Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Das Landestheater braucht jetzt unsere Unterstützung!
Südschleswigsche Wählerverband 9-05-2026, 06:30 social
Wir haben es in der Vergangenheit immer wieder hinbekommen, den Betrieb von Theatern abzusichern oder neu aufzustellen. Und uns als SSW ist sehr daran gelegen, dass uns das wieder gelingt.“
Jette Waldinger-Thiering zu TOP 24 - Theaterland Schleswig-Holstein – Fortschreibung des Konzeptes zur Sicherung der öffentlichen Theater (Drs. 20/4287, 20/4443)
Die Geschichte unseres Landestheaters ist eine, die mir besonders gut gefällt.
Schon 1900 hatte es in der Provinz Schleswig-Holstein Pläne für ein Städtebundtheater Schleswig-Rendsburg-Husum gegeben, die im ersten Anlauf nicht umgesetzt werden konnten.
1945 gab es dann die ersten Gehversuche des Städtebundtheaters, zunächst als privates Unternehmen, später dann als GmbH, die jedoch vier Jahre später aus finanzieller Not heraus wieder aufgelöst wurde.
Kurz darauf wurde die Landesbühne Schleswig-Holstein unter Verantwortung der Stadt Rendsburg, aber in einem Zusammenschluss mit dem Kreis Rendsburg und der Stadt Neumünster gegründet. Die Beiträge konnten schon bald aber nicht mehr nur von Rendsburg getragen werden und 1974 wurde der Vertrag geschlossen, der den Grundstein für die heutige Schleswig-Holsteinische Landestheater und Sinfonieorchester GmbH legte.
Eigentlich war die Geschichte unseres Landestheaters also immer schon eine, die von Umstrukturierung und von Neuanfängen geprägt war. Eine, die sich mit strukturellen Defiziten und Rationalisierung des Betriebs auseinandersetzen musste. 2010 drohte die Insolvenz und 2015 stieg der Kreis Dithmarschen aus dem Landestheater aus, zehn Jahre später wieder ein.
Zuletzt stieß Anke Spoorendonk, damals noch als Abgeordnete des SSW, einen Bericht der Landesregierung an, um die strukturelle Weiterentwicklung des Landestheaters und Maßnahmen der Landesregierung in den Blick zu nehmen. Wenig später konnte sie diesen Bericht, nun als Ministerin, dem schleswig-holsteinischen Landtag präsentieren. Es folgte ein Konzept zur langfristigen finanziellen Absicherung des Landestheaters, das unserer Wahrnehmung nach auch viele Jahre gut funktioniert hat.
Ich habe vorhin gesagt, dass mir die Geschichte des Landestheaters besonders gut gefällt. Ich hoffe, es ist deutlich geworden, warum:
In einem Flächenland wie Schleswig-Holstein gibt es für kulturelle Einrichtungen viele Herausforderungen, besonders im ländlichen oder nicht so dicht besiedelten Raum. Aber wir haben es in der Vergangenheit immer wieder hinbekommen, den Betrieb von Theatern abzusichern oder neu aufzustellen. Und uns als SSW ist sehr daran gelegen, dass uns das wieder gelingt.
Wir fordern nun die Landesregierung auf, diesen Bericht, dieses Konzept zur Sicherung, weiterzuentwickeln. Wir glauben, dass es die Unterstützung der Landesregierung nun braucht. Und wahrscheinlich auch, mit Blick auf den Landeshaushalt, die Unterstützung aus dem Parlament.
Denn dass das Landestheater erneut vor großen Herausforderungen steht, sollte mittlerweile allen klar sein. Wer etwa einmal in die jeweiligen Jahrsabschlüsse des Landestheaters guckt, dem werden negative Jahresergebnisse auffallen, die jährlich zwischen 1-2 Millionen Euro liegen. Das Landestheater befindet sich erneut in einem strukturellen Defizit.
Auch im Beteiligungsbericht der Stadt Flensburg spielen diese Zahlen eine Rolle. Das ist wenig verwunderlich, denn die Stadt Flensburg ist die größte kommunale Gesellschafterin und damit kommunale Hauptträgerin des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters. Von den insgesamt 5,8 Millionen Euro, die die beteiligten Kommunen jährlich aufbringen, steuert Flensburg rund 2,6 Millionen Euro bei.
