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Kritik an Berichterstattung deutschsprachiger Leitmedien zu US-Biolaboren in der Ukraine
25-06-2026, 15:23 Sicherheit, Internationale Beziehungen, Europa
Berlin / Hamburg / Regensburg. Mehrere Experten kritisieren die Berichterstattung in etablierten deutschsprachigen Medien zu US-finanzierten Biolaboren in der Ukraine. Die Direktorin der US-Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, hatte hierzu jüngst neue Beweise enthüllt. Im Fokus der Kritik stehen zwei aktuelle Beiträge bei „ZDF-Heute“ und in der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ). Dort werden die Äußerungen und Informationen Gabbards mit „russischer Desinformation“, „prorussischer Haltung“ und „Verschwörungstheorien“ in Verbindung gebracht. Von Multipolar angefragte Analytiker halten die Berichterstattung von ZDF und NZZ für „unverantwortlich“ und „unseriös“.
In beiden Artikeln wird die Gefahr der Lagerung von Erregern potentieller biologischer Kampfstoffe und der Gain-of-function-Forschung, die Geheimdiensten und Fachleuten zufolge wahrscheinlich COVID-19 ausgelöst hat, mit dem Verweis auf zivile Forschung zur Bekämpfung von Krankheitserregern erklärt. Ähnlich hatten bereits 2022 der „Tagesschau-Faktenfinder“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.
Der deutsche Physikprofessor Roland Wiesendanger, der bereits in einer Anfang 2021 veröffentlichten Studie auf deutliche Hinweise für die These des Laborursprungs von SARS-CoV-2 aufmerksam gemacht hat, bezeichnete die Berichterstattung „einiger deutschsprachiger Medien“ gegenüber Multipolar als „unverantwortlich“. Erst sei die „bloße Existenz“ der Labore von Leitmedien geleugnet worden, obwohl die damalige stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland im US-Fernsehen bereits zu Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs deren Existenz bestätigt habe. Nun werde die problematische Forschung, welche in diesen „nicht mehr weg zu diskutierenden Biolaboren“ durchgeführt wird, verharmlost, sagte Wiesendanger. Stattdessen wäre es angebracht, dass Leitmedien die „hoch riskanten Experimente“ mit pandemiefähigen Erregern kritisieren und eine weltweite Ächtung dieser „unmoralischen und unethischen Forschung“ zu fordern.
Auf Anfrage von Multipolar ordnete der Amerikanist und Propagandaforscher Jonas Tögel die Veröffentlichungen von Gabbard als „hochbristant“ ein und nannte die Geheimdienstchefin eine „verlässliche Quelle“. Dass in den Publikationen von ZDF und NZZ nicht „kritisch sowie ergebnisoffen“ über Biolabore – auch in der Ukraine – diskutiert werde, läge darin begründet, dass spätestens seit Beginn der „Kognitiven Kriegsführung“ der Nato 2020/2021 weite Teile der „etablierten Medien“ noch stärker als zuvor in einen „Kampfmodus“ verfallen seien. Darin gehe es nicht mehr um „tatsächliche Fakten“, sondern um „Narrative und Feindbilder“. Die Existenz von US-finanzierten Biowaffenlaboren in der Ukraine sei für die derzeitige Aufrüstung und damit einhergehende „Kriegspropaganda“ ein „schädliches Narrativ“. Daher werde es augenscheinlich mit dem von der CIA geprägten Begriff „Verschwörungstheorie“ oder vagen, abwertenden Diffamierungswörtern wie „Desinformation“ oder „russische Propaganda“ bekämpft, erläuterte Tögel.
Norbert Häring, Wirtschaftsjournalist und Autor des Sachbuchs „Der Wahrheitskomplex“, bezeichnete den als „Faktencheck“ publizierten ZDF-Beitrag gegenüber Multipolar als „indiskutabel“. Gain-of-function-Forschung werde darin fälschlicherweise „als alleiniges Instrument zur besseren Abwehr neuer Krankheitserreger“ erklärt, „als ob es offensive und defensive Biowaffenforschung gar nicht gäbe“. Die Tatsache, dass Russland seit längerem behauptet, was Gabbard nun verkündet hat, werde „wie ein Gegenbeweis behandelt“. Dabei habe Russland „offenkundig das größte Interesse“, ein solches mögliches Biowaffenprogramm bekannt zu machen. Umgekehrt würden „offenkundig parteiische Quellen“ herangezogen, um als Tatsache zu behaupten, dass die Labore in der Ukraine „nur der Verbesserung von Sicherheit dienen sollen“. Zudem werde Gabbard trotz ihres hohen Amtes „ohne Nennung konkreter Quellen“ beschuldigt, seit Jahren „eine Verbreiterin russischer Desinformation“ zu sein. Dies sei „unseriös“, betonte Häring.
