Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Unsere Häfen haben mehr politische Aufmerksamkeit verdient

Südschleswigsche Wählerverband 20-03-2026, 22:35

Unsere Häfen sind keine lokalen Nebenprojekte, sondern strategische Infrastruktur – für Wirtschaft, Energiewende, Tourismus und Sicherheit. Einen Hafeninfrastrukturfonds müssen wir umsetzen statt prüfen.

Sybilla Nitsch zu TOP 43 – Landeshafenstrategie Schleswig-Holstein (Drs. 20/3830)

Schleswig-Holstein ist das Land an den zwei Meeren. Wir haben hier bei uns im Norden besonders viele Häfen zu verzeichnen. Doch Hafen ist nicht gleich Hafen.
Es gibt logischerweise die Häfen an der Nordsee, die an der Ostsee, die im Binnenland und dann haben die Häfen nicht alle die gleiche Trägerschaft oder auch Funktion. Wir sind der festen Überzeugung unsere Häfen haben mehr politische Aufmerksamkeit verdient. Schon lange war die Landeshafenstrategie angekündigt, nun ist sie endlich öffentlich.
Herausgekommen ist eine Bestandsaufnahme und eine – man könnte sagen – lange To-do-Liste.
Einzelne Punkte aus früheren SSW-Anträgen wurden in der Landeshafenstrategie aufgegriffen. Das freut mich natürlich. Dazu gehört die Einsicht, dass die derzeit zersplitterten Zuständigkeiten die Wirtschaftskraft der Häfen aktuell stark einschränken.
Und ganz klar der Auftrag, für mehr Geld im System zu sorgen, auch im eigenen Landeshaushalt mit zusätzlichen Mitteln.
Wir müssen aber alle Geldströme im Blick behalten, aus den „Schlickmitteln“ ist bisher für den Verkehrsbereich Sedimenträumung finanziert worden. Bis zum 31.7.2025 waren es 557.996,30 € und bis Ende 2025 waren weitere 358.242,00 € eingeplant. (Kleine Anfrage, Fr. Raudies). Alle anderen Maßnahmen für die „ökologische Weiterentwicklung“ wie Landstromanlagen und Verkehrsanbindungen, ruhen still.
Unsere Initiative für einen Hafeninfrastrukturfonds hat es in die Strategie geschafft, allerdings nur als „Prüftitel“. Im Fachgespräch im Wirtschaftsausschuss haben alle Gäste einhellig unseren Vorschlag unterstützt. Kommen Sie also Bitte vom Prüfen ins Handeln.
Das ist eine Erkenntnis, die in der vorliegenden Strategie nachzulesen ist. Grundlage der Strategie ist eine vom Ministerium in Auftrag gegebene Analyse durch ISL/Ramboll. In kurzer Sprache wird der Status-Quo dargestellt und sich auf Ziele formuliert, die kurz-, mittel-, oder langfristig umgesetzt werden sollen.
Bemerkenswert fand ich, dass das Passagieraufkommen auf beiden Seiten der Meere nahezu ausgeglichen ist. Kreuzfahrten lassen wir jetzt mal außen vor. Das finde ich jetzt aus regionaler Sicht interessant, dass unsere doch eher kleinen Häfen zusammengezählt, gleich viele Reisende abfertigen, wie die Linie Puttgarden-Rødby, welche ja Skandinavien mit Mitteleuropa verbindet und daher eine europäische Transitstrecke darstellt. „Klein, aber oho“ könnte man auch sagen. Dieses Erkenntnis zeigt, dass wir als Land ganz klar beides brauchen. Große, internationale Häfen und eben auch kleine, regionale und touristisch geprägte Häfen.
Eine weitere Erkenntnis ist die, der komplexen Eigentumsverhältnisse. Das klang bereits an. Dies gilt es anzuerkennen. Die Strategie besagt nicht, daran etwas zu ändern. Sehr wohl jedoch soll die Zuständigkeit beim Land für die Häfen gebündelt werden, gerade weil die kleinen Hafenstandorte die komplizierten Zuständigkeiten vor echte Probleme stellen, gerade wenn es um vermeintlich kleine oder mittlere Instandsetzungsmaßnahmen geht. Von den Planverfahren fange ich jetzt an der Stelle gar nicht erst an.
Die Bündelung begrüßen wir als SSW ausdrücklich, hätten aber gerne einen klaren Zeithorizont. Schließlich wurde genau dieser Punkt immer wieder bei Gesprächen vor Ort genannt.
Kritisch blicke ich jedoch auf die Tatsache, dass die Landesregierung sich mit dem Sondervermögen rühmt, jedoch ist dies lediglich keine langfristige Lösung, mal abgesehen davon, dass es nicht alle Hafenstandorte berücksichtigt. Der Bund wird ebenfalls in der Strategie sehr oft genannt, aber wo will dieser hin? Zudem ist die Frage, wie die Nationale Hafenstrategie mit der Landeshafenstrategie im Einklang gebracht werden kann. Darüber hinaus hätte man durchaus auch den Binnenschifffahrtsverkehr erwähnen können sowie den Komplex der Hinterlandanbindung. Hier hat die Landesregierung zwei wichtige Bausteine außen vorgelassen.
Alles in allem kann ich abermals feststellen, dass Häfen keine lokalen Nebenprojekte, sondern strategische Infrastruktur – für Wirtschaft, Energiewende, Tourismus und Sicherheit sind.
In diese strategische Infrastruktur gehört die Vielfältigkeit unserer Häfen, von Glückstadt, Büsum, Husum, Dagebüll, über Flensburg und Rendsburg nach Brunsbüttel und Lübeck, um eine kleine Anzahl an Häfen zu nennen.
Und das sehe hoffentlich nicht nur ich so.
In Bezug auf die Planung und Umsetzung sehe ich dann doch eher ein Fragezeichen. Beim Thema Hafeninfrastrukturfonds im Land jedoch ein klares Ausrufezeichen. In diesem Sinne, herzlichen Dank für die vorliegende Strategie. Insgesamt ein wichtiger Schritt nach vorne.

