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Südtiroler Schützenbund weist Aussagen von Marco Galateo entschieden zurück
Südtiroler Schützenbund 18-02-2026, 12:00 heritage
BOZEN – Der Südtiroler Schützenbund zeigt sich über die Aussagen von Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo zum Schriftzug „TIROL“ sehr verwundert.
„Wir sprechen von einem Land, das seit nahezu einem Jahrtausend Tirol heißt“, betont Landeskommandant Christoph Schmid. „Wenn wir Schützen diesen historischen Namen sichtbar machen, ist das weder eine schwere Provokation noch unverantwortlich, sondern Ausdruck geschichtlicher Realität und kultureller Identität. Wer darin bereits einen Affront erkennt, sollte sich fragen, wie belastbar das eigene Geschichtsverständnis ist.“
Besonders bemerkenswert sei die Behauptung, dies sei gegenüber Österreich peinlich. „Das ist ungefähr so, als würde man meinen, Frankreich könnte sich daran stören, wenn in Nizza Französisch gesprochen wird. Historische Identität ist kein diplomatischer Zwischenfall.“
Ebenso befremdlich sei der Vorwurf, der Südtiroler Schützenbund agiere „wie eine politische Partei“. „Wir sind eine Traditions- und Wertegemeinschaft mit klarer historischer und volkstumspolitischer Verwurzelung. Dass wir unsere kulturelle Identität sichtbar vertreten, macht uns noch lange nicht zu einer Partei. Politische Symbolik in Südtirol hat eine lange Geschichte – nicht jede davon war ein Beitrag zum friedlichen Zusammenleben.“
Am erstaunlichsten bleibe jedoch die These, das Anschreiben des historischen Namens unseres Landes könne „das in Jahrzehnten des Dialogs aufgebaute Zusammenleben untergraben“. „Wenn ein Zusammenleben so fragil ist, dass es durch einen Tirol-Schriftzug ins Wanken gerät, dann liegt das Problem wohl kaum am Schriftzug.“
„Wir stehen zu unserer Geschichte, zu unserer Kultur und zum Namen unseres Landes. In Tirol sagt man: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Und manchmal genügt schon ein einziges Wort, um eine Debatte auszulösen: Tirol“, so Landeskommandant Schmid abschließend.
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