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Coesfelder Liste: In NRW werden nicht einmal die Kriminellen abgeschoben | NIUS Live

12-09-2026, 12:36

Eine interne Liste aus Nordrhein-Westfalen sorgt gerade für massiven Wirbel: Die Ausländerbehörden in Unna und Coesfeld sammelten 2024 die Daten von rund 6.800 ausreisepflichtigen Menschen aus dem Irak und vom Westbalkan – eigentlich, um Abschiebungen zu erleichtern. Jetzt wurde die sogenannte Coesfelder Liste mit dem Polizeisystem abgeglichen, und das Ergebnis lässt aufhorchen: 2.100 der Betroffenen sind der Polizei bekannt und tauchen in mindestens 12.000 Ermittlungsverfahren auf – von schwerer Körperverletzung über Totschlag bis hin zu Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Betrug und Diebstahl.

Im Zentrum der Debatte steht Köln, für das die Liste ursprünglich erstellt wurde. Unna und Coesfeld boten der Stadt Unterstützung bei der Beschaffung von Ausweispapieren an, um Rückführungen zu ermöglichen – Köln lehnte ab und setzte stattdessen auf ein Integrationsprogramm.

Wir sprechen bei NIUS Live mit Alexander Steffen, integrationspolitischem Sprecher der FDP im NRW-Landtag und Sprecher seiner Fraktion für Kommunales, der selbst in der Sondersitzung des Integrationsausschusses saß. Er ordnet ein, wo die Verantwortung zwischen Land und Kommunen liegt, warum aus seiner Sicht bislang nur ein Bruchteil der angekündigten Abschiebungen umgesetzt wurde und welche Rolle NGOs sowie das Kölner „Perspektivprogramm" dabei spielen.

Bei NIUS Live sprachen NIUS-Politikchef Ralf Schuler, NIUS-Kolumnist Ben Brechtken und Alexander Steffen, integrationspolitischer Sprecher der FDP im NRW-Landtag, mit Moderator Norbert Dobeleit über das Thema.
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