechten Familiensplittings (Drs. 20/4102)

Man hat manchmal das Gefühl, unser Steuerrecht stammt aus einer Zeit, in der das Fernsehen noch schwarz-weiß war und das Telefon eine Wählscheibe hatte. Doch während wir im Jahr 2026 leben, klammert sich das Ehegattensplitting immer noch an ein Gesellschaftsbild der 50er Jahre, das schlichtweg nicht mehr zu der Lebensrealität vieler Familien in unserem Land passen mag. Wenn wir heute also über das Steuerrecht sprechen, dann sprechen wir über mehr als nur Zahlen. Wir sprechen darüber, welches Gesellschaftsbild wir im Jahr 2026 fördern wollen. Und wir sprechen darüber, was uns Familien heute wert sind.

Als SSW begrüßen wir den vorliegenden Antrag der SPD ausdrücklich. Denn was hier gefordert wird, deckt sich punktgenau mit dem, wofür wir als SSW schon lange streiten – weg vom starren Ehegattensplitting, hin zu einem gerechten Familiensplitting. Ein Modell, das nicht den Trauschein, sondern die verschiedenen Familienkonstellationen und vor allem die Kinder ins Zentrum rückt.
Denn die Welt hat sich ja weitergedreht. Dass unser Steuersystem das im Jahr 2026 immer noch anders sieht und die kinderlose Ehe gegenüber der unverheirateten Familie privilegiert, ist nicht nur unmodern, es ist schlicht ungerecht. Es ist an der Zeit, dass wir die steuerliche Bevorzugung der Alleinverdiener-Ehe beenden und stattdessen dort unterstützen, wo die Zukunft unserer Gesellschaft liegt: bei den Kindern und den Familien – auch denen ohne Trauschein.

Diese Argumentation ist ja nicht neu, aber sie ist nach wie vor aktuell: Das bisherige System setzt die völlig falschen Anreize. Es zementiert ein traditionelles Rollenverständnis, das wir längst überwunden haben sollten. Insbesondere Frauen werden durch das Ehegattensplitting benachteiligt. Wenn sich Arbeit für den Zweitverdiener – und das sind statistisch eben meistens die Frauen – steuerlich kaum lohnt, dann ist das Gift für unsere Bemühungen in der Gleichstellungspolitik. Und es ist fatal für die Fachkräftesicherung und den Arbeitsmarkt insgesamt.
Darüber hinaus hat die Ausgestaltung des Steuermodells ja auch massive Auswirkungen auf die spätere Rente. Wer heute durch falsche steuerliche Anreize aus dem Erwerbsleben gedrängt wird, landet morgen in der Altersarmut. Das dürfen wir nicht länger hinnehmen!

Als SSW ist unsere Haltung klar: Die Unterstützung des Staates darf nicht länger vom Trauschein abhängen. Der entscheidende Faktor im Steuerrecht müssen die Kinder sein. Und ein Kind ist ein Kind – völlig egal, ob die Eltern einen Trauschein im Schrank liegen haben oder nicht. Ein Familiensplitting, wie wir es fordern, rückt die tatsächliche Erziehungsleistung in den Fokus. Und es schafft ein System, das echte Wahlfreiheit ermöglicht. Da wollen wir doch hin.

Als SSW wollen wir das Steuerrecht insgesamt vereinfachen und sozialer ausgestalten. Das bedeutet: Wir wollen kleine und mittlere Einkommen gezielt steuerlich entlasten. Wir wollen Kinderarmut bekämpfen, indem wir Familien mit geringem Budget direkte steuerliche Vorteile verschaffen. Und ja, wir befürworten ein Ende der Privilegierung von Alleinverdiener-Ehen mit Spitzengehältern, die derzeit noch immer die größten Profiteure des Systems sind.

Tatsache ist: Die „klassische“ Familie ist heute natürlich nach wie vor ein geschätztes Modell. Aber sie ist eben nur noch ein Modell von vielen. Wir haben Patchwork-Familien und eine wachsende Zahl von Alleinerziehenden. Gerade diese Gruppe – oft am Limit ihrer Kräfte – wird vom aktuellen System im Regen stehen gelassen. Ein modernes Familiensplitting muss genau hier greifen. Wer alleine Kinder großzieht, braucht keine warmen Worte, sondern eine spürbare Entlastung im Portemonnaie.

