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5 geplante Windkraftzonen im Waldviertel – Kritik
26-08-2026, 17:57

von Thomas Oysmüller
Fünf neue Windkraftzonen im Waldviertel sind geplant, obwohl zwei davon bereits ausgeschieden waren und zwei bereits eine negative Volksbefragung gebracht haben. Nun sin dort teilweise XXL-Windräder geplant. Die IG Waldviertel übt Kriitk.
Eine aktuelle Pressemitteilung der IG Waldviertel:
Im Zuge der ersten Novelle des sektoralen Raumordnungsprogramms Windkraft wurden im September 2024 von der NÖ Landesregierung fünf neue Windkraftzonen im Waldviertel ausgewiesen: WA101 und WA102 Bärnkopf, WA105 Predigtstuhl, WA107 Sasswald und WA109 Burgschleinitz. Die Auswahl dieser Standorte wirft zunehmend Fragen auf.
Bereits bei den Flächen um Bärnkopf (WA101 und WA102) bestehen erhebliche Natur-, Arten- und Landschaftsschutzkonflikte. Auch die übrigen neuen Zonen werfen Fragen auf. Besonders bemerkenswert: Die Standorte Predigtstuhl (WA105) und Sasswald (WA107) waren bereits im Zuge der Zonierung 2014 ausgeschieden. Die Zone Burgschleinitz (WA109) wurde nach einer negativen Volksbefragung bereits wieder gestrichen. Beim Predigtstuhl (WA105) führte eine ebenfalls negative Volksbefragung zu einer Verkleinerung der Zone.
„Fünf neue Zonen, davon zwei bereits 2014 ausgeschiedene Standorte, zwei negative Volksbefragungen sowie erhebliche Natur-, Arten- und Landschaftsschutzkonflikte – das wirft grundlegende Fragen zur Qualität der Standortwahl auf“, kritisiert die IG Waldviertel.
Die IG Waldviertel fordert deshalb eine umfassende und transparente Aufarbeitung des Auswahlverfahrens. Offenzulegen sei, nach welchen Kriterien die fünf neuen Waldviertler Windkraftzonen ausgewiesen wurden, wie bekannte Konflikt- und Ausschlussgründe berücksichtigt wurden und weshalb mit Predigtstuhl und Sasswald zwei bereits 2014 ausgeschiedene Standorte neuerlich in die Zonierung aufgenommen wurden. Ebenso müsse nachvollziehbar sein, welche Rolle Natur-, Arten- und Landschaftsschutz sowie die Akzeptanz der unmittelbar betroffenen Bevölkerung bei der Entscheidung spielten.
„Die Landesregierung muss erklären, wie Standorte mit einem derartigen Konfliktpotenzial ausgewiesen werden konnten. Die Folgen dieser Standortwahl dürfen nicht auf Gemeinden und Bevölkerung abgewälzt werden. Aus den erkennbaren Fehlentwicklungen müssen Konsequenzen für künftige Planungsentscheidungen gezogen werden“, fordert die IG Waldviertel.
Dabei geht es der IG Waldviertel nicht um eine grundsätzliche Diskussion über erneuerbare Energie, sondern um die Verantwortung des Landes für eine nachvollziehbare und fachlich belastbare Raumplanung: „Wer Zonen für bis zu 260 Meter hohe Windkraftanlagen festlegt, muss deren tatsächliche Eignung vor der Ausweisung umfassend prüfen. Ein ‚Weiter wie bisher‘ darf es nicht geben.“
Bild © European Union, 2009, The island of Samsoe- an example of a self-sufficient community in renewable energy (P-015696-00-10), CC BY 4.0
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