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Demonstrationsrecht für alle?
Die WerteUnion 12-03-2026, 14:31 Bürgerrechte, Gesetzgebung
Für wen gilt das Grundrecht der Versammlungsfreiheit?
Autor: Tino Josef Ritter

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass das Grundgesetz den Begriff des Demonstrationsrechts oder einer Demonstrationsfreiheit nicht kennt. Die Demonstration ist vielmehr eine spezielle Form der Versammlung und daher durch das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, Art. 8 GG (Versammlungsfreiheit), geschützt. In Art. 8 GG heißt es:
- Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
- Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes beschränkt werden.
Eine Beschränkung i. S. d. Abs. 2 stellt die Anmeldepflicht von Versammlungen unter freiem Himmel dar. Diese sind zwar erlaubnisfrei, aber gem. Versammlungsrecht anmeldepflichtig, soweit es sich um keine Spontanveranstaltung handelt. Die Anmeldepflicht regeln die Versammlungsgesetze des Bundes oder der Länder, wobei die Gesetzgebungskompetenz seit 2006 bei den Ländern liegt.
Zu bemerken ist, dass sich Art. 8 Abs. 1 nicht an alle Bürger der Bundesrepublik richtet, sondern ausdrücklich nur an die deutschen Bürger. Art. 8 GG ist damit ein Deutschenrecht und kein Jedermannsrecht, wie die in Art. 1 Abs. 1 des GG zugesicherte Unantastbarkeit der Würde des Menschen.
Es stellt sich hier die Frage, mit welcher Motivation die Mütter und Väter des Grundgesetzes das Recht der Versammlungsfreiheit als Deutschenrecht in die Grundrechte aufnahmen.
In der Erfahrung des NS-Regimes sollte auch das Versammlungsrecht des Art. 8 GG als ein Freiheitsrecht im Grundgesetz verankert sein, um die zu gründende Bundesrepublik vor einer erneuten Diktatur zu bewahren. Für das Moment der politischen und sozialen Betätigung war es letztendlich als Abwehrmoment der deutschen Bürger gegen den Staat gedacht. Wie leitet sich das Demonstrationsrecht von ausländischen Mitbürgern aus einem Deutschenrecht ab?
Unabhängig davon, ob man das Versammlungsrecht für ausländische Mitbürger nun durch internationales oder europäisches Recht argumentativ legitimiert oder ein solches gar aus dem einfachen Gesetz des Versammlungsgesetzes ableiten will, war es den Müttern und Vätern des Grundgesetzes sicherlich kein Anliegen, exterritorialen Konflikten auf deutschen Straßen Raum zu geben. Ein solches Deutschenrecht grundsätzlich selbst auch nur für EU-Ausländer anzunehmen, ist unter Rechtswissenschaftlern bis heute umstritten.
Dass die Mütter und Väter des Grundgesetzes Art. 8 GG explizit als ein Deutschenrecht einführten, legt jedenfalls nahe, dass dieses Recht deutschen Bürgern vorbehalten war und bleiben sollte.
TELFS/MÜHLEN IN TAUFERS – Am heutigen Mittwoch, dem 25. Februar 2026, hatte eine Abordnung der Schützenkompanie Taufers im Pustertal die ehrenvolle Aufgabe, ihr Ehrenmitglied, den „Puschtra Bui“ Siegfried Steger, in Telfs abzuholen und ihn heimzubringen – zurück nach Mühlen in Taufers, in seine geliebte Heimat im Süden Tirols.
read more..Ein freies Bayern braucht keine Interventionsarmee. Es braucht eine Verteidigung, die aus der Gesellschaft herauswächst.
Die Frage ist nicht neu, aber sie wird selten gestellt: Wie würde ein souveränes Bayern seine territoriale Sicherheit organisieren? Nicht als Anhängsel eines Bündnissystems, das seine eigenen Interessen verfolgt. Nicht als Abnehmer von Sicherheit, die andere produzieren. Sondern aus eigener Kraft, mit eigener Verantwortung, nach eigenen Prinzipien.
read more..BOZEN/BELFAST – Vom 2. bis 5. April 2026 nahm die Bundesmarketenderin des Südtiroler Schützenbundes, Stephanie Mulser, in ihrer Funktion als offizielle Delegierte für Südtirol am Treffen der ICEC in Belfast teil.
read more..Selbst der Regionalplanentwurf bestätigt erhebliche Konflikte
Der geplante Windpark Paußnitz ist noch längst nicht entschieden. Nachdem der Stadtrat Strehla zunächst – nach erheblichen Bürgerprotesten – mehrheitlich dem Vorhaben das gemeindliche Einvernehmen versagte, liegt derzeit der Entwurf des neuen Sachlichen Teilregionalplans Energieversorgung/Windenergienutzung für die Region Oberes Elbtal/Osterzgebirge öffentlich aus. Bis einschließlich 6. Juli 2026 können Bürger Stellungnahmen abgeben und Einwände gegen die vorgesehenen Festlegungen erheben.
read more..Wer die Wahrheit nicht hören will, der muss sie mit großen Worten bekämpfen. Es geht aber um unsere Heimat Südtirol, deshalb können wir zu den Vorwürfen der Südtiroler Volkspartei gegen die Aussagen des SHB nicht schweigen, so Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes. So wie die SVP den Südtirolern vor Jahrzehnten das Bild der weltbesten Autonomie vorgaukelte, spricht sie jetzt bei der Autonomiereform großspurig von der „bedeutendsten Weiterentwicklung unseres Statuts seit Jahrzehnten“.
read more..NEUMARKT – Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, wurde der Südtirol-Aktivist, Historiker und Ehrenkranzträger des Südtiroler Schützenbundes, Dr. Josef „Pepi“ Fontana, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und begleitet von zahlreichen Schützen und Marketenderinnen zur letzten Ruhe im Herrn geleitet.
read more..El president d’Esquerra Republicana valora positivament que el Govern retiri els pressupostos, aprovi un suplement de crèdit i doni temps a la negociació: “Volem donar a Catalunya més eines, més recursos i més competències”
read more..Arbeit, Schöpfung, Handeln oder warum wir aufgehört haben, frei zu sein
Wir arbeiten mehr als je zuvor — und werden dabei immer unfreier. Nicht weil wir zu schwach sind. Sondern weil ein System uns erschöpft hält, das genau das braucht: Bürger ohne Zeit, ohne Energie, ohne Willen zum Widerstand. Hannah Arendt hat diesen Mechanismus vor siebzig Jahren beschrieben. Heute erleben wir ihn. Die Frage ist: Wann fangen wir an zu handeln?
read more..Wenn heute das Jahrestreffen der dänischen Minderheit und der friesischen Volksgruppe startet, geht damit auch eine Botschaft der Toleranz und des friedlichen Miteinanders aus. Der SSW ist mit zahlreichen Ständen sowie Rednerinnen und Rednern vertreten und betont in diesem Jahr besonders den Schutz der Freiheitsrechte, der in Zeiten von wachsendem Populismus und einem Rechtsruck in der Gesellschaft in Gefahr ist.
read more..Tag cloud
Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.
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Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt
Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
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Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.
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