Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Liebe Leserinnen und Leser,

Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.

Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.

Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.

Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.

5 geplante Windkraftzonen im Waldviertel – Kritik

26-08-2026, 17:57

von Thomas Oysmüller

Fünf neue Windkraftzonen im Waldviertel sind geplant, obwohl zwei davon bereits ausgeschieden waren und zwei bereits eine negative Volksbefragung gebracht haben. Nun sin dort teilweise XXL-Windräder geplant. Die IG Waldviertel übt Kriitk.

Eine aktuelle Pressemitteilung der IG Waldviertel:

Im Zuge der ersten Novelle des sektoralen Raumordnungsprogramms Windkraft wurden im September 2024 von der NÖ Landesregierung fünf neue Windkraftzonen im Waldviertel ausgewiesen: WA101 und WA102 Bärnkopf, WA105 Predigtstuhl, WA107 Sasswald und WA109 Burgschleinitz. Die Auswahl dieser Standorte wirft zunehmend Fragen auf.

Bereits bei den Flächen um Bärnkopf (WA101 und WA102) bestehen erhebliche Natur-, Arten- und Landschaftsschutzkonflikte. Auch die übrigen neuen Zonen werfen Fragen auf. Besonders bemerkenswert: Die Standorte Predigtstuhl (WA105) und Sasswald (WA107) waren bereits im Zuge der Zonierung 2014 ausgeschieden. Die Zone Burgschleinitz (WA109) wurde nach einer negativen Volksbefragung bereits wieder gestrichen. Beim Predigtstuhl (WA105) führte eine ebenfalls negative Volksbefragung zu einer Verkleinerung der Zone.

„Fünf neue Zonen, davon zwei bereits 2014 ausgeschiedene Standorte, zwei negative Volksbefragungen sowie erhebliche Natur-, Arten- und Landschaftsschutzkonflikte – das wirft grundlegende Fragen zur Qualität der Standortwahl auf“, kritisiert die IG Waldviertel.

Die IG Waldviertel fordert deshalb eine umfassende und transparente Aufarbeitung des Auswahlverfahrens. Offenzulegen sei, nach welchen Kriterien die fünf neuen Waldviertler Windkraftzonen ausgewiesen wurden, wie bekannte Konflikt- und Ausschlussgründe berücksichtigt wurden und weshalb mit Predigtstuhl und Sasswald zwei bereits 2014 ausgeschiedene Standorte neuerlich in die Zonierung aufgenommen wurden. Ebenso müsse nachvollziehbar sein, welche Rolle Natur-, Arten- und Landschaftsschutz sowie die Akzeptanz der unmittelbar betroffenen Bevölkerung bei der Entscheidung spielten.

„Die Landesregierung muss erklären, wie Standorte mit einem derartigen Konfliktpotenzial ausgewiesen werden konnten. Die Folgen dieser Standortwahl dürfen nicht auf Gemeinden und Bevölkerung abgewälzt werden. Aus den erkennbaren Fehlentwicklungen müssen Konsequenzen für künftige Planungsentscheidungen gezogen werden“, fordert die IG Waldviertel.

Dabei geht es der IG Waldviertel nicht um eine grundsätzliche Diskussion über erneuerbare Energie, sondern um die Verantwortung des Landes für eine nachvollziehbare und fachlich belastbare Raumplanung: „Wer Zonen für bis zu 260 Meter hohe Windkraftanlagen festlegt, muss deren tatsächliche Eignung vor der Ausweisung umfassend prüfen. Ein ‚Weiter wie bisher‘ darf es nicht geben.“

Bild © European Union, 2009, The island of Samsoe- an example of a self-sufficient community in renewable energy (P-015696-00-10), CC BY 4.0

Link zur Originalveröffentlichung.

Ähnliche Nachrichten

Freiheit zeigt sich nicht nur daran, was ein Staat ausdrücklich erlaubt oder verbietet. Entscheidend ist, wie viel eigener Handlungs- und Entscheidungsspielraum dem Einzelnen tatsächlich bleibt. Wer Eigentum besitzt, Verantwortung trägt und Risiken übernimmt, muss auch selbst entscheiden können. Genau hier zeigt sich, ob eine Ordnung den Menschen als eigenverantwortlichen Bürger versteht oder zunehmend als Ausführenden politischer Vorgaben.

