Auf unserer Website gibt es keine Cookies und keine Web-Analyse.
Wir sammeln grundsätzlich keine Daten über unsere Leser.

Liebe Leserinnen und Leser,

Patria Germania steht für einen verantwortungsvollen Patriotismus, der Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung miteinander verbindet. Wir sind überzeugt: Eine lebendige Demokratie braucht offene Debatten, kritisches Denken und den Mut, auch schwierige Fragen anzusprechen.

Wir analysieren politische Entwicklungen, hinterfragen Entscheidungen und widmen uns Themen, die in der öffentlichen Diskussion häufig zu wenig Raum erhalten. Gemeinsam mit unseren Lesern suchen wir nach Antworten für eine starke, freiheitliche und demokratische Gesellschaft.

Patria Germania versteht sich als Plattform für Menschen, die Verantwortung übernehmen, über die Zukunft unseres Landes nachdenken und sich mit eigenen Ideen an der gesellschaftlichen Debatte beteiligen möchten. Wir freuen uns über Beiträge von Autoren, die nicht nur kritisieren, sondern auch nach Lösungen suchen und sich für die Zukunft unserer Heimat engagieren.

Wir laden alle ein, die mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und eigenen Ideen zur Gestaltung der Zukunft unseres Landes beitragen möchten.

Erwachens: Zurück in die Zukunft

15-07-2026, 17:49

von Michael Krater

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe kritische Mitmenschen,

schreiben zu können, hat zumindest für mich einen therapeutischen Charakter und somit möchte ich Sie gerne mit auf meine eigene kleine persönliche Reise des "Erwachens" mitnehmen. Eine subjektive Erzählung von sicherlich vielen Tausenden, die erzählt werden könnten und hoffentlich noch erzählt werden.

1996 und 1997 habe ich mit meinem 1930 geborenen und 2014 in der BRD verstorbenen Vater zwei sehr aufschlussreiche Reisen nach Ostpreußen, bis vor die Demarkationslinie zur Exklave Königsberg/Kaliningrad, unternommen.

Bei der Trauerfeier zur Beerdigung meines Vaters konstatierte der Pastor, dass diese beiden Reisen mit seinem jüngsten Sohn in seine Heimat die "Highlights" Fritz' - meines Vaters - in seinem Leben gewesen sind.

Fritz war Zeit meines Lebens ein traumatisierter Mann. 1944 auf der Flucht in Bartenstein von seiner Mutter getrennt, benötigte er drei Jahre mit wechselseitigen Inhaftierungen, um 1947 schließlich von der Insel Sylt aus mit Hilfe des DRK mit seiner Familie im Ruhrgebiet zusammengeführt zu werden.

Das konnte nicht gut gehen! Fritz machte sich älter und wurde für eine kurze Zeit von der Fremdenlegion für einen Einsatz in Tunesien angeworben.

Die übliche Geschichte danach:

Mann trifft Frau. Keine Wohnung. Mann heiratet schwangere Frau. Wohnung greifbar und dann realisiert.

Zweites Kind, Chaos und immer wieder Fluchtversuche von Fritz in Richtung Ostpreußen.

Als ich dann - quasi als eine Art Wunschkind - 1961 auf die Welt gekommen bin, wurden die Fluchtversuche eingestellt. Die Traumata blieben.

1996 und 1997 wusste ich noch nicht um den Status der BRD. Tatsächlich habe ich lediglich gehofft, mit dem Heimattourismus eine bisher nie vorhandene Nähe zu meinem Vater herzustellen, was sicherlich auch gelungen ist, ich aber erst später verstanden habe.

Ich konnte aber ab diesem Zeitpunkt immer besser verstehen, was mit diesem Menschen in seiner pubertären Entwicklung passiert sein muss und irgendwann habe ich akzeptieren können, dass er so ist, wie er ist.

Tatsächlich habe ich aber auch schon 1996/97 gemerkt, dass ich eine besondere emotionale Nähe zu diesen geographischen Breitengraden entwickeln würde.

Als ich dann irgendwann - es begann mit der Euro-/Griechenland-Krise Anfang der 2010er Jahre - über ESM und sonstige Rettungspakete immer mehr und immer näher zu den Wurzeln der BRD gelangen konnte, war der Weg der Information zurück bis zum Kaiser-Reich vorprogrammiert.

