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Letztes Geleit für den Südtirol-Aktivisten Dr. Josef „Pepi“ Fontana
Südtiroler Schützenbund 12-06-2026, 12:34 Persönlichkeiten
NEUMARKT – Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, wurde der Südtirol-Aktivist, Historiker und Ehrenkranzträger des Südtiroler Schützenbundes, Dr. Josef „Pepi“ Fontana, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und begleitet von zahlreichen Schützen und Marketenderinnen zur letzten Ruhe im Herrn geleitet.

Der Trauergottesdienst fand in der Kapuzinerkirche von Neumarkt statt und wurde von Dekan Christoph Schweigl zelebriert. Landeskommandant Christoph Schmid, Ehrenlandeskommandant Elmar Thaler sowie die Ehrenmajore Robert Ventir und Franzjosef Roner erwiesen dem Verstorbenen die Ehre und stellten die Sargwache.
Aus dem Hohen Haus der Politik nahmen Landesrat Luis Walcher sowie die Landtagsabgeordneten Harald Stauder, Andreas Leiter Reber, Sven Knoll, Hannes Rabensteiner, Franz Ploner und Jürgen Wirth Anderlan teil.

In der Kapuzinerkirche zeichnete Martha Stocker das Leben und Wirken Josef Fontanas nach. Sie würdigte ihn als einen Menschen, der der Heimat „im tiefsten Sinne der Bedeutung“ verbunden gewesen sei – nicht sentimental, sondern im Bewusstsein, dass Heimat und Menschen Einsatz und Verantwortung brauchen. Fontana sei geprägt gewesen von einem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden, von Unbestechlichkeit in der Suche nach Wahrheit, von akribischem Dokumentieren, großem kulturellen Interesse und einem enormen Wissen, das er stets leise und ohne Aufhebens weitergegeben habe.
Stocker erinnerte daran, dass Josef Fontana ein „Kind der Zeit und der Umstände“ gewesen sei – geprägt von der Ungerechtigkeit, die Südtirol und seinen Menschen widerfahren war. Er habe zu jenen gehört, die in der schweren Zeit Südtirols Verantwortung übernommen hätten, um auf schreiende Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Dabei sei er einer der klarsten Vertreter der Linie Sepp Kerschbaumers gewesen, der stets die Maxime ausgegeben hatte, kein Menschenleben zu gefährden.
Auch auf den hohen persönlichen Preis, den Josef Fontana für seinen Einsatz bezahlt hatte, ging Martha Stocker ein. Fast acht Jahre verbrachte er im Gefängnis. Diese Zeit nutzte er nicht nur zur Vorbereitung auf die Externisten-Matura, sondern auch zur intensiven Beschäftigung mit europäischer Geschichte, Kultur- und Geistesgeschichte, Literatur und Malerei. Später studierte er Geschichte, Germanistik und Philosophie und promovierte mit seinem umfassenden Werk über den Kulturkampf in Tirol, das zu einem Standardwerk der tirolischen Geschichtsschreibung wurde.
Besonders hervorgehoben wurde auch Fontanas jahrzehntelanges Wirken im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich. Als Generalsekretär des Südtiroler Kulturinstituts von 1985 bis 1999 widmete er sich in vielfältiger Weise der Kulturarbeit. Daneben entstanden zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, darunter bedeutende Werke zur Geschichte Tirols, zu seiner Heimatgemeinde Neumarkt und zum Unterland, zur Geschichte des italienischen Nationalismus sowie zur Person Sepp Kerschbaumers. Bis zuletzt arbeitete Fontana mit großer Akribie an historischen Themen, insbesondere an seinem unvollendeten Werk über die sogenannten Wienerkinder nach dem Ersten Weltkrieg.
Nach dem Trauergottesdienst bewegte sich die Trauergemeinde zum Friedhof von Neumarkt, wo Dekan Christoph Schweigl die Einsegnung vornahm.