Nun unterhält man sich in Flensburg und innerhalb der Gesellschafter mit Blick darauf, vor welcher finanziellen Situation das Landestheater steht, aus meiner Sicht verständlicherweise darüber, ob alles so weiterlaufen kann wie bisher. Und kommt zu dem Schluss, dass das wahrscheinlich nicht der Fall sein kann.
Und da finde ich wirklich ein Schießen gegen die Stadt Flensburg, wie es die regierungstragenden Fraktionen in ihrem Antrag tut, unfair. Die kommunalen Vertreterinnen und Vertreter in Flensburg haben, scheinbar noch vor den anderen Gesellschaftern, den Ernst der Lage erkannt und verantwortungsvoll gehandelt.
Man kann in der derzeitigen Haushaltslage der Kommunen nicht die Stadt Flensburg rügen, ohne selbst Lösungswege aufzuzeigen oder unterstützende Landesmittel in Aussicht zu stellen. Von einer Landesregierung erwarte ich mehr.
https://www.ssw.de/themen/das-landestheater-braucht-jetzt-unsere-unterstuetzung
Im Zuge der Krankenhausfusion von Diako und dem Franziskus-Hospital in Flensburg verschlechtert sich die Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen ab dem 1. März gravierend. In einem gemeinsamen Antrag mit Bündnis 90/Die Grünen fordert Stefan Seidler (SSW) die Bundesregierung darum auf, wirksame Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung zu ergreifen. Krankenhausfusionen dürften nicht dazu führen, dass medizinische Versorgungsaufträge faktisch ausgehöhlt werden, so wie es in Flensburg konkret der Fall ist.
read more..Wegen zunehmender politischer Differenzen hat der oberbayerische Bezirksrat Christian Zeininger Partei und Fraktion der FW verlassen und ist der Bayernpartei beigetreten.
read more..Die derzeitigen Möglichkeiten reichen nicht aus, sind schwierig und kommen für viele zu spät.
read more..Nach dem linken Anschlag auf das Berliner Stromnetz, der bereits ein Todesopfer gefordert hat, ist für BÜNDNIS DEUTSCHLAND (BD) die Unfähigkeit des Berliner Senats und des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf nicht mehr zu überbieten. „Hier hilft nur noch die politische Abrissbirne“, sagt der stellvertretende Parteivorsitzende Carsten Schanz.
read more..Coswig, 4. Juni 2026. In der Kreistagssitzung des Landkreises Meißen stimmte der Kreistag mehrheitlich mit 43 JA-Stimmen zu 22 NEIN-Stimmen und bei 11 Enthaltungen Haushaltsplan und Haushaltssatzung für das Jahr 2026 zu. Die FREIEN SACHSEN im Kreistag Meißen stimmten gegen den Haushalt. Das Abstimmungsverhalten der AfD war uneinheitlich, ebenso das des BSW, während aus den Reihen von CDU, SPD/GRÜNE/LINKE sowie Freie Wähler/FDP ganz überwiegend Zustimmung zu diesem ruinösen Haushalt kam. Damit blieb das dringend notwendige Signal an Landes- und Bundesebene, das durch eine Ablehnung des Haushaltes ausgelöst worden wäre, leider aus.
read more..BOZEN – Am Dienstag, den 17. März 2026, fand in der Herz-Jesu-Kirche in Bozen die Beerdigung von Eucharistiner Pater Dr. Dr. Walter Marzari SSS statt. Den feierlichen Trauergottesdienst zelebrierte Diözesanbischof Ivo Muser gemeinsam mit Generalvikar Eugen Runggaldier und weiteren Geistlichen.
read more..Dänischer Gesundheitsdienst erhält ab 2027 Zuschuss für Schuleingangsuntersuchungen
read more..SSW begrüßt Genehmigung des Flensburger Haushaltes und freut sich, dass die geplanten Investitionen für 2026 fast im gesamten Umfang getätigt werden können
read more..Die stellvertretende Generalsekretärin der Bayernpartei, Nadine Holzner, äußert sich zur aktuellen Entwicklung rund um den geplanten Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung: „Ganztagesbetreuung kann eine sinnvolle Unterstützung sein.
read more..Tag cloud
Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.
Weiterlesen
Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt
Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
Weiterlesen
Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.
Weiterlesen