Die Russische Botschaft in Berlin verwies auf Anfrage von Multipolar auf eine Pressemitteilung der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, vom 12. Mai sowie auf eine Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin von 2023. Mehrmals habe die russische Regierung die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf die gefährliche und von niemandem kontrollierte militärisch-biologische Tätigkeit der USA außerhalb ihres nationalen Territoriums gelenkt, sagte Sacharowa. Dabei ging es auch um die Ukraine in „unmittelbarer Nähe des russischen Staatsgebiets“. Die „Enthüllungen“ der US-Geheimdienste würden von der russischen Führung als ein erster Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Anerkennung und einer ganzheitlichen Lösung des Problems angesehen. Putin hatte in seiner Rede gesagt, die USA und die Nato hätten ihre Militärstützpunkte und ihre geheimen Biolabore „forciert“ an die Grenzen Russlands verlegt.
Außer in den beiden Beiträgen des ZDF und der NZZ findet sich in keinem etablierten überregionalen deutschsprachigen Medium ein Hinweis auf die jüngsten Enthüllungen der US-Geheimdienstdirektorin. Im Gegensatz dazu haben mehrere regierungskritische Medien wie die Schweizer „Weltwoche“, die „Berliner Zeitung“, die Tageszeitung „junge Welt“, das österreichische Online-Magazin „tkp“ oder die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ über das Thema berichtet. Bei den „NachDenkSeiten“ und im „Overton-Magazin“ erschienen mehrseitige Beiträge mit Hintergrundinformationen und dem Verweis auf die Verbindung zu COVID-19 sowie der Möglichkeit, Biowaffenforschung unter dem Deckmantel der zivilen Gefahrenabwehr zu betreiben.
Paukenschlag: Die Freien Sachsen haben am heutigen Tag juristische Schritte gegen das angebliche Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl von Aue-Bad Schlema eingeleitet und die Wahl offiziell angefochten. Vor knapp zwei Wochen siegte Stefan Hartung nach Auszählung der Urnenwahllokale mit etwa 53 % gegen den CDU-Kontrahenten, doch nach den Briefwahl-Stimmen lag dieser plötzlich denkbar knapp vorne. Bereits unmittelbar nach dem Wahlabend gab es Hinweise auf diverse Unregelmäßigkeiten und Gesetzesverstöße.
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„Die Verzögerung bei der Entwicklung des Industriegebiets Strandort ist für den Kieler Norden zunächst eine unerfreuliche Nachricht. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung, wie groß das wirtschaftliche Potenzial des Standorts weiterhin ist. Mit der geplanten Wiederaufnahme der Produktion durch Caterpillar entstehen Arbeitsplätze, die der Kieler Norden dringend benötigt. Vor diesem Hintergrund sind die zusätzlichen Planungsmonate zwar ärgerlich, aber grundsätzlich vertretbar.
Der Computer namens Deutschland läuft seit Jahrzehnten auf demselben Kernel.
Die Verfassung: solide geschrieben, 1949. Für eine Welt ohne Internet, ohne Klimadebatte, ohne Masseneinwanderung, ohne globale Lieferketten. Was damals State of the Art war, ist heute Legacy-Code. Niemand versteht mehr alles. Niemand will es anfassen. Wer es anfassen will, scheitert an tausend Sonderfällen, die über die Jahrzehnte hineingepatcht wurden.
Gesetze sind Programmcode. Und dieser Code ist aufgebläht, widersprüchlich, voller veralteter Routinen, die eigentlich längst ersetzt gehörten. Aber niemand traut sich. Zu komplex. Zu viele Abhängigkeiten.
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„Auch in diesem Jahr macht der Equal Pay Day deutlich: Von echter Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern sind wir noch immer ein gutes Stück entfernt. Zwar verbessern sich einzelne Kennzahlen leicht, doch der bereinigte Gender Pay Gap, also der Lohnunterschied bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit, sinkt seit Jahren kaum. Das zeigt, dass strukturelle Ungleichheiten fortbestehen. Noch immer übernehmen Frauen überproportional häufig unbezahlte Sorgearbeit oder reduzieren ihre Erwerbstätigkeit, nicht zuletzt, weil sich ihre Arbeit finanziell oftmals weniger lohnt.
Ich habe mich bei ihrem Chef über sie beschwert, dann saß sie bei mir am Tisch.
Sophie-Marie Schulz ist mit Mitte Zwanzig eine der jüngsten Politik-Ressortleiterinnen Deutschlands und hat in der Berliner Zeitung einen Artikel über mein Gespräch mit Björn Höcke geschrieben.
Joachim Gauck bei Markus Lanz: Warum seine Diagnose der deutschen Demokratie und der „Gefahr“ durch die AfD nicht nur naiv, sondern gefährlich arrogant ist?
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Die Bundesrepublik Deutschland nennt sich eine freiheitliche Demokratie. Doch Demokratie ist mehr als ein Wahltag alle vier Jahre. Sie lebt davon, dass Bürger Macht begrenzen, Entscheidungen beeinflussen und Regierende zur Verantwortung ziehen können. Genau hier beginnt das Unbehagen: Der Staat beruft sich immer häufiger auf „unsere Demokratie“, während er zugleich den Raum verengt, in dem über diese Demokratie grundsätzlich gestritten werden darf.