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Nach Marschbahngipfel auf Sylt: SSW drängt auf Umsetzung und gesicherte Finanzierung
Südschleswigsche Wählerverband 22-04-2026, 10:02 development
Die Ergebnisse des heutigen Marschbahngipfels auf Sylt kommentieren der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler und die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion Sybilla Nitsch wie folgt:
Stefan Seidler:
„Die Ergebnisse bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück, auch wenn sie ein Schritt in die richtige Richtung sind. Die Devise lautet offenbar: 15 Minuten mehr Fahrzeit und dann vielleicht pünktlich. Das ist trostlos. Gerade auch für die Menschen vor Ort, die von der Strecke abhängig sind.
Als SSW haben wir auf Bundes- und Landesebene immer wieder klargemacht: Die Menschen vor Ort können nicht länger vertröstet werden. Die Marschbahn ist die unverzichtbare Lebensader für unsere Westküste und Sylt. Wer hier weiter auf Zeit spielt, verkennt die Realität im Norden.
Umso unverständlicher ist es, dass die Bundesregierung hier weiter mit angezogener Handbremse agiert. Das Land muss in Vorleistung gehen, um überhaupt Bewegung reinzubringen. Der Bund wäre darum jetzt am Zug: Die Finanzierung im Bundeshaushalt absichern, einschließlich der Kostenerstattung der vom Land vorfinanzierten Schritte. Bisher gilt leider: große Runde, kleine Ergebnisse. Konkrete Zusagen? Fehlanzeige. Der Auftritt der Bundesregierung beim Marschbahngipfel war entsprechend enttäuschend.
Klar ist für mich: Ohne klare Finanzierung wird hier nichts gebaut. Jetzt muss das Parlament den Druck erhöhen. Für Tempo in Planung, Genehmigung und Umsetzung. Ich werde mich dafür im Bundestag gemeinsam mit meinen norddeutschen Kolleginnen und Kollegen weiter einsetzen. Die Menschen im Norden haben ein Recht auf verlässliche Lösungen.“
Sybilla Nitsch:
"Für die Menschen an der Westküste zählt, dass sich im Alltag endlich etwas verbessert. Wenn Trassenvergabe, Störfallkonzept und Stellwerktechnik jetzt angepackt werden, ist das überfällig und ein Schritt in die richtige Richtung.
Klar ist aber auch: Ohne die Vorfinanzierung des Landes würde selbst der zweigleisige Ausbau weiter auf der Stelle stehen. Dass Schleswig-Holstein hier erneut vorangehen muss, zeigt, wie groß der Nachholbedarf beim Bund noch immer ist.
Entscheidend bleibt jetzt die Umsetzung. Pendlerinnen und Pendler brauchen keine neuen Ankündigungen, sondern verlässliche Züge, planbare Fahrzeiten und sichtbare Fortschritte auf der Strecke."
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