Am offenen Grab ergriff Landeskommandant Christoph Schmid das Wort. In seiner Grabrede würdigte er Dr. Josef „Pepi“ Fontana als einen Menschen, der sein Leben in besonderer Weise in den Dienst seiner Heimat gestellt habe. Fontana sei Historiker, Forscher, Chronist und Zeitzeuge gewesen – aber mehr noch: ein Südtiroler, der gewusst habe, woher er komme und was seinem Land widerfahren sei.
Schmid erinnerte daran, dass Josef Fontana jener Generation angehörte, die Unterdrückung, Entnationalisierung und Italianisierung nicht nur aus Büchern kannte, sondern aus dem eigenen Erleben und aus dem Schicksal des Volkes. Gerade deshalb dürfe man mit aller Klarheit sagen, dass ohne Männer wie Josef Fontana die Italianisierung Südtirols nicht gestoppt worden wäre. Vieles von dem, was heute selbstverständlich erscheine – Sprache, Schule, Kultur, Eigenständigkeit und das Bewusstsein als Tiroler im Süden des Landes – sei nicht vom Himmel gefallen, sondern erkämpft, verteidigt und bewahrt worden.
Für den Südtiroler Schützenbund, so Schmid, sei Dr. Josef Fontana ein besonderer Mann gewesen. Als Ehrenkranzträger des Bundes und Ehrenmitglied der Schützenkompanie Neumarkt sei er dem Schützenwesen eng verbunden gewesen. Er habe gewusst, dass die Schützen nicht bloß Folklore seien, sondern Träger eines geschichtlichen Auftrags. Tracht, Fahne und Gewehr hätten nur dann Sinn, wenn dahinter Überzeugung, Verantwortung und Treue zur Heimat stünden.
Landeskommandant Christoph Schmid dankte dem Verstorbenen für seine Treue, seinen Mut, seine Beharrlichkeit, seine Disziplin und sein unermüdliches Wirken. Josef Fontana habe nicht nur über Geschichte geschrieben, sondern sei selbst Teil der Geschichte Südtirols geworden. Zugleich mahnte Schmid, dass dieser Abschied für die Schützen auch Auftrag sei: Es genüge nicht, an den Gräbern großer Männer schöne Worte zu sprechen. Vielmehr gelte es, ihr Erbe weiterzutragen, wachsam zu bleiben und Sprache, Kultur, Identität und Heimat auch in Zukunft mit Mut und Anstand zu verteidigen – nicht aus Hass gegen andere, sondern aus Liebe zum Eigenen.

Nach der Grabrede spielte die Bläsergruppe der Musikkapelle Neumarkt die Weise vom Guten Kameraden. Als letzte Ehrenbezeugung für ihr verstorbenes Ehrenmitglied feuerte die Schützenkompanie Neumarkt eine Ehrensalve ab. Anschließend wurde die Schützenfahne dreimal über das offene Grab gesenkt.

