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Wo ist unser Gold?

Freie Bayern 11-01-2026, 02:37

Frage:

Hat Deutschland und Bayern keinen Zugriff mehr auf die eigenen Goldreserven? Gehören unser Gold überhaupt noch uns und ist das Gold überhaupt noch da?

Hintergrund:

Italien fordert sein Gold zurück und die die EZB-Autorität infrage. Rom fordert das staatliche Eigentumsrecht an den Goldbeständen der Banca d’Italia ein. 1)

Die EZB pocht darauf, dass nationales Gold zwar physisch im jeweiligen Mitgliedstaat liegt, politisch und funktional jedoch Teil des Euro-Systems ist. Rom sieht das anders und betont, dass Goldreserven im Kern Staatsvermögen seien, das lediglich durch die nationale Zentralbank verwaltet wird.

Wie ist es nun wirklich? Haben die deutschen Politiker unser Gold der EZB überlassen und damit verschenkt? Spätestens seit der Neuordnung der Goldregeln durch Basel III sind die Eigentumsverhältnisse ins Zwielicht geraten. Wer aber Gold verfügt, verfügt im Krisenfall auch über die Möglichkeit, finanzielle und geldpolitische Unabhängigkeit zurückzugewinnen.

Die EZB steht nicht umsonst in der Kritik:

  • EZB trifft wichtige Entscheidungen (Zinsen, Geldpolitik) ohne direkte demokratische Kontrolle.
  • Maßnahmen wie Anleihekäufe oder Zinspolitik benachteiligen wirtschaftlich schwächere Länder
  • Hohe Liquiditätszufuhr und Anleihekäufe führen langfristig zu Inflationsrisiken
  • Niedrige Zinsen begünstigen Großanleger und Banken, belasten aber Sparer und kleinere Anleger.
  • Entscheidungen und interne Analysen der EZB sind nicht immer vollständig öffentlich zugänglich.
  • Die EZB reagiert zu spät auf Finanzkrisen und stimmen Maßnahmen nicht nicht ausreichend ab

Deutschland hält etwa 3.352 Tonnen Goldreserven und der Marktwert dieses Goldes dürfte jetzt bei über 300 Milliarden Euro liegen. Angeblich liegen etwa 1.710 Tonnen in Frankfurt, rund 1.236 Tonnen bei der US‑Notenbank (in New York) und etwa 405 Tonnen bei der Bank of England in London. Aber es ist schon lange her, dass irgendjemand dieses Gold sehen oder kontrollieren durfte. Warum wohl?

Nachdem der Bevölkerungsanteil Bayerns in Deutschland bei rd. 16 % liegt, stehen Bayern von diesen 3.352 Tonnen 536 Tonnen mit einem aktuellen Marktwert von rd. 61 Mrd. € zu. Nur zur Information: der bayerische Staatshaushalt in 2024 betrug 73,7 Milliarden Euro.

Lösung:

Gold dient seit Jahrhunderten als Garantiereserve staatlicher Stabilität. Bayern ist nicht länger bereit diese Risiken der Instabilität des Euro-System mit zu tragen und stellt die Finanz- und Geldpolitik der EZB ernsthaft in Frage. Wir möchten aussteigen, ehe die EZB die „Euro-Wagen“ vollständig an die Wand fährt.

Die Bayerische Staatsregierung soll deshalb klarstellen – lassen – dass dieser Anteil der Goldbestände Bayern gehört und nicht Spielgeld für die EZB-Bank in Frankfurt sind. Schließlich ist das Land Bayern Mitgesellschafter an der Deutschen Bundesbank und hat das Recht dazu.

Und wir fordern, den Anteil Bayerns an den deutschen Goldreserven auch in Bayern einzulagern.

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