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Missunde III: Planungsfehler werden zur Dauerbelastung für die Region
Südschleswigsche Wählerverband 26-03-2026, 12:07
Anlässlich des heutigen Berichts der Landesregierung im Wirtschaftsausschuss zum Stand der Missunde III erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
"Die Missunde III ist längst mehr als ein verzögertes Infrastrukturprojekt. Sie steht exemplarisch für eine Planung, die zentrale Fragen nicht vorab klärt, sondern erst dann reagiert, wenn Probleme längst eingetreten sind.
Von Anfang an fehlte eine belastbare Grundlage. Es gab keine fundierte Untersuchung zum tatsächlichen Bedarf für eine größere Fähre. Trotzdem wurde ein deutlich größeres Schiff geplant. Die Folgen sind bekannt: technische Probleme beim Anlegen, jahrelange Verzögerungen und eine Kostenentwicklung, die sich inzwischen mehr als verdoppelt hat.
Besonders schwer wiegt, dass selbst grundlegende Fragen des Betriebs bis heute nicht geklärt sind. Wenn jetzt im Ausschuss deutlich wird, dass zentrale Kostenfaktoren wie Personalbedarf und reale Betriebskosten erst im laufenden Betrieb ermittelt werden sollen, ist das kein pragmatischer Ansatz, sondern ein strukturelles Problem. Wirtschaftlichkeit lässt sich nicht seriös bis 2049 berechnen, wenn die Kostenbasis im Jahr der geplanten Inbetriebnahme noch unklar ist.
Hinzu kommt, dass die Menschen vor Ort die Konsequenzen direkt spüren. Steigende Betriebskosten könnten zu höheren Ticketpreisen führen. Damit droht genau das Gegenteil dessen, was ursprünglich versprochen wurde: kein effizienterer Betrieb, sondern eine zusätzliche Belastung für die Nutzer.
Die Missunde III zeigt, was passiert, wenn Projekte auf Annahmen statt auf belastbaren Grundlagen gebaut werden. Entscheidend ist jetzt nicht, die Verantwortung weiterzureichen, sondern endlich für einen verlässlichen, funktionierenden Betrieb zu sorgen – ohne die Kosten am Ende bei den Menschen vor Ort abzuladen."
https://www.ssw.de/themen/missunde-iii-planungsfehler-werden-zur-dauerbelastung-fuer-die-region
„Es wird Zeit, dass wir ins Handeln kommen bei der Reform des Schulbegleitungssystems, dass die rechtskreisübergreifenden Lösungen zum Standard werden und nicht die Ausnahme bilden, dass Inklusion von den Schulen selbst gemanagt und professionell umgesetzt werden kann. Und das bedeutet eben Inklusion für alle Kinder, in den Unterrichtsstunden am Vormittag ebenso wie in den Freizeitangeboten am Nachmittag.“
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Weiterlesen"Ich will gewinnen" - diesen Satz schrieb ich vor kurzem auf eine Aktionsliste, aber es hätte überall gepasst. Ich habe den Eindruck, dass die meisten politischen Aktionen (es gibt Ausnahmen - ein Glück!) schon von ihrer Planung und den konkreten Handlungen das behauptete und von manchen wohl auch erwünschte Ziel gar nicht erreichen können.
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Der Kampf gegen Extremismus ist eine der wichtigsten Aufgaben des demokratischen Staates. Doch jeder Kampf gegen einen Gegner verändert auch denjenigen, der ihn führt.
Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?
Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?
Das Erstarken der AfD wird gewöhnlich mit Migration, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik erklärt. Die Erfolge der Linken wiederum mit sozialem Protest. All das spielt eine Rolle. Doch hinter der Verschiebung der deutschen Parteienlandschaft liegt noch ein anderer Konflikt – und der ist älter als die aktuellen Krisen.