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Minderheitenpolitik ist kein Randthema
Südschleswigsche Wählerverband 24-04-2026, 11:54 minorities Gesetzgebung
Rede des SSW-Fraktionsvorsitzenden Mats Rosenbaum zu TOP 9: Resolution zur Beibehaltung des Berichtswesens über den Schutz und die Förderung nationaler Minderheiten an die Landesregierung und den Landtag Schleswig-Holstein-RV 24/2026
Kære Fru Bypræsident,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
zur Überraschung unserer Landtagsfraktion sowie der Verbände der nationalen Minderheiten in Schleswig-Holstein fand sich im vergangenen Herbst im sogenannten Bürokratieentlastungsgesetz der Landesregierung der Vorschlag, die Berichtspflicht über die Lage der nationalen Minderheiten und Volksgruppen aus der Gemeinde- und Kreisordnung zu streichen.
Überraschend war dies insbesondere deshalb, weil die betroffenen Minderheitenverbände im Vorfeld weder informiert noch angehört wurden. Eingebunden wurden lediglich die kommunalen Spitzenverbände – und das, obwohl nur ein Teil der Kommunen überhaupt von dieser Berichtspflicht betroffen ist.
Die Kritik ließ daher zu Recht nicht lange auf sich warten – nicht zuletzt, weil dieser Vorschlag von einer schwarz-grünen Landesregierung kommt, die sich bislang eigentlich zu einer starken Minderheitenpolitik bekannt hat.
Umso mehr freue ich mich, dass sich die Stadt Flensburg heute – nach den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg – ebenfalls klar und kritisch zu diesem Vorhaben positioniert.
Ich danke ausdrücklich allen Ratsfraktionen, die diese Resolution mitgezeichnet haben – insbesondere auch den Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der CDU, die sich damit gegen den Vorschlag der eigenen Landesregierung stellen.
Das zeigt: In Flensburg ticken wir anders.
Wir stellen nicht parteipolitische Taktik in den Vordergrund, sondern die Sache – auch dann, wenn das bedeutet, von der eigenen Parteilinie abzuweichen.
Flensburg steht für einen nordischen, pragmatischen Politikstil – und darauf können wir gemeinsam stolz sein.
Gerade Flensburg als Hauptstadt der dänischen Minderheit trägt eine besondere historische Verantwortung für die Minderheitenpolitik in unserem Land. Nicht ohne Grund geht der Minderheitenbericht auf einen Beschluss dieser Ratsversammlung aus dem Jahr 2009 zurück.
Die spätere Verankerung in der Gemeinde- und Kreisordnung war folgerichtig – als konsequente Weiterentwicklung des verfassungsrechtlich garantierten Minderheitenschutzes. An dieser Stelle nun zu rütteln, wäre ein erheblicher Rückschritt für die Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein.
Der Minderheitenbericht macht deutlich: Minderheitenpolitik ist kein Randthema – und erst recht kein Thema, das allein den SSW betrifft. Sie ist eine Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft und ihrer Verwaltung.
Diese Berichte erfüllen eine wichtige Schutzfunktion:
Sie schaffen Transparenz über die Lage der Minderheiten, stärken das politische Bewusstsein und zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten auf – sowohl für die Einbindung der Minderheiten als auch für die Sichtbarkeit ihrer Sprachen und Kulturen.
Jeg glæder mig over, at vi Flensborg By alle kan stå fælles om denne beslutning. En beslutning der giver udtryk for de værdier, vores by og vores samfund står på. Det udtryker en moderne mindretalsforståelse, der anser os som naturlig del af folkefællesskabet i en historisk dansk-tysk grænseregion. En forståelse, der blandt andet giver mig muligheden for at tale på mit sprog i et byråd i min hjemstavn.
Ganz ohne Wermutstropfen bleibt meine Rede jedoch nicht.
Ich hätte mir sehr gewünscht, heute bereits auf den aktuellen Minderheitenbericht der Stadt Flensburg eingehen zu können. Nach Beschlusslage hätte dieser zur Mitte der Wahlperiode – also im November 2025 – vorliegen sollen.
Wie schon vor fünf Jahren ist der Bericht nun erneut deutlich verspätet. Zudem entstand bei meiner Fraktion der Eindruck, dass mit der Erarbeitung erst sehr spät – nämlich auf unsere Nachfrage hin – begonnen wurde.
Gerade dieses Beispiel zeigt: Selbst in der Hauptstadt der dänischen Minderheit gibt es in der Verwaltung noch Verbesserungsbedarf.
Ich hoffe daher, dass diese Resolution nicht nur ein Signal nach Kiel sendet, sondern auch intern wirkt – und dazu beiträgt, das minderheitenpolitische Bewusstsein in unserer eigenen Verwaltung weiter zu stärken.
Mange tak.
Anlässlich der heute vorgestellten Olympia-Informationskampagne von Land und Stadt Kiel erklärt die sportpolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:
"Es geht hier um mehr als Segelwettbewerbe und olympisches Flair - es geht um eine Entwicklungschance für Kiel, die die Stadt nachhaltig verändern kann. Insofern begrüßen wir als SSW sowohl die Bewerbung an sich als auch die Tatsache, dass die Kielerinnen und Kieler im Rahmen eines Bürgerentscheides selbst darüber bestimmen dürfen. Schließlich geht es hier um ihre Stadt, ihre Steuern und ihre Zukunft.
