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Stade: Wieso „interessierte Kreise“ den Fall klein halten wollen | NIUS Live

1-09-2026, 20:30

Am 29. Juni richtet ein ausreisepflichtiger Mann in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade ein Blutbad an, sechs Menschen sterben. Sofort machen Behörden und Medien die Runde mit einem Wort: Familientragödie. Sorgerechtsstreit. Beziehungstat. Das NIUS-Investigativteam hat sich damit nicht zufriedengegeben und sich stattdessen durch hunderte Seiten interner Ermittlungsakten gearbeitet, die NIUS exklusiv vorliegen. Das Ergebnis stellt die offizielle Version komplett infrage.

Was die Akten zeigen: Der Täter hatte die Behörden zuvor in einer Sprachnachricht gewarnt, „Leben gegen Leben" zu nehmen. In seiner Vernehmung sagte er, er sei bereit gewesen, „zu töten und getötet zu werden".

Doch damit nicht genug: Die Fluchtwagenfahrerin, die den Täter nach der Tat vom Tatort brachte, ist die Schwiegermutter des niedersächsischen SPD-Migrationsbeauftragten. Schon Wochen vor der Tat soll ihr Name in Chats des Täters aufgetaucht sein. Die Staatsanwaltschaft sieht dennoch „keinen dringenden Tatverdacht“, während der Täter selbst wenige Wochen nach der Tat in seiner Zelle Suizid beging, nachdem die 24-Stunden-Überwachung kurz zuvor beendet worden war.

Wer wusste was? Warum blieben mutmaßliche Mitwisserinnen bis heute auf freiem Fuß? Und warum wollte man diesen Fall offenbar klein halten? Eine Spur führt bis in die niedersächsische Staatskanzlei und wirft Fragen auf, die Politik und Behörden bisher nicht beantwortet haben.

Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt und die NIUS-Reporter Alexander Kissler und Julius Böhm mit Moderator Alex Purrucker über das Thema.
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