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Merz will plötzlich „Gerechtigkeit“ – die CDU wird zur neuen SPD | NIUS Live

23-09-2026, 11:46

Jetzt will die CDU plötzlich die neue SPD sein? Nach den schwachen Ergebnissen bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, in Sachsen-Anhalt und der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat die Union offenbar ein neues Lieblingswort entdeckt: soziale Gerechtigkeit. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht im Nebeneinander von privater und gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherung „ein erhebliches Problem“ für das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung, betont aber auch: „Es gibt gute Gründe für beide Systeme.“ Aus dem eigenen Lager kommt umgehend Korrektur: Thorsten Frei stellt klar, das System in Frage zu stellen sei vom Kanzler nicht gemeint gewesen. Die SPD liefert derweil ihre eigene Antwort. In einem Positionspapier heißt es, ein „schlichtes Weiter-so“ könne es nach den Landtagswahlen nicht geben. Für eine Bildungsoffensive will sie die Erbschaftsteuer reformieren. Fraktionschef Matthias Miersch sagt bei einer Pressekonferenz: „Ein weiter so kann es nicht geben.“ Die Runde fragt, was das für die Vorhaben der Koalition bedeutet, ob die SPD dem Kanzler beim Thema Krankenversicherung den Ball zuspielt und was das für Union und Koalition heißt. Und es geht um die Frage, ob Merz mit seiner Krankenversicherungs-Aussage der eigenen Verhandlungsposition geschadet hat. Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt, die stellv. NIUS-Chefredakteurin Pauline Voss und Journalist Wolfgang Herles mit Moderator Alex Purrucker über das Thema.

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