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Linke Schreihälse gegen AfD in Neukölln — Reportage aus Berlin

5-09-2026, 15:46

Thorsten Weiß (AfD) und FPÖ Wien am Hermannplatz: Begehung in Neukölln-Nord unter Polizeischutz.

REPORTAGE — die JUNGE FREIHEIT vor Ort.

Kurz vor der Berliner Wahl am 20. September begeht die AfD-Hauptstadtfraktion mit einer Delegation der FPÖ Wien den Bereich Neukölln-Nord — von der Polizei als kriminalitätsbelasteter Ort eingestuft. Mit dabei: Thorsten Weiß, innenpolitischer Sprecher der Fraktion, und Alexander Bertram, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Die JUNGE FREIHEIT begleitet die rund zweistündige Begehung vom Hermannplatz über die Sonnenallee bis zur Karl-Marx-Straße. Gegendemonstranten empfangen den Zug mit Sprechchören, die Polizei schirmt ab. Am Ende: Ausschreitungen, Festnahmen, ein Eierwurf.

Vor Ort fragen wir Anwohner und Gegendemonstranten, was sie von der AfD halten — und die AfD, was sie in Neukölln konkret ändern will. Die Antwort: „Die AfD muss im Prinzip der Sheriff sein, der die Tür eintritt." Im Pressegespräch stellen AfD und FPÖ ein gemeinsames Positionspapier vor: Remigration ausländischer Straftäter, Ende der akzeptierenden Drogenpolitik, volle Befugnisse der Polizei an kriminalitätsbelasteten Orten, Null-Toleranz gegenüber Islamismus, islamischen Parallelstrukturen, Clankriminalität und Verwahrlosung.

Der Sicherheitssprecher der FPÖ Wien sieht „erschreckende Parallelen" zu Wien — Parallelgesellschaften im öffentlichen Raum, arabische Schriftzüge an Geschäften, steigende Kriminalität — und erklärt, warum die FPÖ nach eigener Darstellung inzwischen in fünf von neun österreichischen Bundesländern mitregiert. Die AfD Neukölln wiederum sagt, warum sie gerade unter Wählern mit Migrationshintergrund Zuspruch sieht — und wer aus ihrer Sicht auf der Straße gegen sie protestiert.
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