Weiterlesen

Zum Beschluss des Bundestages, die Planung für den zweigleisigen Ausbau der Marschbahn voranzubringen, erklärt die wirtschafts- und verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

„Berlin beschließt Planung und sagt im selben Atemzug, dass dafür auf Jahre kein Geld da ist. Das hilft niemandem, der täglich auf dieser Strecke unterwegs ist.

Weiterlesen

Der Fund einer mit Sprengstoff präparierten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle zeigt auf erschreckende Weise, wie verwundbar unsere kritische Infrastruktur ist.

Weiterlesen

BOZEN – Der Südtiroler Schützenbund zeigt sich verwundert über die vom Land Südtirol genehmigte Finanzierung neuer Infrastrukturen für die Drei-Zinnen-Hütte (Sepp-Innerkofler-Hütte) in Höhe von knapp vier Millionen Euro Steuergeld.

Wie aus einem Bericht der Tageszeitung Dolomiten vom 7. Jänner 2026 hervorgeht, sollen Abwasserleitungen, Stromversorgung und Glasfaseranbindung über eine rund 4,8 Kilometer lange Trasse realisiert werden.

Weiterlesen

Das BSW erklärt sich bereit zu Sondierungsgesprächen mit der AfD und auch einen AfD-Landtagspräsidenten will das Bündnis Sahra Wagenknecht wählen.

Weiterlesen

Die Marktanalyseplattform Geiger’s Capital Gains hat kürzlich eine Statistik des dänischen Finanzministeriums veröffentlicht. Darin wurde untersucht, wie hoch die Netto-Steuerleistung von Einwanderern ausfällt. Das Fazit von Geiger’s Capital Gains spricht für sich: „Das ist verrückt!“

Weiterlesen

Anlässlich aktueller Presseberichte über eine Parteispende des Unternehmers Kurt Krieger erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

„Die Berichterstattung über eine mutmaßliche Spende aus dem Unternehmensumfeld von Kurt Krieger an die AfD wirft neue Fragen auf. Auch wenn es sich dabei um Vorgänge außerhalb Kiels handelt und eine abschließende Bewertung Zurückhaltung erfordert, ist der Sachverhalt politisch sensibel. Die AfD steht in Teilen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, ihre Positionen sind mit demokratischen Grundwerten vielfach unvereinbar. Vor diesem Hintergrund entsteht ein problematisches Bild, das über den konkreten Einzelfall hinausweist.

Weiterlesen

Zur Ankündigung der Landesregierung, künftig Drug-Checking-Modellvorhaben in Schleswig-Holstein zu ermöglichen, erklärt der sozialpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Christian Dirschauer:

„Es ist gut, dass Drug-Checking endlich kommt. Schade ist nur, dass CDU und Grüne dafür fast drei Jahre gebraucht haben, um am Ende eine Lösung vorzulegen, die viele Betroffene weiterhin gar nicht erreicht.

Weiterlesen

Die EU-Kommission hat in einer offiziellen Anfragebeantwortung an den freiheitlichen EU-Abgeordneten Gerald Hauser die Umweltverschmutzung durch Mikroplastik aus Windkraftanlagen nicht bestritten — und die norwegische Studie, wonach jährlich bis zu 62 Kilogramm Mikroplastik pro Windrad in die Umwelt gelangen, unwidersprochen stehen lassen.

Weiterlesen
Calendar
«September 2026»
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930 
Wenn der Staat seine Feinde sucht: Die Grenzen der wehrhaften Demokratie

Der Kampf gegen Extremismus ist eine der wichtigsten Aufgaben des demokratischen Staates. Doch jeder Kampf gegen einen Gegner verändert auch denjenigen, der ihn führt.

Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?

Grundgesetz nach Bedarf: Artikel 146 vergessen, Artikel 37 griffbereit

Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?

Der mündige Bürger und der erlernte Konsens: Was der Beutelsbacher Konsens über die Grenzen staatlicher politischer Bildung verrät

Deutschland wollte freie Bürger erziehen. Doch was, wenn aus dem Ideal des mündigen Bürgers am Ende ein Bürger geworden ist, der vor allem gelernt hat, welche Antworten als richtig gelten?