Damit habe ich mich anfangs sehr sehr schwer getan. Diese Pickel-Hauben-Nummern, Radetzky-Märsche etc. pp. Da wollte ich als Kriegsdienstverweigerer und Unterschicht-Emporkömmling eigentlich nichts mit zu tun haben.

Ich als Stones-und Status Quo-Fan!

Irgendwann Mitte der 2010er Jahre habe ich dann angefangen zu verstehen, als mir das erste Mal die Personalausweisnummer

( Lediglich Vermutung dass... nur ein Staatsangehörigkeitsausweis etc...) begegnet ist.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich für mich eine Verbindung erkennen können. Die zu meinen Ahnen und insbesondere zu meinem Vater, mit dem ich zum Glück zum Zeitpunkt seines Todes 2014 im Reinen war. Ich konnte und wollte nicht verstehen, dass der 1903 geborene Preuße (Großvater) und sein 1930 geborener Sohn als Staatenlose in der BRD verstorben sind.

2020 - als der große Schnupfen unser Leben dominieren sollte - habe ich dann - zusammen mit meiner Frau die Initiative ergriffen, mich gründlich vorbereitet und 2021 dann - im Zuge der anstehenden möglichen Impfverpflichtungen - meine Staatsangehörigkeit im Königreich Preußen festgestellt und nachgewiesen.

Seit 2021 führe ich - nach der Ablehnung der Feststellung - dieses Verfahren vor dem VG und bald ist eine mündliche Verhandlung angesagt. Parallel dazu klage ich gegen Bund und Stadt auf die Herausgabe der von mir unterschriebenen Anträge auf Ausstellung der Personalausweise seit 1981.

Entgegen der (verständlich) apostrophierten Aussichtslosigkeit meiner Verfahren, habe ich mich zu diesen Schritten entschlossen, weil ich es schwarz auf weiß begründet wissen will. Für mich und für meine Ahnen. Und auch vor dem Hintergrund, dass es die BRD gibt. Sie ist da und das kann niemand wegdiskutieren.

Ich wünsche mir, dass die vielen kritischen Menschen, die nicht so wie ich - mittelbar - Kriegsopfer sind, viel einfacher, gelassener (emotionsloser) an die ganze Sache herangehen können.

Es bedarf zunächst lediglich sich in das Grundgesetz FÜR die BRD einzuarbeiten und die zunächst unverständlichen Artikel herauszuarbeiten und zu hinterfragen. Alles andere ergibt sich für Wissbegierige von selbst.

Über allem "thront" hier der Artikel 146 des GG.

Wer diesen Artikel in seiner Substanz der Möglichkeiten (die deutsche Sprache ist sehr präzise!) versteht und sich die Frage stellt, warum dieser Artikel eine Art Dornröschenschlaf hält, halten muss, der wird zu dem Ergebnis kommen können, dass die Umsetzung dieses Artikels von verschiedenen Seiten nicht gewollt ist.

Mir hat immer geholfen und hilft mir heute noch, dass ein "Zurück in die Zukunft" nicht an die Bilder geknüpft ist, die wir so erlernt haben.

Das früher mehr LAMETTA war ist unbestritten, aber wer benötigt heute schon noch LAMETTA?

Insofern sehe ich auch die "Bundesstaaten-Treffen" in der dargebotenen Form kritisch. Ich kann den Hintergrund verstehen, bin mir aber ziemlich sicher, dass die jüngeren grundsätzlich interessierten Menschen, sich eher von den " militaristisch anmutenden " Aufzügen der Bundesstaaten distanzieren.

Diese kritische Anmerkung kann ich leider (noch) nicht mit Vorschlägen zur Verbesserung ausgestalten.


Glückauf aus Gelsenkirchen!

Michael Krater

Ähnliche Nachrichten

Die Ergebnisse des heutigen Marschbahngipfels auf Sylt kommentieren der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler und die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion Sybilla Nitsch wie folgt

Weiterlesen

Die frühere Grünen-Politikerin, Autorin und Unternehmerin blickt auf die Lage in Deutschland. 

