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„Glaube nichts, was die Regierung sagt“ (Weltwoche-Chef)

13-09-2026, 09:35

Gast: Roger Köppel

Roger Köppel ist Schweizer, bewundert Deutschland und macht sich ernsthaft Sorgen.

Wir befinden uns in der „…gefährlichste[n] geschichtliche[n] Lage seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“ Und den Grund dafür sieht der Eigentümer der „Weltwoche“ nicht etwa in einem vermeintlich aggressiven Verhalten von Russland. Sondern vielmehr in der beinahe überheblichen Haltung des Westens.

„…[U]nd fürchterlicherweise ist ja Deutschland hier […] wieder in einer sehr entscheidenden Rolle.“

Ein Land, auf das die Deutschen einmal sehr stolz sein konnten. Ein „…großartiges Land, das […] alle Abgründe und Höhenflüge durchlitten hat.“

Und das sagt der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“ nicht etwa aus der Ferne daher. Er kennt nicht nur Deutschland gut, aus dem Innern eines der wichtigsten Verlage des Landes, sondern begleitete Viktor Orbán bereits zu Selenskyj nach Kiew und besuchte den Kreml-Sprecher Dmitri Peskov.

Wenn man den früheren Schweizer Nationalrat sprechen hört, kann man kaum anders, als gebannt zuzuhören. Von seiner Bewunderung für Deutschland, das „quasi den eigenen Untergang überlebt“ hat, seine Verbitterung, weil es ihn „beelendet“ zu sehen, „…was jetzt da los [ist]“ und seinen Warnungen, dass Deutschland wider besseres Wissen einen Konflikt zu eskalieren droht, den es so nicht geben müsste.

Ich habe von einem Schweizer viel über Demokratie gelernt, warum Deutschland im Ausland so angesehen ist, warum wir gerade im Begriff sind, genau dieses Ansehen zu verspielen und wie nahe wir möglicherweise einem Dritten Weltkrieg tatsächlich sind.

Sind wir wirklich „dermaßen geblendet von der eigenen Gutheit, dass [wir] gar nicht [merken], dass [wir] die Dummheiten der Vergangenheit zu wiederholen im Begriff [sind]", wie Roger Köppel sagt?
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