TELFS/MÜHLEN IN TAUFERS – Am heutigen Mittwoch, dem 25. Februar 2026, hatte eine Abordnung der Schützenkompanie Taufers im Pustertal die ehrenvolle Aufgabe, ihr Ehrenmitglied, den „Puschtra Bui“ Siegfried Steger, in Telfs abzuholen und ihn heimzubringen – zurück nach Mühlen in Taufers, in seine geliebte Heimat im Süden Tirols.
read more..Wenn wir systematisch Informationen über Lernstände, Unterricht, Prozesse und schulische Rahmenbedingungen sammeln und auswerten wollen, dann müssen die Daten dafür auch systematisch und standardisiert in der Fläche erhoben werden.
read more..Zu den aktuellen Diskursen in der Berichterstattung und Äußerungen der Architektenkammer SH zum Bau-Turbo erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:
„Jahrelang hat sich die Kooperation zu sehr auf die Fördergelder des Landes für den sozialen Wohnungsbau verlassen und dabei die Bildung eigener Ressourcen und Möglichkeiten zum Schaffen von bezahlbarem Wohnraum durch die Stadt vernachlässigt. Nun versucht man mit schnellgestrickten Anträgen zur Senkung von Baustandards und dem Verbiegen des Bau-Turbos Abhilfe zu schaffen. Beide Versuche erweisen sich als untauglich. Die nicht mit der Bau- und Wohnbranche abgesprochenen Änderungen verunsichern Investoren und haben bereits deutliche Kritik von Haus & Grund sowie der Architekten- und Ingenieurkammerkammer Schleswig-Holstein erzeugt.
Eigentlich müssen die Hochschulen so vielen Ansprüchen gerecht werden, dass sie an Attraktivität verlieren, sobald sie versuchen zu sparen.
read more..ast 2,5 Millionen Euro hat das Campact-Netzwerk bereits gesammelt, um gegen die AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern aktiv werden zu können. Die Hälfte der Summe soll an linke Gruppen in beiden Bundesländern fließen, die andere Hälfte in gezielte Maßnahmen, um Wahlergebnisse zu beeinflussen.
read more..Rund 400 Schützen setzten in Mantua ein starkes Zeichen für den Tiroler Freiheitskämpfer
MANTUA – In ehrendem Gedenken an den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer richtete heuer der Schützenbezirk Brixen im Auftrag des Südtiroler Schützenbundes die traditionelle Gedenkfeier am Sterbeort des Sandwirts aus. Rund 400 Schützen und Marketenderinnen aus allen Tiroler Landesteilen waren nach Mantua gereist, um am 20. Februar, dem Todestag des Tiroler Freiheitskämpfers, am Andreas-Hofer-Denkmal ein sichtbares Zeichen der Treue zu Glaube, Heimat und Tiroler Identität zu setzen.
read more..Es ist an der Zeit, wieder nach vorne gerichtet über Integration und Teilhabe zu sprechen. Als SSW vertreten wir die klare Haltung: Alle Menschen, die in unserem Bundesland leben, müssen sich willkommen fühlen.
read more..Die europäische Rechte befindet sich im Aufwind – und im Wandel. Während rechte metapolitische Projekte lange fast ausschließlich national gedacht wurden, wächst seit einigen Jahren eine neue Form der Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Genau an diesem Punkt setzt das Projekt Voxeuropa Herald an – und erhält deshalb eine Förderung in Höhe von 2.000 Euro durch „Ein Prozent“.
read more..Tag cloud
Über die umstrittensten Vorschläge der Rentenkommission wird bereits berichtet, vieles ist schon durchgesickert. Nun liegt erstmals die komplette Liste aller Empfehlungen vor. Nach Informationen des Handelsblatt umfasst der Abschlussbericht 33 Vorschläge für die Reform des Rentensystems. Die Ergebnisse sollen am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben werden.
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Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt
Wer verstehen will, wie inhaltsleer und desolat zugleich die deutsche Politik ist, sollte sich ein gerade von Friedrich Merz veröffentlichtes Video anschauen. Der Ausschnitt des vom Bundeskanzler auf der Plattform X veröffentlichten Videos geht 1 Minute und 29 Sekunden und stammt vom „Tag der offenen Tür“, der am Sonntag im Bundeskanzleramt stattfand. Leerformeln bauen auf Verharmlosungen und von auch nur halbwegs vernünftigen Ursachenanalysen fehlt jede Spur. Da gibt es eine „Welt“ und eine „Industrie“, die sich „verändern“ – ganz so, als ob Politiker und weitere konkret benennbare Personen nicht für diese Veränderungen verantwortlich wären. Merz liefert politische Dampfplauderei – substanzlos, aber zugleich gefährlich. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
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Im Jahr 2013 hielt der Ökonom Franz Josef Radermacher einen Vortrag, in dem er eine provokante These formulierte: Wenn genügend viele Menschen in Europa arm genug seien, dass sie im Wesentlichen keine Ressourcen mehr verbrauchen – also weder Auto fahren, im Winter heizen noch Fleisch konsumieren –, dann würden sich Energie- und Klimaprobleme scheinbar „von selbst“ lösen. Diese „Lösung“ sei zwar „nicht sozial- oder politikverträglich“, doch sie verdeutliche, wohin eine falsche Entwicklung führen könne: zu einer Gesellschaft mit fünf bis zehn Prozent Reichen, die ihren Wohlstand aufrechterhalten, weil es der Mehrheit schlecht geht. Radermacher warnte vor einer „Brasilianisierung Europas“ – einer Zweiklassengesellschaft, wie sie in vielen Regionen der Welt längst Realität ist.
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