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Berlin-Blackout: Jetzt wird der Wegner-Skandal zum Merz-Skandal | NIUS Live

13-07-2026, 18:53

Kai Wegner zieht seine Kandidatur für die kommende Berlin-Wahl zurück, bleibt aber im Amt. Doch damit ist die Stromausfall-Affäre noch lange nicht vorbei. Im Gegenteil: Jetzt gerät ausgerechnet Bundeskanzler Friedrich Merz ins Zentrum eines immer größer werdenden Lügen-Skandals. Denn zwischen dem Kanzleramt und der Berliner Senatskanzlei tobt ein offener Widerspruch: Gab es nun ein persönliches Telefonat zwischen Merz und Wegner während des verheerenden Stromausfalls im Januar – oder nicht?

Monatelang hatte das Kanzleramt gegenüber Medien wie dem Tagesspiegel und der dpa bestätigt, es habe mehrere persönliche Gespräche zwischen den beiden CDU-Politikern gegeben. Am Tag, an dem Wegner seinen Rückzug von der Spitzenkandidatur verkündet, dann die plötzliche Kehrtwende: Kein persönliches Gespräch habe stattgefunden, weder telefonisch noch persönlich. Kurz darauf schießt die Berliner Senatskanzlei zurück mit einer verblüffend präzisen Angabe: Datum, Uhrzeit, sogar die genaue Dauer des angeblichen Telefonats werden öffentlich gemacht.

Wer lügt hier – und warum? Bei NIUS Live rekonstruieren wir anhand einer minutiös aufgearbeiteten Chronologie, wie sich die Aussagen von Kanzleramt und Senatskanzlei über Monate immer wieder widersprochen haben. Wir zeigen, warum das Kanzleramt die Berliner Senatskanzlei offenbar gezielt vor Presseanfragen warnte, wieso diese Warnung erst durch ein Gerichtsverfahren ans Licht kam und welche politischen Motive hinter dem mutmaßlichen Täuschungsmanöver stecken könnten.

Eine Geschichte über Vertrauen, Verantwortung und die Frage, wie ehrlich Deutschlands Spitzenpolitik mit einem Terroranschlag auf die eigene Hauptstadt umgegangen ist.
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