Weiterlesen

Der Kölner Medienanwalt Carsten Brennecke meldet einen weiteren juristischen Sieg gegen das Potsdam-Märchen von Correctiv. Diesmal ist die extrem linke Kampagnenplattform Campact betroffen, die nun verurteilt wurde, weil sie die Schaudergeschichten von Correctiv weiterverbreitet hat.

Weiterlesen

Hat ausgerechnet ALICE WEIDEL gestern den ersten großen Hinweis auf Überläufer in SACHSEN-ANHALT gegeben? 

Weiterlesen

Zur heutigen Debatte im Wirtschaftsausschuss über die anhaltenden Probleme der Schleifähre Missunde III erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Sybilla Nitsch:

„Der Verkehrsminister hat heute sehr offen über die zahlreichen Probleme rund um die Missunde III gesprochen. Er sprach von einem Vertrauensverlust in der Region, von einem Haufen Planungsfehlern und sogar von einer Katastrophe für die Menschen vor Ort. In der Analyse liegt er damit nicht einmal falsch.
Das Problem ist nur: Wer all diese Fehler benennt, muss irgendwann auch erklären, welche Konsequenzen daraus folgen.

Weiterlesen

Die Klima-Katastrophe ist abgesagt, der Weltklimarat (IPCC) hat sein Horror-Szenario auch auf Druck eigener Wissenschaftler geschreddert. Also genau das Extrem-Modell, auf dem die deutsche Klimapolitik basiert. Und trotzdem macht die Bundesregierung genauso weiter.

Weiterlesen

Schützen und Bürgermeister setzen gemeinsames Zeichen an der Unrechtsgrenze

TIMMELSJOCH – Bei der Dornenkrone am Timmelsjoch fand heute eine schlichte, aber symbolträchtige Fahnenhissung statt. Die drei Landeskommandanten der Schützenbünde, Mjr. Christoph Schmid für den Südtiroler Schützenbund, Mjr. Thomas Saurer für den Bund der Tiroler Schützenkompanien und Mjr. Enzo Cestari für den Welschtiroler Schützenbund, trafen sich dabei gemeinsam mit den Bürgermeistern der angrenzenden Gemeinden.

Weiterlesen

Drohnen-Vorfall Leipzig: Provokation statt Diplomatie? Das gebrochene NATO-Versprechen.

Weiterlesen

Anlässlich der Bildung einer neuen Regierung in Dänemark unter erneuter Führung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärt die SSW-Landesvorsitzende Sybilla Nitsch:

„Der SSW begrüßt, dass es nach mehr als zwei Monaten gelungen ist, eine neue Regierung in Dänemark zu bilden. Gerade in unruhigen Zeiten ist es wichtig, dass Dänemark eine handlungsfähige, proeuropäische Regierung bekommt, die die enge Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein und Deutschland fortsetzt.

Weiterlesen
Calendar
«September 2026»
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930 
Wenn der Staat seine Feinde sucht: Die Grenzen der wehrhaften Demokratie

Der Kampf gegen Extremismus ist eine der wichtigsten Aufgaben des demokratischen Staates. Doch jeder Kampf gegen einen Gegner verändert auch denjenigen, der ihn führt.

Der Fall der NPD zeigte, wie kompliziert diese Grenze sein kann: Verfassungsschutzbehörden waren mit Informanten in einer Partei präsent, die sie später verbieten lassen wollten. Heute steht Deutschland erneut vor einer Grundfrage: Schützt der Staat die Demokratie – oder kann die Logik des Schutzes selbst politische Wirkungen erzeugen?

Grundgesetz nach Bedarf: Artikel 146 vergessen, Artikel 37 griffbereit

Das Volk darf laut Grundgesetz eine neue Verfassung beschließen. Darüber redet kaum jemand. Über den Bundeszwang gegen eine noch gar nicht existierende AfD-Landesregierung dagegen schon. Zwei Artikel, ein Grundgesetz und eine unbequeme Frage: Welche Macht ist in Deutschland politisch eigentlich erwünscht, die des Souveräns oder die des Staates?

Der mündige Bürger und der erlernte Konsens: Was der Beutelsbacher Konsens über die Grenzen staatlicher politischer Bildung verrät

Deutschland wollte freie Bürger erziehen. Doch was, wenn aus dem Ideal des mündigen Bürgers am Ende ein Bürger geworden ist, der vor allem gelernt hat, welche Antworten als richtig gelten?