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Skandal: Olympia-Werbung in Antholz nur mit „Milano“, „Cortina“ und „Anterselva“
Südtiroler Schützenbund 30-01-2026, 13:09 heritage, language EU-Skepsis
ANTHOLZ – Erst kürzlich hatte sich Landeshauptmann Arno Kompatscher als „Retter“ des Namens Antholz auf der offiziellen Webseite der Olympischen Winterspiele 2026 präsentiert. Die Realität vor Ort zeigt jedoch ein ganz anderes Bild.
Im Biathlonstadion Antholz wird derzeit ausschließlich mit der Marke „Milano Cortina 2026“ geworben. Die Arena wird auf sämtlichen Hinweisschildern als „Anterselva Biathlon Arena“ bezeichnet. Der historisch gewachsene deutsche Ortsname Antholz fehlt auf allen Hinweistafeln vollständig.
„Wer sich in Bozen medienwirksam als Verteidiger unserer Ortsnamen inszeniert, sollte zuerst vor der eigenen Haustür Ordnung schaffen“, erklärt Landeskommandant Christoph Schmid. „Gerade im Biathlonstadion Antholz, einem der international sichtbarsten Austragungsorte Südtirols, verschwindet der deutsche Name aus dem öffentlichen Raum. Das ist völlig inakzeptabel.“
Der Südtiroler Schützenbund hatte erst vor kurzem auf die einsprachige Darstellung im offiziellen Olympia-Webauftritt hingewiesen. Zwar wurde dort inzwischen eine teilweise Korrektur vorgenommen, doch die aktuelle Beschilderung im Stadion selbst zeigt deutlich, dass das Problem keineswegs gelöst ist.
Besonders irritierend ist, dass ausgerechnet dort, wo der Landeshauptmann öffentlich von einer angeblichen „Ausnahme beim IOC“ spricht, die deutsche Bezeichnung vor Ort überhaupt nicht vorkommt.
„Es genügt nicht, in Presseaussendungen den Schutz unserer Ortsnamen zu verkünden, wenn gleichzeitig im eigenen Land Fakten geschaffen werden, die genau das Gegenteil bewirken“, kritisiert Schmid. „Wenn Antholz selbst bei den Olympischen Spielen in Antholz verschwindet, dann ist das kein Versehen mehr, sondern ein politisches Versagen. Der Schutz unserer Sprache und unserer Ortsnamen darf kein PR-Projekt sein, sondern muss im Alltag sichtbar werden – auf Schildern, in Stadien und im öffentlichen Raum.“
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