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Berlin-Blackout: Jetzt wird es peinlich für Merz und Wegner | NIUS Live

16-07-2026, 23:14

Einmal im Jahr stellt sich der Bundeskanzler der versammelten Hauptstadtpresse. Doch was Friedrich Merz bei seiner Sommer-Pressekonferenz in Berlin bot, war vor allem eines: viel Eigenlob und wenig Substanz. Der Kanzler pries die Arbeit seiner Regierung, wechselte dabei aber schnell von den unbequemen Wahrheiten über Leistungskürzungen und steigende Abgaben zu vagen Ankündigungen für die Zukunft.

Besonders brisant: Auf die Nachfrage von NIUS-Politikchef Ralf Schuler zum Berliner Stromausfall wollte sich Merz nicht festlegen. Berlins Bürgermeister Kai Wegner hatte öffentlich behauptet, am 4. Januar knapp vier Minuten mit dem Kanzler telefoniert zu haben. Das Kanzleramt hatte dies zuvor gegenüber dem Tagesspiegel dementiert. Merz' Antwort auf die Frage, wer hier die Unwahrheit sage: Er äußere sich grundsätzlich nicht zu Telefonaten. Eine Antwort, die alles offenlässt und den Verdacht nährt, dass hier jemand die Wahrheit verbiegt.

Auch bei den Fragen der Journalisten selbst wird ein Muster sichtbar: Auffällig viele Fragen zielten weniger auf kritische Kontrolle als auf eine gemeinsame Frontstellung gegen die AfD – ein Zusammenspiel von Politik und Medien, das den Blick auf die eigentlichen Probleme verstellt. Am Ende blieb von der Sommer-PK vor allem ein Eindruck: gepflegte Wohlfühlatmosphäre statt harter Fragen.

Bei NIUS Live sprachen NIUS-Politikchef Ralf Schuler, NIUS-Reporter Alexander Kissler und Journalist Wolfgang Herles mit Moderator Alex Purrucker über das Thema.
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