https://www.ssw.de/themen/unsere-haefen-haben-mehr-politische-aufmerksamkeit-verdient

Related News

ST. LEONHARD IN PASSEIER – Die 13. Hauptversammlung der Marketenderinnen im Südtiroler Schützenbund fand am Samstag, den 11. April 2026, beim Sandwirt in St. Leonhard in Passeier statt. Marketenderinnen aus allen Bezirken des Landes waren der Einladung gefolgt, die Stube war bis auf den letzten Platz gefüllt.

read more..

Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

read more..

TELFS/MÜHLEN IN TAUFERS – Am heutigen Mittwoch, dem 25. Februar 2026, hatte eine Abordnung der Schützenkompanie Taufers im Pustertal die ehrenvolle Aufgabe, ihr Ehrenmitglied, den „Puschtra Bui“ Siegfried Steger, in Telfs abzuholen und ihn heimzubringen – zurück nach Mühlen in Taufers, in seine geliebte Heimat im Süden Tirols.

read more..

Auf Einladung des Südtiroler Heimatbundes reiste eine Delegation von Risveglio Tirolese am Samstag, den 9. Mai, nach Bozen, um die BAS-Ausstellung über die sechziger Jahre in der Laubengasse zu besuchen und um Gespräche mit dem SHB zu führen.

read more..

Einen Kranz für die Internierten des KZ Campo Isarco, aber auch 2 Rosen mit schwarzer Trauerschleife für einen verlorenen Freund, so beging eine Delegation des SHB beim Gedenkstein in der Breienstraße in Blumau den sogenannten Tag der Befreiung.

read more..

„Von der Heimat musste ich gehen, zu meiner Heimaterde kehre ich zurück.“

MÜHLEN IN TAUFERS – Am Samstag, dem 28. Februar 2026, wurde der Freiheitskämpfer Siegfried Steger unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und begleitet von über 1.000 Schützen und Marketenderinnen zur letzten Ruhe im Herrn geleitet.

read more..

Die derzeitigen Möglichkeiten reichen nicht aus, sind schwierig und kommen für viele zu spät.

read more..

Zum Tod des Abgeordneten und Rechtsanwaltes Dr. Roland Riz weist der Obmann des Südtiroler Heimatbundes Roland Lang auf einen Hinweis im Buch seines Vorgängers als SHB- Obmann und Freiheitskämpfers Sepp Mitterhofer hin.

read more..

Seit einigen Jahren veröffentlichen wir Recherchen zu linksextremen Strukturen, den Machenschaften der Fördermittel-Linken sowie deren internationalen Finanziers, die mit viel Aufwand und viel Geld gezielt Einfluss auf unsere Gesellschaft und Wahlen nehmen. Diese Recherchen sind Teil unserer Fünf-Säulen-Strategie.

read more..
33 Empfehlungen im Wortlaut: Das sind die wahren Pläne der Renten-Kommission

Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.

Weiterlesen
Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt

Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

Weiterlesen
Armut als Herrschaftsinstrument – von Rom bis Radermacher

Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.

Weiterlesen