Mit Dr. Josef „Pepi“ Fontana verliert Südtirol einen aufrechten Patrioten, einen gewissenhaften Historiker und einen stillen, aber unbeirrbaren Diener der Wahrheit. Der Südtiroler Schützenbund wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Geschätzte Trauerfamilie, verehrte Angehörige, liebe Schützenkameraden, liebe Trauergemeinde, wir stehen heute am Grab von Dr. Josef „Pepi“ Fontana.
Wir stehen hier in Dankbarkeit, in Ehrfurcht und in stiller Trauer. Ein Mensch ist von uns gegangen, der sein Leben nicht nur gelebt, sondern in besonderer Weise in den Dienst seiner Heimat gestellt hat. Ein Mensch, der nicht weggeschaut hat, als andere geschwiegen haben. Ein Mensch, der Verantwortung übernommen hat, als es Mut brauchte, Verantwortung zu übernehmen.
Josef Fontana war Historiker, Forscher, Chronist und Zeitzeuge. Aber er war mehr als das. Er war ein Südtiroler, der wusste, woher er kam. Einer, der wusste, was unserem Land widerfahren ist. Und einer, der verstanden hat, dass Heimat nicht einfach Besitz ist, sondern Auftrag.
Pepi Fontana gehörte zu jener Generation, die die schwere Zeit der Unterdrückung, der Entnationalisierung und der Italianisierung nicht aus Büchern kannte, sondern aus dem eigenen Erleben und aus dem Schicksal unseres Volkes. Diese Generation hat erlebt, wie versucht wurde, Sprache, Namen, Kultur und Identität eines Landes zurückzudrängen. Sie hat erlebt, was es bedeutet, wenn ein Volk in seiner angestammten Heimat nicht mehr es selbst sein darf.
Und gerade deshalb dürfen wir heute mit aller Klarheit sagen: Ohne Männer wie Josef Fontana wäre die Italianisierung Südtirols nicht gestoppt worden. Ohne ihren Mut, ohne ihre Standhaftigkeit, ohne ihre Bereitschaft, persönliche Opfer auf sich zu nehmen, wäre unser Land heute wohl ein anderes. Vieles von dem, was uns heute selbstverständlich erscheint – unsere Sprache, unsere Schule, unsere Kultur, unsere Eigenständigkeit, unser Bewusstsein als Tiroler im Süden des Landes – ist nicht vom Himmel gefallen. Es wurde erkämpft, verteidigt und bewahrt.
Josef Fontana hat dafür einen hohen Preis bezahlt. Er hat Verfolgung, Haft und persönliche Belastungen auf sich genommen. Er hat nicht den bequemen Weg gewählt. Aber er hat einen Weg gewählt, der aus einer tiefen Liebe zu seiner Heimat kam.
Wir wissen: Geschichte ist nicht immer einfach. Sie ist oft schwer, oft schmerzhaft und oft voller Wunden. Aber ein Volk, das seine Geschichte vergisst, verliert den Blick für seine Zukunft. Pepi Fontana hat sein Leben lang dazu beigetragen, dass diese Geschichte nicht vergessen wird. Als Historiker hat er geforscht, gesammelt, geschrieben und erklärt. Als Zeitzeuge hat er erinnert. Als Mensch hat er Haltung gezeigt.
Für den Südtiroler Schützenbund war Dr. Josef Fontana ein besonderer Mann. Als Ehrenkranzträger unseres Bundes und als Ehrenmitglied der Schützenkompanie Neumarkt war er mit dem Schützenwesen eng verbunden. Er wusste, dass die Schützen nicht Folklore sind, sondern Träger eines geschichtlichen Auftrags. Er wusste, dass Tracht, Fahne und Gewehr nur dann Sinn haben, wenn dahinter Überzeugung, Verantwortung und Treue zur Heimat stehen.
Lieber Pepi, wir danken dir heute für deine Treue. Wir danken dir für deinen Mut. Wir danken dir für deine Beharrlichkeit, für deine Disziplin und für dein unermüdliches Wirken. Du hast nicht nur über Geschichte geschrieben – du bist selbst Teil der Geschichte unseres Landes geworden.
Unser Mitgefühl gilt heute besonders deiner Familie und allen, die dir nahestanden. Der Abschied von einem geliebten Menschen ist immer schwer. Möge euch der Gedanke Trost geben, dass Josef Fontana Spuren hinterlässt, die bleiben. Spuren in den Herzen seiner Angehörigen, Spuren in der Erinnerung seiner Kameraden, Spuren in der Geschichte unseres Landes.
Für uns Schützen ist dieser Abschied auch ein Auftrag. Es genügt nicht, an den Gräbern großer Männer schöne Worte zu sprechen. Wir müssen ihr Erbe weitertragen. Wir müssen wachsam bleiben. Wir müssen unser Land, unsere Sprache, unsere Kultur und unsere Identität auch in Zukunft mit Mut und Anstand verteidigen. Nicht aus Hass gegen andere, sondern aus Liebe zum Eigenen. Nicht rückwärtsgewandt, sondern verantwortungsvoll für kommende Generationen.
Josef Fontana hat seinen Beitrag geleistet. Nun liegt es an uns, nicht müde zu werden.
Lieber Pepi, der Südtiroler Schützenbund verneigt sich vor dir. Deine Kameraden und ich als Landeskommandant, wir grüßen dich. Und wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren. Und wir rufen dir da oben in Ehrfurcht und Dankbarkeit zu: Kamerad, wir danken dir. Und möge Gott dir vergelten, was du für den Süden Tirols und für unsere Heimat getan hast.
Ruhe in Frieden.
BOZEN – Am Samstag, den 18. April 2026, mit Beginn um 17:00 Uhr, findet die 61. Ordentliche Bundesversammlung des Südtiroler Schützenbundes im Waltherhaus in Bozen statt. Zuvor, um 14:00 Uhr, stellen sich die Teilnehmer und Ehrengäste in der Laurinstraße auf. Anschließend marschieren sie zum Bozner Dom, wo ein Gottesdienst gefeiert wird. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Musikkapelle Mareit. Zum Gedenken an die verstorbenen Schützen und Marketenderinnen feuert die Ehrenformation des Schützenbezirkes Südliches Wipptal am Peter-Mayr-Denkmal eine Ehrensalve ab.
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„Die Landesregierung bekommt bei der Missunde III seit Jahren weder einen verlässlichen Zeitplan noch einen verlässlichen Betrieb hin. Und trotzdem wurde im Ausschuss noch so getan, als seien Zweifel am Osterstart überflüssig. Nun ist auch dieser Termin geplatzt und wieder kann niemand sagen, wann der Regelbetrieb tatsächlich beginnt.
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Damit fällt ein weiterer Pfeiler der Northvolt-Erzählung in sich zusammen. Erst die Insolvenz. Dann die vernichtende Kritik des Landesrechnungshofs. Jetzt das Verfassungsgericht. Der Kaiser ist nackt, und alle können es sehen.
„Der Schutz vor Gewalt scheitert in Flensburg immer öfter an der Wohnungsnot. Da Betroffene kaum eigenen Wohnraum finden, bleiben sie länger im Frauenhaus, wodurch Plätze für akute Notfälle blockiert werden."
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Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.
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Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt
Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
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