Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Franz-Innerhofer-Gedenkfeier: „Erinnerung ist auch Auftrag“

Südtiroler Schützenbund 1-05-2026, 12:03 event, person, heritage

MARLING – Mit einer würdigen Gedenkfeier hat die Schützenkompanie Marling am 24. April 2026 gemeinsam mit zahlreichen Schützen und Marketenderinnen aus nah und fern an den 105. Todestag des Marlinger Lehrers Franz Innerhofer erinnert, der am Bozner Blutsonntag von Faschisten erschossen wurde.

Angeführt wurde die Feier von Landeskommandant Christoph Schmid, Bezirksmajor Hannes Holzner und dem Marlinger Schützenhauptmann Markus Kaserer. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Altlandeshauptmann Luis Durnwalder, Bürgermeister Felix Lanpacher sowie die Landtagsabgeordneten Harald Stauder und Andreas Leiter Reber. Auch die Musikkapelle Marling verlieh der Gedenkveranstaltung einen würdigen Rahmen.

Im Mittelpunkt der Feier stand das ehrende Gedenken an einen Mann, der durch seine Zivilcourage und seinen Mut bis heute Vorbild ist. In der Messfeier am Kirchplatz hob Landeskurat P. Christoph Waldner OT hervor, dass sich Franz Innerhofer einst schützend vor einen Buben gestellt und dies mit seinem Leben bezahlt habe. Gerade darin liege seine Größe: Trotz seines gewaltsamen Todes habe er moralisch die Oberhand behalten, weil er für andere eingestanden sei.

Bewegende Worte fand auch Veronika Wetzel, eine Urenkelin Franz Innerhofers. Sie bezeichnete ihren Vorfahren als Symbol für Zivilcourage und Widerstand gegen Gewalt. Zugleich erinnerte sie an das schwere Schicksal ihrer Urgroßmutter Maria Pöder, deren erster Mann im Ersten Weltkrieg fiel und deren zweiter Mann – Franz Innerhofer – am Bozner Blutsonntag ermordet wurde. Nur wenige Wochen zuvor hatte sie die gemeinsame Tochter zur Welt gebracht.

Die Gedenkrede hielt Altlandeshauptmann Luis Durnwalder. Er betonte die Bedeutung, junge Menschen in die Erinnerungskultur einzubinden: Man dürfe nicht nur die Helden der Vergangenheit suchen, sondern müsse auch an jene denken, die heute und morgen Verantwortung übernehmen. Die Erinnerung an Franz Innerhofer sei daher nicht nur Rückblick, sondern auch Auftrag für die Zukunft.

Mit der Gedenkfeier setzten die Schützenkompanie Marling gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft erneut ein starkes Zeichen gegen das Vergessen. Die Erinnerung an Franz Innerhofer bleibt Mahnung und Verpflichtung zugleich: für Menschlichkeit, Mut und den Einsatz gegen Gewalt und Unrecht.

https://schuetzen.com/2026/04/30/franz-innerhofer-gedenkfeier-erinnerung-ist-auch-auftrag/

Related News

"Unser Strommarkt ist ineffizient, viel zu teuer und der Norden zahlt die Zeche. Wir brauchen endlich eine offene Debatte, wie wir die günstige und grüne Energie aus Norddeutschland sinnvoll für das gesamte Land nutzen, statt sie wegen Netzengpässen dauernd abzuschalten. Viel zu lange schon klammert Berlin sich an den politisch gewollten Status quo der einheitlichen Strompreiszone, der die Realität der Energiewende ignoriert", erklärt der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler zum heute in Brüssel vorgestellten Konzept der IHK Schleswig-Holstein für eine gemeinsame deutsch-dänische Strompreiszone.

read more..

Unsere Häfen sind keine lokalen Nebenprojekte, sondern strategische Infrastruktur – für Wirtschaft, Energiewende, Tourismus und Sicherheit. Einen Hafeninfrastrukturfonds müssen wir umsetzen statt prüfen.

read more..

Initiator Seidler warnt vor schwindenden Fokus auf das Grenzland

„Unsere Grenzregion und der Jütlandkorridor brauchen dringend höchste Priorität. Die Infrastruktur ist schon heute an der Belastungsgrenze. Durch die Verzögerungen bei der Fehmarnbeltquerung wird der Druck weiter steigen. Jetzt braucht es Investitionen und das muss auch in Berlin, Kopenhagen und Kiel ankommen“, so der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler zum heute veröffentlichten gemeinsamen Schreiben der Interessenallianz für den grenzüberschreitenden Verkehr.

read more..

Die AfD Sachsen-Anhalt will ihre rechtsextreme Ideologie sogar in der Architektur festlegen – und will per Bauordnung festschreiben, was „schön" ist und „historische Identität" zeigt. Dumm nur: Die Bautradition, die sie dadurch bekämpft, ist vor allem aus Sachsen-Anhalt bekannt.

read more..

TRAUNSTEIN – Am Sonntag, den 3. Mai 2026, fand in Traunstein der Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützen statt. Auch der Südtiroler Schützenbund war bei diesem bedeutenden Festtag vertreten: Landeskommandant Christoph Schmid nahm mit einer Abordnung des SSB und der Bundesfahne an den Feierlichkeiten teil.

read more..

El president d’Esquerra Republicana valora positivament que el Govern retiri els pressupostos, aprovi un suplement de crèdit i doni temps a la negociació: “Volem donar a Catalunya més eines, més recursos i més competències”

read more..

Anlässlich der heutigen Beratungen im Wirtschaftsausschuss zur Missunde III erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

„Die Landesregierung bekommt bei der Missunde III seit Jahren weder einen verlässlichen Zeitplan noch einen verlässlichen Betrieb hin. Und trotzdem wurde im Ausschuss noch so getan, als seien Zweifel am Osterstart überflüssig. Nun ist auch dieser Termin geplatzt und wieder kann niemand sagen, wann der Regelbetrieb tatsächlich beginnt.

read more..

Am Donnerstag (9. April 2026) wurde Marla-Svenja Liebich nach langer Jagd durch die BRD-Behörden in Tschechien festgenommen und befindet sich nun in Haft. Es wird demnächst entschieden, ob eine Auslieferung an die Bundesrepublik erfolgen wird.

read more..
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission

Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.

Weiterlesen
Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt

Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Weiterlesen
Armut als Herrschaftsinstrument – von Rom bis Radermacher

Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.

Weiterlesen