Unser Steuersystem darf daher endlich auch gern im 21. Jahrhundert ankommen. Lassen Sie uns Gerechtigkeit für alle Familien schaffen, egal wie sie zusammenleben! Der SSW wird dem Antrag daher zustimmen

https://www.ssw.de/themen/steuersystem-endlich-ins-21-jahrhundert-bringen

Ähnliche Nachrichten

Wer die Wahrheit nicht hören will, der muss sie mit großen Worten bekämpfen. Es geht aber um unsere Heimat Südtirol, deshalb können wir zu den Vorwürfen der Südtiroler Volkspartei gegen die Aussagen des SHB nicht schweigen, so Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes. So wie die SVP den Südtirolern vor Jahrzehnten das Bild der weltbesten Autonomie vorgaukelte, spricht sie jetzt bei der Autonomiereform großspurig von der „bedeutendsten Weiterentwicklung unseres Statuts seit Jahrzehnten“.

Weiterlesen

Anlässlich der heutigen Beratungen im Wirtschaftsausschuss zur Missunde III erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

„Die Landesregierung bekommt bei der Missunde III seit Jahren weder einen verlässlichen Zeitplan noch einen verlässlichen Betrieb hin. Und trotzdem wurde im Ausschuss noch so getan, als seien Zweifel am Osterstart überflüssig. Nun ist auch dieser Termin geplatzt und wieder kann niemand sagen, wann der Regelbetrieb tatsächlich beginnt.

Weiterlesen

Die Tatsache, dass sich der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion über deutsches Recht hinwegsetzt und ein Gesetz bricht, für das er selbst votiert hat, kann man als blanken Hohn oder zutiefst arrogante Heuchelei verstehen. Unstrittig ist nur, dass sie einen sofortigen Rücktritt unabdingbar macht, und zwar einen Rücktritt von allen politischen Ämtern

Weiterlesen

Markus Krall spricht die Dinge aus, die in den Medien verschwiegen werden!

Weiterlesen

Serdar Somuncu ist der Endgegner. Rhetorisch gesegnet, präzise wie ein Skalpell — und er sagt Dinge, für die andere gecancelt werden. Hinter der scharfen Klinge steckt ein Mensch, der mehr preisgibt als je zuvor — dieses Gespräch war Therapie, Witz und Konfrontation zugleich.

Weiterlesen

Die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Jessica Miriam Schülke berichtet von der Überprüfung ihrer Oberbürgermeisterkandidatur und diskutiert die Folgen solcher Verfahren für künftige Wahlen.

Weiterlesen

Infostand der WerteUnion Partei – Kreisverband Stuttgart

Für unsere Heimat. Für unsere Zukunft. Für unsere Werte.

Weiterlesen

"Das ist eine komplette Farce!": Heizungsgesetz sogar vom eigenen Aufsichtsrat verrissen

Weiterlesen

Neue Berichte über eine bevorstehende russische Provokation gegen Polen sind (wieder einmal) Fake News aus dem Deep State Apparat. Eigentlich strebt Russland eine Normalisierung der Beziehung an, dramatischer ist zugleich der sich zuspitzende Konflikt zwischen Polen und der Ukraine.

Weiterlesen
Souveränität beginnt mit der Fähigkeit, Nein zu sagen

Durch wessen Augen sieht Deutschland die Welt – und wer bestimmt, was als deutsches Interesse gilt? Sieben Parteien, eine Frage – und sieben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was deutsche Souveränität heute überhaupt bedeutet. Der Vergleich zeigt: Gestritten wird längst nicht nur darüber, wie selbständig Deutschland ist. Umstritten ist bereits, wer im entscheidenden Augenblick das letzte Wort haben soll – Berlin, Brüssel oder das Bündnis.

Wenn der Wähler die „Falschen“ wählt: Sachsen-Anhalt und die Grenzen der Demokratie

Am 6. September könnte Sachsen-Anhalt zum politischen Testfall für die Bundesrepublik werden. Die AfD liegt in den Umfragen bei über 40 Prozent, und die Möglichkeit einer von ihr geführten Landesregierung ist längst nicht mehr theoretisch. Doch während die Wähler noch nicht abgestimmt haben, bereiten sich Berlin und andere Länder bereits auf genau diesen Fall vor: Wie gehen staatliche Institutionen mit einer demokratisch legitimierten Landesregierung um, der sie politisch und sicherheitspolitisch womöglich nicht zu vertrauen bereit sind?

Der Thüringer Knoten: Vier Akteure und die Grenzen der Brandmauer

In Thüringen geht es längst nicht mehr nur um Mario Voigts Doktortitel oder um den öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sahra Wagenknecht und Björn Höcke. Der Konflikt berührt eine grundsätzlichere Frage: Wer bestimmt in einer parlamentarischen Demokratie, welche Mehrheiten politisch zulässig sind – die Wähler oder die Parteizentralen? Im Zentrum stehen vier Akteure, vier Interessen und eine Parteienordnung, die zunehmend mit ihren eigenen Abgrenzungsregeln in Konflikt gerät.