Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Liebe Leserinnen und Leser,
Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.
Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.
Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.
Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.
Gibt es Gewaltenteilung in Deutschland? Oder kontrollieren die Kontrolleure sich selbst?
18-08-2026, 10:34

von Jochen Mitschka
Spätestens seit der Corona-Krise ist vielen Menschen bewusst geworden, dass die Gewaltenteilung eigentlich nur auf dem Papier steht. Und dieses Gefühl basiert auf Fakten.
Die Parteien als Erben der „volonté générale“
Justiz: kontrolliert von denen, die sie kontrollieren soll
Exekutive und Legislative: verschmolzen durch Fraktionsdisziplin
Aus dem freien Mandat werde Fraktionszwang, aus der vorgesehenen Gewaltenteilung zwischen Regierung und Parlament eine faktische Gewaltenverbindung von Regierung und Mehrheitsfraktionen.
Was der Souverän nicht entscheiden darf
Diese Konstruktion wird besonders sichtbar bei den Fragen, die dem Wahlvolk in Deutschland grundsätzlich entzogen sind. Das Grundgesetz sieht auf Bundesebene keinen Mechanismus für Volksabstimmungen vor – mit der einzigen Ausnahme von Artikel 29, der sich auf die Neugliederung des Bundesgebiets beschränkt. Über Krieg und Frieden, also über Auslandseinsätze der Bundeswehr, entscheidet formal der Bundestag im Rahmen des sogenannten Parlamentsvorbehalts. Das klingt nach einer echten Kontrolle – ist es aber nur dann, wenn die Fraktionsdisziplin einmal aussetzt. Da Koalitionsfraktionen ihre Position in aller Regel vor der Abstimmung intern verabreden, ist das Ergebnis häufig entschieden, bevor der Bundestag überhaupt zusammentritt.
Das „Primat der Politik“: Herrschaft auf Zeit gegen den Volkswillen
Die großen historischen Entscheidungen der Bundesrepublik – Merkel nannte explizit die Wiederbewaffnung, die Ostverträge, den NATO-Doppelbeschluss, die Einführung des Euro und die Auslandseinsätze der Bundeswehr – „hatten keine demoskopische Mehrheit, als sie gefällt wurden“. Fast alle diese Weichenstellungen, so die damalige Bundeskanzlerin, „sind gegen die Mehrheit der Deutschen erfolgt“.
Die Aufgabe der Politik sei es in einer repräsentativen Demokratie, so Merkel, Entscheidungen zu fällen und dann innerhalb der Legislaturperiode „für diese Entscheidungen zu werben und damit Meinungen zu verändern“. Man müsse nur lernen, wie viel „Überzeugungskraft gegebenenfalls notwendig ist, um ein wichtiges, notwendiges Projekt durchzusetzen“. Merkel nannte dieses Vorgehen das „Primat der Politik“ und forderte, daran festzuhalten.
„Marktkonforme Demokratie“: Parlamentsrechte als Verhandlungsmasse
Hier muss der Artikel aus Formatgründen enden, aber es gäbe noch viel mehr dazu zu schreiben, z.B. darüber dass es keine Umsetzung der Gebote und Verbote des Grundgesetzes im Strafrecht gibt, wodurch Politiker da facto Immunität gegen Verstöße gegen das höchste deutsche Gesetz erhalten.
Fazit
Bild: Screenshot, über Video, welches DIE THEORIE der Gewaltenteilung beschreibt.
Das Projekt des digitalen Zentralbankgeldes stockt, auch in der EU. Doch die Bürokraten verhandeln und planen weiter. Ein internes Papier soll festhalten, dass der digitale Euro nicht „programmierbar“ sein soll. Dahinter dürfte sich jedoch eine Finte verstecken.
WeiterlesenNach dem islamistischen Anschlag auf dem CSD in Berlin, scheint die Bundesregierung es nicht für nötig zu halten, Gegenmaßnahmen einzuleiten, nun greifen die USA ein!
WeiterlesenRainer Wendt bei Moritz Schwarz über einen langsamen Staat und Parteien, die ihn für sich nutzen Rainer Wendt war über 40 Jahre Beamter und bis April 2026 Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft.
WeiterlesenZur Mai-Steuerschätzung und den angekündigten Belastungen für den Landeshaushalt erklärt der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:
„Die wirtschaftliche Lage ist ernst. Die schwächere Konjunktur, internationale Krisen und die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus treffen Schleswig-Holstein spürbar. Die aktuellen Zahlen zeigen das deutlich.
Was am CERN gerade tatsächlich geschieht, ist kaum zu fassen. Und die Medien schweigen wie immer...
Weiterlesen„Am Ende ist doch Buchenwald möglich“ – mit solchen emotionalen Zitate schockierte Kabarettist Hape Kerkeling den Thüringer Landtag.
WeiterlesenKaum klettern im Sommer die Temperaturen nach oben, ist sie zurück: die alljährliche Debatte um sogenannte Hitzetote. Fast 10.000 Menschen sollen laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts bereits in diesem Jahr durch die Hitze gestorben sein.
WeiterlesenHessencamp gegen Holoch: Der Kampf um Bildung und die Zukunft Deutschlands
WeiterlesenRede des SSW-Fraktionsvorsitzenden Mats Rosenbaum zu TOP 9: Resolution zur Beibehaltung des Berichtswesens über den Schutz und die Förderung nationaler Minderheiten an die Landesregierung und den Landtag Schleswig-Holstein-RV 24/2026
WeiterlesenWerden Sie Teil unserer Community in den sozialen Netzwerken
Der Kampf gegen Extremismus ist eine der wichtigsten Aufgaben des demokratischen Staates. Doch jeder Kampf gegen einen Gegner verändert auch denjenigen, der ihn führt.
Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?
Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?
Das Erstarken der AfD wird gewöhnlich mit Migration, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsendem Misstrauen gegenüber der Politik erklärt. Die Erfolge der Linken wiederum mit sozialem Protest. All das spielt eine Rolle. Doch hinter der Verschiebung der deutschen Parteienlandschaft liegt noch ein anderer Konflikt – und der ist älter als die aktuellen Krisen.